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Havelland Johanna Leu führt Verein Mark Brandenburg
Lokales Havelland Johanna Leu führt Verein Mark Brandenburg
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15:39 01.04.2016
Johanna Leu, die neue Vorsitzende des Kulturfördervereins Mark Brandenburg, mit Michael Schönberg, der den Verein nach dem Tod von Werner Bader geleitet hatte. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Als Johanna Leu ganz neu vor wenigen Tagen zur Wahlversammlung des Kulturfördervereins Mark Brandenburg kam, hatte sie einen guten Vorsatz mitgebracht. „Ich wollte mich einbringen“, teilt sie mit, „weil auf diesem Gebiet ja vieles über Vereine und Stiftungen realisiert wird.“ Sie bot dem Kulturförderverein einen kleinen Finger an, da nahm der gleich die ganze Frau und wählte sie zur neuen Vorsitzenden. Treibende Kraft war dabei Michael Schönberg, der bis zu diesem Zeitpunkt der Vereinsvorsitzende war. Er hatte kein Geheimnis daraus gemacht, dass er die Leitung des Kulturfördervereins eigentlich nie richtig haben wollte. Zu viele andere Aufgaben hatte er schon und wollte sich nicht verzetteln. Doch als der Vereinsgründer und -lenker Werner Bader im Oktober 2014 starb, fühlte sich Schönberg als sein Stellvertreter verpflichtet, das Vermächtnis anzutreten.

Michael Schönberg: „Frau Leu hat Führungsqualitäten“

„Frau Leu hat Führungsqualitäten“, schwärmt Michael Schönberg nun erleichtert, „ich bin mir sicher, dass der Kulturförderverein unter ihrer Leitung das wird, was sein Name verspricht.“ Ein Förderer der Kultur nicht nur in Rathenow, sondern in der Mark Brandenburg. Die neue Vorsitzende arbeite strukturiert und gehe die Dinge systematisch an.

Geboren in Warnau, wohnhaft in Rathenow

Johanna Leu wurde in Warnau auf der anderen Havelseite im Land Sachsen-Anhalt geboren.

Vor drei Jahren ist sie mit ihrem Mann nach Rathenow gezogen.

Gründer des Kulturfördervereins Mark Brandenburg war der Journalist und Buchautor Werner Bader in Görne.

Seinen Sitz hat der Kulturförderverein vor kurzem von Görne nach Premnitz verlegt.

„Ich genieße das kulturelle Leben in all seinen Facetten“, gibt Johanna Leu freiweg zu. Und wenn sie aufzählt, was sie alles schon gemacht hat, bekommt man fast das Gefühl, sie sei überqualifiziert. Jahrzehntelang war sie Buchhändlerin und hat in mehreren Städten die Bibliotheken geleitet. Im Kunstverein Havelberg hat sie Erfahrungen gesammelt und sie ist auch im Frau-Harke-Verein des Elb-Havel-Winkels aktiv. Sie hat erst Forschungslaborantin gelernt, dann Bibliothekarin studiert und ein Zusatzstudium Kulturwissenschaft drangehängt.

Erste Veranstaltung ist eine Einführung in die Dreigroschenoper

Die neue Vereinsvorsitzende schüttelt aus dem Ärmel, was sie sich zuerst vornehmen will. Die bisherigen Projekte sollen weiter geführt werden, die da sind: die Märkische Dichterstraße, Leseförderung, gute Zusammenarbeit mit anderen kulturellen Einrichtungen, Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht/Vertreibung und nicht zuletzt die Pflege des kulturellen Erbes im Land Brandenburg. Die erste Veranstaltung in ihrer Zuständigkeit als Vereinsvorsitzende wird am Freitag, dem 8. April, ab 18 Uhr in der Gaststätte „Zum Alten Hafen“ eine Einführung des pensionierten Lehrers Peter Kurth in die Dreigroschenoper sein. Das Stück wird am Sonnabend, dem 9. April, um 19.30 Uhr im Theatersaal des Kulturzentrums gespielt. Sie werde jährliche Konzepte für die Vereinsarbeit erstellen und diese dann sorgsam abarbeiten, verspricht Johanna Leu. Da sie als Rentnerin dafür die entsprechende Zeit habe, sei das eine „wunderbare Aufgabe.“

Von Bernd Geske

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