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Jugendklub begeistert Kids seit 15 Jahren

Bredow Jugendklub begeistert Kids seit 15 Jahren

Den Jugendklub in Bredow (Havelland) gibt es seit mittlerweile gut 15 Jahren. Nach holprigem Start hat sich der Treff, der in Trägerschaft des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland ist, gut entwickelt. Die Kinder und Jugendlichen des Ortes sind froh, eine solche Anlaufstelle in der Freizeit mit all ihren Möglichkeiten nutzen zu können.

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Katrin Jura und die Kinder vom Jugendklub.

Quelle: Vanessa Mehwitz

Bredow. Niemand wird ausgegrenzt, jeder ist willkommen. So lautet die oberste Regel im Jugendklub „Big Family“ in Bredow. Betreuerin Katrin Jura sorgt dafür, dass diese auch eingehalten wird. Die sozialpädagogische Mitarbeiterin ist Ansprechpartnerin vor Ort und sieht den Klub als Schutzraum. „Jeder darf herkommen. Selbst wenn einer etwas Ruhe sucht, wird er sie in Ruhe gelassen“, so Jura.

Der Bredower Treff ist hauptsächlich für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 gedacht, im Moment ist die größte Gruppe 12 bis 15 Jahre alt.

Der Bedarf für einen Jugendklub war da, aber die Umstände nicht immer günstig. Mal fehlten geschulte Betreuer, dann wieder die Mittel. Ende letzten Jahres feierte „Big Family“ aber das 15-jährige Bestehen.

2001 war der damalige Bredower Bürgermeister Erhard Moebes bei der Gründung eine große Unterstützung. Zudem gibt es auch aus Bredow und Brieselang immer wieder Hilfe, zum Beispiel wenn es um das Organisieren von Veranstaltungen geht oder wenn ein zusätzlicher Betreuer gebraucht wird.

Der Klub, unter der Trägerschaft des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland, ist für die Kinder heute wie damals ein wichtiger Treff und die ideale Gelegenheit für Jugendarbeit. Unter anderem werden den Kindern erste demokratische Strukturen näher gebracht: Dazu gibt es Fragerunden, ein Mitspracherecht für jeden und einen gewählten Klubrat. „Die Jugendlichen lernen, wie sie ihre Rechte in angemessener Weise durchsetzen können,“ erklärt Jura. Ganz oben auf der Tagesordnung steht aber der Spaß und das Austoben. In der Schule müssen die Kinder den ganzen Tag still sitzen, da sei es wichtig, sich auch mal richtig auspowern zu können.

Das sieht auch Niklas Grünefeld (11) so: „Ich spiele hier gern Fußball. Manchmal chillen wir aber auch alle zusammen auf der Couch und hören Musik.“ In der Gemeinschaft wird sogar mal das Smartphone vergessen, man beschäftigt sich lieber miteinander. Die Möglichkeiten sind reichlich vorhanden: malen, basteln, Gesellschaftsspiele, Sport, kochen oder einfach nur zusammen toben. Zudem sorgen kleine Ausflüge für Abwechslung, wie im Sommer ins Stadtbad Nauen, zum Erlebnis-Dorf nach Elstal oder ins Tropical Island.

Für Kathrin Jura ist die Arbeit mit Kindern eine Herausforderung: „Ich habe manchmal die Befürchtung, nicht cool genug zu sein. Aber es ist immer wieder schön, wenn die erwachsen gewordenen Kinder einen nach Jahren noch erkennen und erzählen, wie schön die Zeit im Klub war.“

Die größte Bestätigung ihres Schaffens findet die Betreuerin in dem wachsenden Vertrauensverhältnis zu den Kindern, wenn die Jugendlichen sich ihr anvertrauen. Die zwölfjährige Paula Kapitzke aus Bredow: „Die Betreuer hier sind alle sehr nett, und wir können offen miteinander sein. Alle, die hier herkommen sind Freunde.“

Von Vanessa Mehwitz

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