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Junge Pianisten beeindrucken in Rathenow

Klavierkonzert in der Alten Mühle Junge Pianisten beeindrucken in Rathenow

Ethel Friede Belinski (17) und Klemens Elias Braun (14) sind trotz ihres noch jungen Alters bereits echte Könner am Klavier. Die beiden Musiker bringen es zusammen auf 20 Jahren Erfahrung und haben bereits nationale sowie auch internationale Erfolge erzielt. Nun spielten sie gemeinsam ein Konzert in der Musik- und Kunstschule Havelland.

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Begeisterten mit ihrem beeindruckenden Spiel: Ethel Friede Belinski (17) und Klemens Elias Braun (14).

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. Auf insgesamt 20 Jahre Klavierspielerfahrung können die beiden Nachwuchsmusiker Ethel Friede Belinski und Klemens Elias Braun bereits zusammen zurückgreifen. Im Alter von einem Jahr kam die heute 17-jährige Ethel Friede mit ihren Eltern aus Bamberg nach Rathenow. Mit fünf Jahren begann Vater Helgo Belinski, Klavierlehrer an der Musikschule in Rathenow, seine Tochter zu unterrichten. Schon ein Jahr später nahm sie erstmals am Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ teil. Nach weiterer erfolgreicher Beteiligung auch auf Landesebene folgte in den Jahren 2011 bis 2014 die Teilnahme auf Bundesebene. Weitere Teilnahmen und Preise an internationalen Wettbewerben kamen dazu, so zum Beispiel beim Steinway-Wettbewerb 2007 und 2008 oder beim Internationalen Klavierwettbewerb im slowakischen Kosice 2015.

Ethel Friede Belinski

Ethel Friede Belinski

Quelle: Uwe Hoffmann

Nach der Grundschule zog die Familie nach Berlin. Hier wird die begabte Pianistin seit 2010 am Julius-Stern-Institut der Universität der Künste in Berlin gefördert. Auftritte als Solistin erfolgten schon in mehreren Ländern. Dies allein hört sich schon toll an. Aber das Live-Spiel der charmanten und bescheidenen Musikerin ist ein noch viel beeindruckenderer Hörgenuss.

Konzert in der Musik- und Kunstschule Havelland

Ethel Friede Belinski fühlt sich mit Rathenow immer noch verbunden und gab am Freitagabend ein Konzert im Saal der Musik- und Kunstschule Havelland in der Alten Mühle. „Von Barock bis zur Gegenwart“ lautete der Titel des Klavierabends, den Ethel Friede gemeinsam mit Klemens Elias Braun bestritt. Beide spielten Stücke von Johann Sebastian Bach über Wolfgang Amadeus Mozart bis hin zu zeitgenössischen Komponisten, wie dem 1970 geborenen Fazit Say, „dem ersten asiatischen Komponisten, der sich international etabliert hat“, wie Helgo Belinski in seiner Moderation hervorhob.

Klemens Elias Braun ist mit seinen 14 Jahren nicht minder begabt. Seit 2012 wird er durch Doris Wagner-Dix, wie auch Ethel Friede, unterrichtet. Zum Schuljahr 2013/14 wurde er ebenfalls als Jungstudent des Julius-Stern-Instituts aufgenommen und ist seit vergangenem Jahr Stipendiat der Internationalen Musikakademie Berlin. Helgo Belinski traf den gebürtigen Bonner Klemens erstmals im Jahr 2013. Der Musiklehrer saß in der Jury des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ in Rathenow, als Klemens für seine musikalische Begleitung am Klavier bewertet wurde. Und er wurde mit dem Sonderpreis der Mittelbrandenburgischen Sparkasse ausgezeichnet.

Durchschnittlich drei Stunden üben pro Tag

Mit sechs Jahren erhielt Klemens Elias Braun erstmals Klavierunterricht. „In meiner Familie spielte zuvor keiner ein Instrument“, erzählt der 14-Jährige. „In der Küche klopfte ich immer mit den Fingern rhythmisch auf den Möbeln. Und so schickten mich meine Eltern zum Unterricht.“ Damit haben Klemens Eltern Gespür bewiesen. Zum Schuljahr 2011/12 wechselte er ans Carl Philip Emanuel Bach-Musikgymnasium Berlin. Auch er nahm schon an mehreren nationalen und internationalen Wettbewerben teil und ist unter anderem fünffacher Preisträger des Münchener Klavierpodiums.

Klemens Elias Braun

Klemens Elias Braun

Quelle: Uwe Hoffmann

Die außergewöhnliche Leistung beider Pianisten, die vom Publikum während und nach des 90-minütigen Konzerterlebnisses mit viel Applaus und Bravo-Rufen belohnt wurden, ist hart erarbeitet. Diszipliniert üben Ethel Friede und Klemens jeden Tag durchschnittlich drei Stunden. „An Samstagen und Sonntagen werden es auch schon mal jeweils sechs Stunden“, so Ethel Friede Belinski.

Von Uwe Hoffmann

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