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Havelland KWR reißt ab, baut neu und saniert
Lokales Havelland KWR reißt ab, baut neu und saniert
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16:16 06.03.2018
Der KWR-Block in der Forststraße 1-2 soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR) wird in den kommenden zwei Jahren mehrere Millionen in die Aufwertung ihres Wohnungsbestandes stecken. Mit dem Abriss des Wohnblocks in der Forststraße 1-2 und einem Neubau an derselben Stelle sowie der Sanierung des Riegels in der Berliner Straße 61-66 sollen nach Auskunft von KWR-Geschäftsführer Hartmut Fellenberg die Aufwertungsarbeiten rund um den Märkischen Platz abgeschlossen werden.

Der Block in der Forststraße 1-2 wurde bereits leer gezogen, die Ausschreibung der Abrissarbeiten ist erfolgt. Läuft alles wie geplant, rollen die Bagger im April an. Bis zum Juni soll das in den 1980er Jahren errichtete Gebäude verschwunden sein. Im August könnte dann der Bau eines neuen Wohnblocks beginnen.

Senioren-WG mit neun Plätzen geplant

Im Erdgeschoss wird nach Auskunft des KWR-Chefs eine Senioren-WG eingerichtet, in der Menschen mit demenziellen Erkrankungen ein möglichst selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden soll. Neun Plätze wird es geben. Jeder Bewohner hat sein eigenes, geräumiges Zimmer, außerdem gibt es einen Gemeinschaftsbereich mit Küchen-, Aufenthalts- und Sanitärräumen. Rund um die Uhr ist ein Pflegedienst zugegen, dessen Mitarbeiter den Senioren bei der Bewältigung des Alltags helfen.

Rückseite des KWR-Blocks in der Rathenower Forststraße 1-2. Quelle: Markus Kniebeler

In den drei Obergeschossen entstehen zwölf Mietwohnungen, die über Aufzüge alle barrierefrei zu erreichen sind. Es wird sich um größere Wohnungen mit Wohnflächen von 70 bis 120 Quadratmetern handeln. Alle Wohnungen werden mit großzügigen Balkonen versehen. Die künftigen Mieter der rund 120 Quadratmeter großen Vier-Raum-Wohnungen etwa dürfen sich über rund 25 Quadratmeter große Balkone freuen.

Rote Ziegelflächen sorgen für Farbtupfer

Gestalterisch wird der Neubau den sanierten KWR-Blocks in der Goethestraße ähneln. Allerdings wird in den Fassaden ein neues Element erscheinen. Neben den Farben schwarz und weiß werden rote Ziegelflächen für zusätzliche Farbtupfer sorgen. Zugleich verweisen diese Flächen auf die Epoche der Ziegelherstellung, die dem Westhavelland im 19. Jahrhundert zu überregionaler Bedeutung verhalf.

Wohnungsaufwertung am Märkischen Platt

Der Märkische Platz und die umliegenden Straßen sind Kerngebiet der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (KWR).

Im Sommer des Jahres 2012 startete die KWR mit der Sanierung des Wohnblocks in der Berliner Straße 8-9a die Aufwertung ihres Bestandes auf der Süd/Ostseite des Märkischen Platzes.

Im Sommer 2013 ging es an der Ostseite des Märkischen Platzes weiter: Am 1. September 2014 bezogen die Mieter ihre Wohnungen und Geschäftsräume in dem komplett modernisierten Komplex in der Berliner Straße 67 und Goethestraße 1-4a.

Das 1986 in Plattenbauweise (WBS 70) errichtete Gebäude war nicht nur saniert, sondern durch Abbau einer Etage in der Goethestraße und Aufstockung des Eckgebäudes in der Berliner Straße wesentlich verändert worden.

Fellenberg verschweigt nicht, dass ursprünglichen Plänen zufolge eine Sanierung der Blocks in der Forststraße vorgesehen war. Analysen hätten dann aber ergeben, dass Abriss und Neubau wirtschaftlich sinnvoller seien als die Sanierung des Altbestandes. Deshalb habe die Neubauvariante am Ende den Vorzug erhalten.

Bauvorhaben sollen Ende 2018 fertig sein

Beim gegenüberliegenden Block in der Berliner Straße 61-66 sieht das anders aus. Hier werden die 60 Wohnungen ab August saniert. Die größte Neuerung wird die Installation von Aufzügen sein. Diese werden nach Auskunft Fellenbergs nicht außen vor die Fassade gesetzt, sondern im Inneren eingebaut. „Dadurch werden sich die Grundrisse einiger Wohnungen geringfügig verändern“, sagt Fellenberg. Große Grundrissveränderungen an den 2- und 3-Raum-Wohungen seien indes nicht geplant.

Beide Bauvorhaben – Neubau Forststraße 1-2 und Sanierung Berliner Straße 61-66 – sollen Ende des kommenden Jahres fertig werden. Danach wird der Innenhof des Karrees neu gestaltet, wobei die jetzige Aufteilung von Grünflächen und Pkw-Stellflächen grundsätzlich erhalten bleibt. „Damit schließen wir die Modernisierung unseres Bestandes rund um den Märkischen Platz ab“, sagt der KWR-Geschäftsführer. Der Wohnstandard werde sowohl durch die Sanierungen als auch durch den Neubau eine enorme Aufwertung erfahren.

Von Markus Kniebeler

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