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Jugendliche auf der Suche nach dem Traumjob

Ausbildungsbörse im Havelland Jugendliche auf der Suche nach dem Traumjob

Rund 80 Unternehmen und Betriebe aus der Region haben sich am Donnerstag auf der Ausbildungsbörse in Paaren im Glien präsentiert. Jugendliche aus dem ganzen Havelland konnten sich dort über mögliche Ausbildungsberufe informieren. Doch für viele Betriebe ist es inzwischen schwer geworden, die passen Bewerber zu finden.

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Mitarbeiter Michael Dammenhein (2 v.r.) und Geschäftsführer Michael Schmidt erläutern die Ausbildungsmöglichkeiten der Havelländischen Abfallwirtschaftsgesellschaft.

Quelle: Danilo Hafer

Paaren im Glien. „Wir sind sehr zufrieden, da wir bereits die ersten Bewerbungen entgegennehmen konnten“, sagte Martina Wand, Ausbildungsbeauftragte der Havelland-Kliniken. Neben rund 80 weiteren Unternehmen und Betrieben aus den unterschiedlichsten Branchen, standen die Havelland-Kliniken interessierten Schülern auf der Ausbildungsbörse am Donnerstag, im Märkischen Ausstellungs- und Freizeitzentrum (MAFZ), Rede und Antwort. Bei den Havelland-Kliniken konnten sich die Jugendlichen über fünf verschiedene Berufe informieren. Vom Altenpfleger bis zum Koch. Vor allem das Interesse am Beruf des Notfallsanitäters sei hoch. Doch auch bei den Gesundheits- und Krankenpflegern könne sich Martina Wand nicht beklagen. Allein im letzten Jahr haben die Havelland-Kliniken zehn Auszubildende in diesem Beruf eingestellt. Und bemerkenswert ist auch: „Fast alle Jugendlichen, die bei uns eine Ausbildung anfangen, kommen tatsächlich aus der Region“, so Martina Wand.

Für Sven Gädecke gestaltet sich die Suche nach passenden Auszubildenden deutlich schwerer. „Fleischer ist halt einfach kein Traumberuf“, so Gädecke, dessen Fleischerei in Falkensee bereits seit 55 Jahren existiert. Da er in der Region niemanden mehr findet, der den Beruf des Fleischers erlernen möchte, musste er zu anderen Mitteln greifen. „Ich habe extra ein Zimmer ausgebaut, in dem der Auszubildende wohnen kann und suche jetzt auch in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg nach passenden Bewerbern“ so Gädecke. Und wenn er auch dort niemanden findet, müsse er wohl in Polen suchen, sagt er.

Für die Schülerinnen Lisa und Denise vom Marie-Curie-Gymnasium Dallgow ist die Messe eine gute Möglichkeit zu sehen, welche Ausbildungsberufe in der Region angeboten werden. Ihr Traumberuf sei allerdings noch nicht dabei gewesen, sagten sie. „Ich möchte ja eigentlich Psychologie studieren, habe aber auch überlegt nach der zehnten Klasse erst mal eine Ausbildung zu machen“, so Denise. Genaue Gedanken werde sie sich aber wohl erst in den Sommerferien machen.

„Man muss sich einfach mehr einfallen lassen, um die Jugendlichen zu begeistern“, sagte Michael Schmidt, Geschäftsführer der Havelländischen Abfallwirtschaftsgesellschaft (HAW). Auch sein Betrieb habe Probleme die passenden Bewerber zu finden. Ein Grundproblem sei, dass es generell zu wenig Jugendliche gebe und noch weniger, die eine Ausbildung, zum Beispiel zum Kraftfahrer, machen möchten. Ein weiterer Punkt sei die sinkende Qualität der Schulnoten. Daher wolle man sich in Zukunft noch mehr um die Nachwuchsgewinnung kümmern. „In diesem Jahr haben wir auf unseren Visitenkarten auch QR-Codes, die die Jugendlichen scannen können. Wir sehen dann, wer sich wirklich noch mal mit unserem Unternehmen befasst hat“, sagte Michael Dammenheim, kaufmännischer Leiter der HAW. Die Ausbildungsbörse im MAFZ wird jährlich vom Landkreis Havelland, der Industrie- und Handelskammer, der Agentur für Arbeit, der Kreishandwerkschaft und der Zukunftsagentur Brandenburg organisiert.

Von Danilo Hafer

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