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Havelland KWR baut der Kirche ein neues Gemeindehaus
Lokales Havelland KWR baut der Kirche ein neues Gemeindehaus
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02:15 05.06.2017
Der rote Giebel hinten links auf dieser ersten Computersimulation gehört zum Gemeindehaus. Quelle: Uli Krieg Architekten
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Rathenow

Wenn die freien Flächen östlich der Sankt-Marien-Andreas-Kirche neu bebaut werden, dann soll ein wesentliches Element ein neues Gemeindezentrum für die evangelische Kirchengemeinde Rathenow sein. Das war bislang kaum bekannt, was vielleicht daran liegt, dass das Gemeindezentrum bislang auf Computersimulationen nicht zu sehen ist. Wenn man von Osten in Richtung Kirche blickt, würde es verdeckt sein von den neuen Wohnhäusern, die zum Freien Hof hin errichtet werden. Es soll in unmittelbarer Nähe zum Chorraum der Kirche entstehen.

Sieger des Ausschreibungsverfahrens für die neue Bebauung ist die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR). „Es war von Anfang an klar“, erklärt KWR-Geschäftsführer Hartmut Fellenberg, „dass auf der Fläche neben der Wohnbebauung auch eine Gemeindenutzung möglich sein soll.“ Wie die Nutzung aber genau aussehen könnte oder sollte, sei nicht konkretisiert worden. In Gesprächen von Vertretern der KWR und Architekten mit der Kirchengemeinde ist mittlerweile über Bedarf und mögliche Varianten geredet worden. Dabei ist herausgekommen, dass der Bau wohl deutlich kleiner wird als es die Kirchenvertreter es sich am Anfang dachten. Darum ist nun nicht mehr von einem Gemeindezentrum, sondern von einem Gemeindehaus die Rede.

Ein erste Planungsansicht zeigt: Das Gemeindehaus soll nahe an den Chorraum heran. Quelle: Uli Krieg Architekten

„Es war unser Wunsch“, berichtet Pfarrer Andreas Buchholz, „möglichst alles unter einem Dach vereinen zu können.“ Saal, Büros, Räume für Gruppenarbeit, Sanitärbereiche und Küche etwa. Die Räumlichkeiten in der Lutherkirche seien mit 1000 Quadratmetern viel zu groß, erklärt er. Deshalb sei der Wunsch der Gemeinde entstanden, bei der Bebauung des Kirchbergs etwas Neues zu errichten. Es liegt ein erster Vorschlag des Architektenbüros an die Gemeinde vor, in dem eine Nutzfläche von zirka 250 Quadratmetern vorgesehen ist. Demnach soll das Gemeindehaus zweigeteilt und über ein gläsernes Foyer in der Mitte zu betreten sein. Die eine Seite wird zweigeschossig mit Sanitärbereichen, Toiletten, Teeküche, Lift und einem Besprechungsraum im Obergeschoss. Auf die andere Seite des Foyers kommt der Gemeinderaum mit Platz für bis zu 110 Personen, der für die meisten Veranstaltungen reichen wird.

„Das Projekt ist mächtig abgespeckt worden“, erklärt Pfarrer Andreas Buchholz, womit er wohl meint, dass die ursprünglich gewünschte Größe auf etwa die Hälfte zusammen schmilzt. Er ergänzt: „Aber nur so wird das Ganze praktikabel.“ Schließlich werde die Gemeinde ihr Büro und die Räume am Kirchberg 10 behalten, die Sankt-Marien-Andreas-Kirche gleich neben dem Gemeindehaus haben, weiter über das Torhaus verfügen und nicht zuletzt die Auferstehungskirche nutzen können.

Pfarrer Andreas Buchholz (links) und KWR-Chef Hartmut Fellenberg. Quelle: Bernd Geske

„Ich kann mir so ein Gemeindehaus sehr gut vorstellen“, sagt Andreas Buchholz. Das sei ein tolle Lösung, er habe einen entsprechenden Arbeitsauftrag vom Gemeindekirchenrat erhalten. Die jetzt vorgesehene Größe könne man gut handhaben – es müsse ja alles auch finanziert werden.

Wie KWR-Geschäftsführer Hartmut Fellenberg sagt, wird sein Unternehmen wie alle Arbeiten dort auch das Gemeindehaus ausschreiben und bauen lassen. Wenn es fertig sei, werde die Kirche es kaufen. Gegenwärtig läuft das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes. Zum gegebenen Zeitpunkt werde die KWR die planerischen Anpassungen der Kirchengemeinde und Vertreten der Stadt vorstellen und danach den entsprechenden Bauantrag formulieren. Er gehe davon aus, so Fellenberg, dass der Bauantrag nicht vor dem 1. Quartal 2018 gestellt werden könne

Von Bernd Geske

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