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Havelland Junge Frau an der Spitze der Wehr
Lokales Havelland Junge Frau an der Spitze der Wehr
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19:09 29.06.2017
Romano Plege mit der neuen Ortswehrführerin Kerstin Hoffmann. Die beiden führen nun die Milower Kameraden an. Quelle: Christin Schmidt
Milow

Anfang Juni gab Milows Ortswehrführer Ralf Oehme seinen Rücktritt bekannt. Nun wurde seine Nachfolgerin, Kerstin Hoffmann, von Gemeindebrandmeister Mirko Albrecht und Bürgermeister Felix Menzel (SPD) offiziell ernannt.

Die 29-Jährige übernimmt ab sofort die Führung der Milower Wehr und ist damit die einzige Frau an der Spitze der insgesamt zwölf Ortsfeuerwehren der Gemeinde Milower Land. Ihr Stellvertreter ist Romano Plege. Der 25-Jährige ist seit 2002 in der Feuerwehr und wurde als Stellvertreter wiedergewählt. Seit 2012 hat er das Amt inne.

„Die Basis ist da, mein Vorgänger hat in dieser Hinsicht gute Arbeit geleistet“, sagt Kerstin Hoffmann. Einige Ziele hat sie sich dennoch gesteckt. „Ich möchte den Teamgeist weiter stärken und die Jungs in sportlicher Hinsicht mehr fordern. Auch das Thema Asubildung wird im Fokus stehen“, macht die junge Frau deutlich.

Drei Frauen und 25 Männer sind in der Milower Wehr aktiv

Kerstin Hoffmann lebt in Milow und arbeitet als Bürokauffrau in Premnitz. Seit 2008 ist sie Mitglied der Milower Feuerwehr und hat inzwischen den Dienstgrad der Hauptlöschmeisterin erworben. „Ursprünglich komme ich aber aus Bahnitz, die Liebe hat mich nach Milow und in die Feuerwehr gelockt“, verrät die neue Ortswehrführerin mit einem Lächeln.

28 aktive Kameraden führt sie jetzt an – Frauen sind in der Gruppe die Ausnahme. Neben Kerstin Hoffmann gibt es zwei weitere Feuerwehrfrauen. Natürlich würde die Ortswehrführerin es begrüßen, wenn sich mehr Frauen aktiv in der Wehr engagieren, sie weiß aber auch: „Hinter jedem starken Feuerwehrmann steht eine starke Frau.“ Kerstin Hoffmann ist zuversichtlich, dass es ihr gelingen wird, die Truppe zusammenzuhalten. „Schließlich war es die Idee der Jungs, mich als Ortswehrführerin zu wählen. Sie haben mich dazu überredet und mir ihr Vertrauen geschenkt und ich freue mich auf diese neue Aufgabe, schließlich weiß ich, wir haben eine tolle Mannschaft.“

Nachwuchssorgen plagen die Milower Kameraden

Auch was die Ausstattung betrifft, sind die Milower gut aufgestellt, weiß Mirko Albrecht. 2012 bekamen die Kameraden ein neues Löschgruppenfahrzeug und einen Mannschaftstransportwagen.

Was fehlt, ist der Nachwuchs, sagt Romano Plege. Dem stimmt auch Mirko Albrecht zu: „Wenn wir den Altersdurchschnitt einiger Wehren betrachten, wird deutlich, dass in den nächsten Jahren ein Problem auf uns zukommt.“ Dabei werde der Arbeitsalltag immer vielfältiger. Wer sich davon überzeugen will: Alle 14 Tagen Donnerstag treffen sich die Kameraden um 19 Uhr in Milow.

Von Christin Schmidt

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