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Jubiläum für den Rettungsdienst

Landkreis Havelland Jubiläum für den Rettungsdienst

Die Rettungswagen im Havelland fahren seit fünf Jahren unter dem Dach der Havelland Kliniken durch den Landkreis. 2011 hatte die Unternehmensgruppe die Fahrzeuge und das Personal vom Arbeiter-Samariterbund übernommen, der bisher zuständig war. Der Fuhrpark verfügt über insgesamt 21 Rettungsfahrzeuge.

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Zertifikat für den Rettungsdienst (v.l.): Jörg Grigoleit, Ronald Neubauer von KTQ, Aufsichtsratsvorsitzender Burkhard Schröder und Frank Heinrich.

Quelle: Andreas Kaatz

Havelland. Fünf Jahre Rettungsdienst unter dem Dach der Havelland Kliniken Unternehmensgruppe und dann noch die erneute Qualitätsprüfung bestanden: Damit gab es gleich zwei Anlässe, die die Mitarbeiter der Rettungsdienst Havelland GmbH (RHG) am Freitag in Haage feiern konnten.

„Es waren erfolgreiche fünf Jahre, die jetzt auch noch durch die Rezertifizierung der KTQ gekrönt wurden“, freute sich RHG-Geschäftsführer Jörg Grigoleit. Am 1. Juli 2011 übernahm die Unternehmensgruppe den Rettungsdienst vom Arbeitersamariterbund, der bisher dafür zuständig war. Die damals rund 120 Mitarbeiter und zehn Rettungswachen im gesamten Landkreis gingen in die neue Gesellschaft über. Allein im vergangenen Jahr haben die derzeit 21 Rettungs- und Krankentransportwagen sowie Notarzteinsatzfahrzeuge eine Fahrstrecke von 821 000 Kilometer zurückgelegt. Und mittlerweile sei die Fahrzeugflotte auch nahezu komplett modernisiert worden. „Nächstes Jahr kommen die letzten Fahrzeuge des Modells Havelland I“, sagt Grigoleit. Derzeit wird die Ausschreibung für die nächste Generation der Rettungsfahrzeuge vorbereitet.

Wie der Chefarzt Notfallmedizin Frank Heinrich sagte, werde weiter an der Verbesserung der Qualität im Rettungsdienst mit seinen jetzt 151 Mitarbeitern gearbeitet. Einiges konnte schon umgesetzt werden. „So wird schon während der Fahrt das EKG auf das Tablet des Kardiologen in der Klinik übermittelt“, sagt er. Dies erhöhe die Sicherheit für Herzinfarktpatienten, es werde keine Zeit vergeudet. Die Kardiologen könnten bis zum Eintreffen des Rettungswagens den Katheterraum vorbereiten. Früher wurde erst in der Notaufnahme der Klinik ein EKG angefertigt. Zudem hängt dort jetzt eine digitale Tafel, auf der die Ankunftszeit der Notfallpatienten angezeigt wird, so dass sich das Personal darauf einstellen kann. „Das blinkt wie auf dem Flughafen“, meint Heinrich.

Aber auch ins Personal wird investiert, um unter anderem die gesetzliche Hilfsfrist von 15 Minuten einhalten zu können. Denn die Zahl der Einsätze ist in den vergangenen fünf Jahren um rund ein Fünftel gestiegen. „Der Landkreis Havelland ist einer der wenigen im Land Brandenburg, die die Hilfsfristen einhalten. Selbst manche Städte schaffen das nicht“, sagt Jörg Grigoleit.

Auch mit dem Neubau von Rettungswachen an bestehenden Standorten versucht man die Ausrückzeiten zu verringern. So sei es gelungen, neue Rettungswachen in Friesack und Falkensee auf den Weg zu bringen. Zu den Problemstandorten gehört jedoch unter anderem Brieselang, wo weiter nach einem Grundstück für einen Neubau gesucht wird. In Rhinow soll die Wache 2017 saniert werden.

Auf ihrem Aufgabenzettel hat die RHG zudem auch die weitere Ausbildung des Personals zu Notfallsanitätern. 28 sind es bisher, 75 sollen es bis Ende 2020 sein.

Von Andreas Kaatz

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