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Havelland Jugendamt folgt Wunsch eines 14-Jährigen nicht
Lokales Havelland Jugendamt folgt Wunsch eines 14-Jährigen nicht
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16:27 10.05.2013
RATHENOW

. bei ihm leben darf. Der 14-jährige Junge, der mit seiner Schwester bei der Mutter in Falkensee lebt, hat im August 2011 und jetzt im April wieder schriftlich niedergelegt, dass er beim Vater leben will. Doch das Jugendamt Havelland, das das Aufenthaltsbestimmungsrecht für ihn hat, folgt dem Ansinnen nicht.

Vor mittlerweile zwei Wochen ist eine Anfrage dieser Zeitung an die Pressestelle des Landkreises gegangen, unter welchen Bedingungen so ein Wunsch eines Kindes möglicherweise im Jugendamt keine Beachtung finden kann. Bis heute steht die Antwort aus.

„Ich möchte zu Papa“, hat der Junge geschrieben, „weil wir regelmäßig Taschengeld kriegen, oft mit ihm spielen, oft irgendwo hingehen und öfter raus dürfen.“ Vom Lebensgefährten der Mutter werde er geärgert, diese komme nur zum Essen an den Tisch und verschwinde dann wieder in ihrem Zimmer zum Computer.

Nach Aussagen des Vaters Peter Manzey soll sein Sohn schon seit rund fünf Jahren immer wieder den Wunsch äußern, dass er bei seinem Vater leben will. Im November 2011 sei der Junge bei der Mutter fortgelaufen und zu ihm gekommen. Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, habe er diesen zur Polizei gebracht. Aufgrund einer nachfolgenden Entscheidung des Jugendamtes sei der Junge in ein Heim eingewiesen worden. Obwohl sein Sohn dort geäußert habe, dass er zum Vater will, soll die zuständige Mitarbeiterin des Jugendamtes ihn vor die Wahl gestellt haben: Entweder er bleibe im Heim oder gehe zurück zur Mutter. Zum Vater komme er nicht.

„Meiner Ansicht nach ist diese Frau im Jugendamt fehl am Platz“, hat Peter Manzey dieser Zeitung gesagt. Schließlich solle es um das Wohl des Kindes gehen. Man wolle es in der Behörde einfach nicht wahrhaben, dass die Mutter erziehungsunfähig sei. Er zitiert ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes von 2008, wonach dem Willen eines Kindes „bei ausreichender Verstandesreife . . . eine wichtige Rolle“ zukommt. Wie es das Jugendamt ihm gegenüber begründet, dass der Wille seines Sohnes nicht beachtet wird, gibt Peter Manzeys so wieder: „Sie sagen, ich hätte ihn beeinflusst.“ (B. G.)

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