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Jubiläum gefeiert und Straßen ausgebaut

Das Jahr 2015 in Brieselang Jubiläum gefeiert und Straßen ausgebaut

Das Jahr 2015 stand in Brieselang ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums. Vor 90 Jahren wurde aus der damaligen Kreissiedlung die Landgemeinde. Dies feierten die Einwohner Anfang Juli beim Sommerfest am Nymphensee. Zudem wurde in diesem Jahr wieder viel gebaut und geplant.

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Beim Sommerfest am Nymphensee wurde Anfang Juli das Jubiläum „90 Jahre Landgemeinde“ gefeiert. Quelle: Annett Lahn

Brieselang. Das Jahr 2015 stand für die Gemeinde Brieselang ganz im Zeichen eines Jubiläums. Vor genau 90 Jahren wurde aus der damaligen Kreissiedlung die Landgemeinde. Rund 900 Menschen lebten zu dem Zeitpunkt bereits dort. Das Jubiläum musste natürlich gefeiert werden. So stand das alljährliche Sommerfest am 4. Juli diesmal unter dem Motto „90 Jahre Landgemeinde“ – und fand erstmals am Nymphensee statt. Dazu gab es etwas später auch eine Broschüre, die Auskunft zur Geschichte des Ortes gab, zum mysteriösen Brieselanger Licht oder auch zu anderen Aspekten der Gemeinde. Allerdings kam das 60-seitige Heft nicht bei allen gut an, da beispielsweise die Kulturarbeit zu kurz kam. Im Zusammenhang mit dem Ortsjubiläum wurde ein besonderer Fund präsentiert: die unlängst entdeckten Protokolle des SPD-Wahlvereins von 1925 bis 1931. Auch ein Stück Gemeindegeschichte.

Die Brieselanger bewiesen aber auch 2015, dass der Ort sich ständig weiterentwickelt. So wurde wieder fleißig gebuddelt, gepflastert und Asphalt aufgebracht. Straßen wurden erneuert, Gehwege angelegt und Parkplätze geschaffen. Von einem der bedeutendsten Anliegerstraßenbauprojekte der letzten Jahre sprach Bürgermeister Wilhelm Garn. In diesem Jahr war das Komponistenviertel an der Reihe – unter anderem mit Tschaikowski-, Bach- und Mendelssohnstraße. Endlich kommen die Brieselanger auch auf einem ersten Abschnitt der Karl-Marx-Straße sauberen Fußes entlang. Und nie konnte man im Bereich Schulplatz/Karl-Marx-Straße so schön parken wie jetzt. Zudem sorgt auf mehreren Kilometern Straße eine neue Beleuchtung für Weitblick in der Dunkelheit.

Weitblick bewiesen die Brieselanger Gemeindevertreter aber auch, als sie den Anbau an die Feuerwehr beschlossen, denn auch in Zukunft müssen die Brandbekämpfer angesichts der ständig wachsenden Einwohnerzahl mit ihrer Ausstattung auf der Höhe der Zeit sein. Anfang des Jahres wurden die Arbeiten am Anbau und davor abgeschlossen. Somit gibt es jetzt eine Wasch- und eine weitere Fahrzeughalle, viel Lagerraum und Platz für die Jugendwehr.

Zu tun hatte die Feuerwehr auch in diesem Jahr genug. Zu den größeren Einsätzen gehörte jener am 9. September auf der Autobahn, als ein Flüssiggastransporter zwischen den Anschlussstellen Spandau und Potsdam-Nord umgekippt war. Fast zehn Stunden waren die Feuerwehrleute im Einsatz. Am 21. August stand ein Bungalow in der Fontanestraße in Flammen, und am 29. November kam es zu einer Explosion in einem Bungalow, bei der ein Mann schwer verletzt wurde.

In der Nacht zum 5. Oktober musste die Feuerwehr einen Brand in der Gaststätte im Erdgeschoss des Rathaus-Gebäudes löschen. Nicht nur, dass danach das Lokal geschlossen bleiben musste, der Brand hatte auch für das Rathaus Folgen. Denn durch den starken Qualm, der in die oberen Etagen gezogen ist, waren die Verwaltungsräume vorläufig unbenutzbar geworden. Die Mitarbeiter mussten wochenlang unter sehr beengten Verhältnissen im RE 80-Gebäude am Bahnhof arbeiten. Erst vor wenigen Tagen konnten sie wieder zurück in ihre Arbeitsräume am Markt ziehen.

Für ältere Menschen gab es in diesem Jahr eine gute Nachricht: Das Evangelische Johannisstift eröffnete im Juni im Forstweg ein Gemeindepflegehaus mit 48 Plätzen. Die Senioren mit unterschiedlichen Pflegestufen können dort in vier ambulant betreuten Wohn-Pflege-Gemeinschaften für je zwölf Bewohner leben.

Ende März wurden in Brieselang erstmals Stolpersteine verlegt. In der Fichte- sowie in der Elisabeth-Bethge-Straße. Damit wird an den 1941 ermordeten Helmut Riedel erinnert sowie an die in der kommunistischen Jugendbewegung aktiv gewesene Elisabeth Bethge, die von der Gestapo verhaftet und wegen Hochverrats angeklagt wurde. Während der Haft erkrankte sie an Lungenentzündung und Tuberkulose, starb 1943.

Kunst wurde 2015 in Brieselang wieder großgeschrieben. Ihren Verdienst daran haben auch Renée Dressler und Guido von Martens, die den Künstlerhof am Bahnhof betreiben – und das mittlerweile schon 20 Jahre. Sie konnten zum Jubiläum im September auf 555 Veranstaltungen und 177 mal Galeriefrühstück zurück blicken. Auch in diesem Jahr gab es wieder mehrere Ausstellungen dort. Ein größeres Projekt harrt aber noch seiner Umsetzung und wird voraussichtlich 2016 realisiert: Die Nymphe mitten im Kreisverkehr auf der L 202. Die Baugenehmigung für die Skulptur liegt seit Mitte November vor. Jetzt muss noch Geld gesammelt werden.

Auch die Vorbereitungen für andere Dinge, die demnächst realisiert werden sollen, wurden 2015 weiter vorangetrieben. Dazu gehört auch die neue Kita, die auf dem Grundstück des alten Rathauses an der Wustermarker Allee entstehen soll. Der Entwurf für einen Masterplan fürs Brieselanger Zentrum wurde kürzlich vorgestellt und diskutiert. Darüber hinaus machten sich die Gemeindevertreter darüber Gedanken, wie die Platznot in der Hans-Klakow-Oberschule und im Hort der Robinson-Schule beseitigt werden kann. Dazu wurden Planungen in Auftrag gegeben.

Im Ortsteil Zeestow spielte wieder das Thema des Lkw-Durchgangsverkehrs eine Rolle. Die Gemeinde will nun versuchen, dass die Trasse der L 202 im Zuge des geplanten Autobahnausbaus nach Süden verlagert wird und Ortslage so entlastet wird. Zudem wollen zahlreiche Zeestower die geplante Tankstelle an der Einmündung Rostocker Straße verhindern.

In Bredow erhofft man sich eine schnellstmögliche Entwicklung des alten Gutshof-Areals, so dass der Ortsteil eine attraktive Mitte erhält. Dort soll sich die Dorfgemeinschaft treffen und auch die Feuerwehr Platz bekommen.

Von Andreas Kaatz

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