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Havelland Jugendliche auf Pilgertour im Havelland
Lokales Havelland Jugendliche auf Pilgertour im Havelland
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00:46 25.07.2015
Die Pilger, die im Kanu unterwegs waren, nach ihrer Rast in Rathenow. Quelle: M. Kniebeler
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Rathenow

Das Jugend- und Freizeitzentrum Oase in der Rathenower Bergstraße ist ein lebhafter Ort. In diesen Tagen geht es sogar noch quirliger zu als sonst. Grund sind Gäste, die nicht regelmäßig kommen. Junge Menschen auf der Durchreise – Pilger, um genau zu sein. „Unterwegs zu dir“ lautet das Motto der siebentägigen Tour entlang der Havel, an der über 200 Jugendliche aus Berlin und Brandenburg teilnehmen. Organisiert wird die Großveranstaltung von der Evangelischen Jugend Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz.

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Rund 80 Pilger trafen am Samstagnachmittag nach einem langen Fußmarsch in Pritzerbe ein. Der Ort war die erste Station der evangelischen Jugend auf einer mehr als 100 Kilometer langen Reise, die sie bis nach Havelberg führen wird.

Reise mit zweijähriger Vorbereitung

Silke Hansen gehört zum Organisationsteam der Pilgerreise. „Vor knapp zwei Jahren haben wir mit den Tourvorbereitungen begonnen“, erzählt sie. Weil die Strecke, die zwischen Brandenburg und Havelberg auf unterschiedlichsten Routen verläuft - 94 Pilger sind mit dem Kanu, 64 zu Fuß und 57 mit dem Rad unterwegs – sei die Planung aufwendig gewesen. 13 verschiedene Übernachtungsorte mussten gefunden werden, an denen die jungen Leute ihre Zelte aufschlagen können – von der Kuhwiese über den Dorf-Sportplatz bis zum Campingresort ist alles dabei. Außerdem geregelt werden mussten Verpflegung, medizinische Versorgung, Programm, Und auch die Rastplätze, an denen sich die jungen Leute während der Tagesetappen von den Anstrengungen erholen sollen, waren festzulegen.

Nach vier Tagen auf dem Wasser beherrschen die Paddler ihre Gefährte. Quelle: M. Kniebeler

Die Oase ist einer dieser Orte, an denen die Pilger Kraft getankt haben. Am Montag waren die Wanderer da und haben, nachdem sie ihre Rucksäcke in die Ecke gestellt hatten, nicht nur ihre Seele, sondern vor allem die brennenden Beine baumeln lassen. Am Mittwoch stärkten sich die Radler in dem Jugendzentrum. Und am Dienstag hatten sich die Paddler angekündigt, die am Vormittag in Pritzerbe aufgebrochen waren und noch bis Hohennauen mussten. Aber weil die Paddelei viel Kraft gekostet hatte, warfen sich die meisten auf dem Gelände des Ruderclubs Wiking gleich erschöpft ins Gras und verzichteten auf den Fußweg in die Oase.

Die körperliche Anstrengung sei ein wichtiges Element der Pilgerreise, sagt Silke Hansen.

Silke Hansen, eine der Organisatorinnen der Pilgerfahrt. Quelle: M. Kniebeler

Das Gefühl, an die körperlichen Grenzen zu stoßen, sei für viele Jugendliche eine neue Erfahrung. Und weil alle diese Erfahrung machten, werde der Zusammenhalt in der Gruppe gestärkt.

Dass bei allem der Spaß nicht zu kurz kommt, war den jungen Pilgern, die in Rathenow Station machten anzumerken. Manche hatten sogar noch die Kraft, die über 200 Stufen, die auf den Turm der Sankt-Marien-Andreas-Kirche führen, hochzusteigen. Als am Dienstag die Paddler gen Hohennauen aufbrachen, konnte man vom Anleger des Rudersportclubs am Mühlendamm einen blauen Pilgerschal an der Brüstung der Turmplattform flattern sehen, den ein verwegener Pilger dort oben als Wegzeichen festgebunden hatte.

Pilger im Havelland

Fast 220 Jugendliche aus Berlin und Brandenburg nehmen an der Pilgerreise teil, die unter dem Motto „Unterwegs zu dir“ steht. Begleitet werden sie von rund 60 ehrenamtlichen Helfern, die sich um den reibungslosen Ablauf der Reise kümmern.

Die drei Pilgergruppen – Wanderer, Radler, Paddler – absolvieren unterschiedlich lange Etappen mit unterschiedlichen Start und Endpunkten. Am Donnerstag Nachmittag vereinen sich alle Gruppen in Havelberg.

Die Pilgerreise endet mit einem Taizé-Gottesdienst im Havelberger Dom. Außerdem gibt es auf dem Domplatz ein Abschlussfest. Am Freitag kehren die Jugendlichen in ihre Heimatorte zurück.

Von Markus Kniebeler

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