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Jugendgruppe der Bürgelschule in Zsobok

Rathenow Jugendgruppe der Bürgelschule in Zsobok

Eine Jugendgruppe der Rathenower Bürgelschule ist für eine Woche zum Kinderheim „Bethesda“ im rumänischen Dorf Zsobok gereist. Die Schülerinnen und Schüler haben dort Kontakte mit den Heimkindern geknüpft und viele wichtige Erfahrungen gemacht.

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Lara Braune (links), Laura Braune (rechts) und Laura Hohmann (Mitte) mit Heimkindern unterwegs in Zsobok.

Quelle: privat

Rathenow. Mit vielen Eindrücken und Erinnerungen ist eine Jugendgruppe der Rathenower Gesamtschule Bruno H. Bürgel wieder zurück von ihrem Besuch des Kinderheims „Bethesda“ im rumänischen Dorf Zsobok. Nun schon zum dritten Mal nach 2013 und 2015 war eine Gruppe der Schule eine Woche lang zum internationalen Jugendaustausch in dem Dorf, dem seit 1991 immer wieder Hilfsaktionen der evangelischen Kirche im Westhavelland zuteil geworden sind. In Zsobok wohnen Angehörige der ungarischen Minderheit in Rumänien. Die Reise war ausdrücklich nicht als Arbeitsaufenthalt gedacht. Es ging um die Begegnung der deutschen Jugendlichen mit rumänischen Heimkindern.

Der Zufall hatte es gefügt, dass die Gruppe aus Rathenow genau am letzten Schultag vor den Sommerferien eintraf. So konnten die Jugendlichen gleich teilnehmen an der Abschlussfeier im Gemeindezentrum. So blieben am Tag danach nur noch die rund 25 Waisenkinder im Heim, die überhaupt keine Angehörigen mehr haben, zu denen sie in den Ferien könnten. „Die Kontakte zwischen diesen Heimkindern und unseren Schülerinnen und Schülern“, erklärt der begleitende Lehrer Thomas Otto, „gestalteten sich deshalb natürlich besonders intensiv.“

An einem Abend haben die Rathenower beim Pflastern der Dorfstraße geholfen

An einem Abend haben die Rathenower beim Pflastern der Dorfstraße geholfen.

Quelle: privat

„Wir haben uns alle sofort sehr gut verstanden“, berichtet Laura Braune (15), die das erste Mal in Zsobok war, „die Kinder waren total lieb und wir haben viel Spaß zusammen gehabt.“ – „Ich bin richtig froh, dass ich mitgefahren bin“, sagt ihre Schwester Lara Braune (ebenfalls 15), „solche Erfahrungen kann man sonst nicht machen.“ Das ganze Dorf habe zudem sehr gepflegt und ordentlich gewirkt. „Es war sehr interessant zu sehen“, teilt Laura Hohmann (15) mit, „wie die Kinder, die gast gar nichts haben, sich über jede Kleinigkeit freuen und alles miteinander teilen.“ Die Verständigung habe auf Anhieb gut funktioniert. Bei Kindern, die kein Deutsch verstanden, klappte es mit Händen und Füßen. Es gebe in Zsobok aber auch immer mehr Mädchen und Jungen, die Deutsch in der Schule lernen.

„Diesmal war viel mehr los als bei meinem ersten Besuch 2015“, berichtet Paul Pollack (16). Da war der Schuljahresabschluss bei der Ankunft, am nächsten Tag zeigten die Kinder ein kleines Kulturprogramm für ihre deutschen Gäste, eine Konformation konnten die Rathenower mitfeiern und bei einem Gottesdienst waren sie dabei. Die Heimkinder hätten ihn vom ersten Besuch her gleich wiedererkannt und sich an ihn geklammert. „Es war schön zu sehen, wie die Kinder sich über unseren Besuch freuen“, sagt Fabian Meintzer (17), der vor zwei Jahren auch schon in Zsobok war. Er habe es als angenehm empfunden, dass genug freie Zeit gelassen wurde. So habe er mit einigen Kindern einen Nachmittag auf dem Spielplatz verbringen können. Im Heim seien einige Zimmer gestrichen worden, stellt er fest, das Dorf Zsobok sei schöner geworden.

Egon Beckmann ist als Ehrenbürger von Zsobok ausgezeichnet worden

Egon Beckmann ist als Ehrenbürger von Zsobok ausgezeichnet worden.

Quelle: privat

Eine besondere Überraschung hielt die Gemeinde für den als Begleitperson mitgereisten Rathenower Egon Beckmann bereit. Weil er schon seit Beginn der neunziger Jahre immer wieder nach Zsobok kommt und hilft, ist er nach einem Gottesdienst vom Bürgermeister als Ehrenbürger des Dorfes ausgezeichnet worden. An einem Tag haben die Rathenower Schüler zusammen mit den Heimkindern einen Ausflug zu einem 100 Kilometer entfernten Salzbergwerk gemacht. An einem Abend haben sie beim Pflastern der Dorfstraße mitgeholfen. Am Abschlussabend haben sie heimische Spezialitäten gegrillt und sich auf die traurige Abreise eingestellt.

Von Bernd Geske

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