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Jugendklub Preju bleibt ein Jahr länger am See

Premnitz Jugendklub Preju bleibt ein Jahr länger am See

Der Jugendklub Preju wird die Villa am Premnitzer See ein Jahr länger nutzen als ursprünglich geplant. Eigentlich sollte er zum Ende dieses Jahres schon umziehen in den Saalbereich des Kulturhauses Liebigstraße. Doch der dafür erforderliche Umbau des Saals verzögert sich erheblich, weil die Baugenehmigung wegen eines zusätzlichen Brandschutzgutachtens viel später kommt.

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Cool. Die Premnitzer Jugendlichen können ein Jahr länger als geplant in ihrem Klubhaus bleiben.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Wäre alles so gelaufen, wie gewünscht und geplant, dann würde der Premnitzer Jugendklub Preju zum Ende dieses Jahres seine schöne alte Villa am See verlassen und in das Kulturhaus Liebigstraße umziehen, das dann bereits zu einem „Bürgerhaus“ geworden wäre. Wäre und würde reicht aber nicht aus, aus dem großen Projekt ist vorerst nichts geworden. Alle Beteiligten dürften mittlerweile damit zufrieden sein, wenn alles ein Jahr später in Sack und Tüten ist.

Es gibt zwei Bremsen, die das Projekt verzögern. Eigentlich wollte die Stadt Premnitz gegenwärtig mitten in den letzten Arbeiten stecken, um den Saalbereich des Kulturhauses Liebigstraße für die Zwecke des Jugendklubs umzubauen. Was immer noch fehlt, ist indes die Baugenehmigung. Es ist der Brandschutz, bei dem es hakt. „Wir haben im April den Bauantrag beim Landkreis eingereicht“, teilt die stellvertretende Bürgermeisterin Carola Kapitza mit. Daraufhin sei von dort die Auflage an die Stadt gekommen, ein Brandschutzgutachten erstellen zu lassen – womit man nicht gerechnet hatte. Zunächst musste das Gutachten erstellt werden. Verlangt war aber auch ein Prüfbericht, der das Gutachten bestätigt.

Hoffnung, dass Ende November endlich die Baugenehmigung kommt

Es gebe nur wenige Brandschutzgutachtenprüfer in der Bundesrepublik, berichtet Carola Kapitza, und die wenigen hätten viel zu tun. Gute Nachricht aber jetzt: Anfang November ist der Prüfbericht bei der Stadt eingegangen und bereits samt dem Gutachten dem Bauordnungsamt des Kreises zugestellt worden. „Wir hoffen nun“, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin, „dass wir die Baugenehmigung bis Ende November kriegen.“

Der Umbau des Kulturhauses Liebigstraße zum Bürgerhaus – vom zuerst verwendeten Begriff „Mehrgenerationenhaus“ musste man aus fachlichen Gründen wieder abrücken – kann nur finanziert werden, wenn die Stadt Fördermittel aus dem Leader-Programm dafür bekommt. Die gesamte Investitionssumme liegt bei 300 000 Euro, 225 000 Euro davon sollen Fördermittel sein. Der Förderantrag ist schon lange beim Amt für ländliche Entwicklung und Flurneuordnung gestellt. Alle Signale von dort sind positiv, bei den Unterlagen fehlt aber immer noch die Baugenehmigung. Würde sich die derzeitige Hoffnung erfüllen und bis Ende des Jahres der Förderbescheid eintreffen, könnte die Verwaltung das Leistungsverzeichnis erstellen und die Ausschreibung der Arbeiten angehen. Vor März könnten die Bauarbeiten aber nicht beginnen.

Weil die Baugenehmigung auf sich warten lässt, kann der Umbau des Kulturhauses Liebigstraße erst im nächsten Jahr beginnen

Weil die Baugenehmigung auf sich warten lässt, kann der Umbau des Kulturhauses Liebigstraße erst im nächsten Jahr beginnen.

Quelle: Bernd Geske

Es fügt sich dabei gewissermaßen günstig, dass die Stadt das Kulturhaus sowieso in zwei Abschnitten 2017 und 2018 umbauen wollte. 2017 für 150 000 Euro der linke Teil für den Jugendklub und 2018 für weitere 150 000 Euro ein Teil der Räume auf der rechten Seite, um dort eine Eltern-Kinder-Gruppe mit Plätzen für 18 Mädchen und Jungen einzurichten. Somit wäre das Objekt insgesamt sowieso erst 2018 fertig geworden und die jetzt beantragte Baugenehmigung erstreckt sich gleich auf beide Bauabschnitte.

Was die oben genannte zweite Bremse ist, wollen Sie noch wissen? Die Stadt hatte den Plan, die Villa des Jugendklubs am See bis Ende 2017 zu verkaufen. Eine erste Anzeige dazu war vor einem Jahr erschienen. Wäre das gelungen, hätte der Jugendklub natürlich ausziehen müssen. Bislang hat sich aber kein Interessent gefunden, der die verlangten 240 000 Euro für die Immobilie ausgeben will. Im Oktober hat die Stadt das Objekt nun auf einem Immobilienportal im Internet angeboten. Erste Interessenten haben sich zwar schon gemeldet, die Haus und Grundstück besichtigen wollen. Aber das Verfahren wird trotzdem noch einige Zeit dauern.

Von Bernd Geske

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