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Havelland Jugendbands sollen bleiben
Lokales Havelland Jugendbands sollen bleiben
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11:21 21.02.2017
Die ROR-Brache hinter dem Rathaus – im Hintergrund die Askania-Hallen.  Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

 Die Umgestaltung des Geländes hinter dem Rathaus bis hinunter zur Geschwister-Scholl-Straße wird von vielen Rathenowern als Chance betrachtet. Und doch machen sie sich auch Sorgen. Gibt es nicht schon genügend Einzelhandelsgeschäfte? Was passiert mit den Jugendlichen, die derzeit in den Räumen von Askania Musik machen.

Im Netzwerk Facebook ist eine intensive Diskussion über einen Bericht in der Märkischen Allgemeinen entbrannt, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Hier ging es in erster Linie um die nächsten Schritte, die ein Investor aus Berlin unternehmen wird, um das Gelände später zu kaufen und zu einem Geschäfts-, Wohn und Handelszentrum umzubauen.

Thomas Lotsch sagt, es sei „gut, dass hier etwas passiert“. Aber er habe seine Probleme mit den Plänen, hier Geschäfte anzusiedeln. „Hierunter wird sicher das Zentrum leiden.“ Mike Großmann sieht es anders: „Ich glaube nicht, dass der Einzelhandel leiden wird.“ Für Thomas Lotsch scheint das aber unvermeidbar. „Wenn man sich das Verhältnis der Verkaufsfläche zur Einwohnerzahl in Rathenow ansieht, dann erkennt man, dass es in Rathenow achtmal mehr Verkaufsfläche gibt, als in vergleichbaren Städten in Westdeutschland. Wenn nun noch mehr Geschäfte kommen, dann werde es über kurz oder lang dazu führen, dass Geschäfte schließen müssen.

Was Anja Penzold mit dem Hinweis „Konkurrenz belebt das Geschäft“ bewertet, möchte Daniel Golze lieber steuern. „Das Problem wird sein, dass die Stadtverwaltung es laufen lässt.“ Golze, der Vorsitzender der Fraktion Die Linke in der Rathenower Stadtverordnetenversammlung ist, schlägt vor, frühzeitig mit den Investoren zu reden.Aber zunächst müsse abgewartet werden, ob die Investitionen tatsächlich kommen und in welchem Umfang.

Gespräche sollten dann sowohl mit den Einzelhändlern in der Innenstadt als auch mit allen anderen Beteiligten geführt werden. „Wir müssen verhindern, dass Alteingesessene auf der Strecke bleiben.“ Möglicherweise sei dafür auch das Einzelhandelskonzept zu ändern. Golze spricht offen von einem „Spagat“, den die Kommunalpolitiker versuchen.

Das Einzelhandelskonzept wurde entwickelt, um die Entwicklung der Geschäfte in der Innenstadt und das dort angebotene Sortiment zu steuern. Zu tun hat das auch mit den großen Einkaufszentrum im Westen und Süden der Stadt.

Thilo Windt ist Kinder- und Jugendbeauftragter der Stadt und glaubt, dass Rathenow durchaus eine gute Zukunft haben kann. Weil die Mieten in Berlin explodieren, suchen immer mehr Menschen dort Wohnplätze im Umland. Es werde nicht mehr lange dauern, dann sei der Moment da, zu dem Rathenow als Ausweichquartier entdeckt wird. So einen Prozess könne und müsse man steuern.

Windt hat noch einen anderen Aspekt. Was passiert mit den Jugendbands, die derzeit in den Askania-Hallen proben? Die Jugendkultur der Stadt – das müsse die Kommunalpolitik im Blick behalten. Die Jugendlichen selbst möchten auf jeden Fall ihre Proberäume behalten. Sie fühlen sich dort wohl, wie aus der Debatte hervorgeht. Und Thilo Windt schlägt vor, das Anliegen frühzeitig in demokratischen Gremien und auf demokratische Weise vorzutragen. Ein frühes Signal schade nicht.

Daniel Golze weist darauf hin, es gebe vom Investor die Erklärung, es werde auch nach der Umgestaltung Probenräume für die Bands geben. Er habe zunächst keinen Grund, daran zu zweifeln. Darüber hinaus appelliert Golze, die Debatte in geordneten Bahnen zu führen. Noch sei das Gelände gar nicht verkauft. Man solle dem Investor Gelegenheit geben, seine Pläne zu erläutern.

Nachdem in einem Bürgerentscheid festgelegt wurde, dass die Stadt Rathenow von der Fielmann AG das Rathausgebäude erwirbt, steht der Plan des Berliner Investors, das Gelände hinter dem Haus zu erwerben. Hier wird zunächst eine Altlastenuntersuchung angeschoben.

Wesentlicher Bestandteil der Überlegungen ist auch der Abriss des verfallenen Gebäudes 060.

Von Joachim Wilisch

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