Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Kabeldieb kommt mit Bewährung davon
Lokales Havelland Kabeldieb kommt mit Bewährung davon
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:18 12.04.2016
Im Rathenower Amtsgericht fand die Verhandlung im Fall Milen A. am Dienstag statt. Quelle: Ch. Schmidt
Anzeige
Rathenow

Am 26. Oktober 2015 hatte Milen A. mit drei weiteren Komplizen an der Bahnstrecke Berlin – Hannover in Höhe des Streckenabschnitts in Buschow / Märkisch Luch Weichenheizungskabel demontiert, um diese in Berlin gewinnbringend zu veräußern. Milen A. wurde gefasst und in die Justizvollzugsanstalt Brandenburg/Havel gebracht. Seine Komplizen konnten flüchten, ihre Identität ist der Polizei bekannt.

Bereits vor der Verhandlung hatte der Angeklagte seinem Wahlverteidiger gegenüber ein glaubhaftes und vollständiges Geständnis abgelegt. Daraufhin einigten sich Richter, Staatsanwaltschaft und Verteidigung, das Strafmaß auf maximal zwei Jahre und vier Monate Haft zu begrenzen, den Angeklagten aber mindestens mit eineinhalb Jahren zu bestrafen. Letztlich wurde das Strafmaß auf ein Jahr und zehn Monate festgesetzt. Ins Gefängnis muss der Verurteilte allerdings nicht noch einmal, der Richter setzte die Strafe auf vier Jahre Bewährung fest. Die Staatsanwaltschaft hatte auf drei Jahre Bewährung plädiert.

Alle acht Zeugen konnten deshalb abbestellt werden, der geplante zweite Verhandlungstag wurde abgesagt und damit das Verfahren erheblich verkürzt.

Vier Jahre auf Bewährung

A. ist Bulgare, bis auf seinen Vater lebt die gesamte Familie in Deutschland. Einen festen Wohnsitz hat A. nicht. Derzeit absolviere er einen Deutschkurs, erklärte sein Wahlverteidiger. Die Verständigung vor Gericht erfolgte mit Hilfe eines Übersetzers. Als EU-Bürger hat Milen A. das Recht in Deutschland zu leben und zu arbeiten, aufgrund der Sprachbarriere und mangels beruflicher Ausbildung sei es aber schwer für ihn, sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, gab der Pflichtverteidiger zu bedenken.

Nachdem der Berliner Wahlverteidiger das Geständnis verlesen hatte, ergaben sich keine weiteren Fragen. Zu Gute hielt Ligier dem Angeklagten neben dem Geständnis, dass er nicht einschlägig vorbestraft ist. Auch die bereits verbüßte sechsmonatige Untersuchungshaft berücksichtigte der Richter und hob zudem zur großen Erleichterung des Angeklagten und seiner Familie den Haftbefehl auf. „Diese Erfahrung wird sie hoffentlich davon abhalten, künftig in Deutschland, Bulgarien oder anderswo Straftaten zu begehen“, so Ligier.

Weiteres Verfahren in Berlin anhängig

Der erhebliche Schaden, der durch die Tat entstand – die Deutsche Bahn schätzt ihn auf rund 25 000 Euro – und die damit einhergegangenen massiven Einschränkungen im Bahnverkehr legte der Richter zu Lasten des Angeklagten aus. Wie die Bahn bestätigte ist der Schaden inzwischen repariert worden, eine endgültige Abschlussrechnung liegt aber noch nicht vor.

Der Opel Frontera, mit dem das Diebesgut transportiert wurde und der A. gehört, wird mit Einverständnis des Angeklagten eingezogen. „Wer ein Fahrzeug als Tatfahrzeug benutzt, muss damit rechnen dass es eingezogen wird“, mahnte Ligier und fügte hinzu: „Die lange Bewährungsstrafe soll Ihnen eine Warnung für die Zukunft sein.“ Milen A. kann Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen. Aktuell ist gegen ihn noch ein weiteres Verfahren wegen eines ähnlichen Delikts in Berlin anhängig.

Von Christin Schmidt

Diese Tat ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Unbekannte haben aus einem Pflegeheim in Rathenow (Havelland) ein Gemälde des Malers Ernst Liebermann gestohlen. Sie haben am Sonntag zugeschlagen, als das Heim für zu einem Wahllokal umfunktioniert wurde. Auf das Pflegeheim können nun ernste Konsequenzen zukommen.

12.04.2016

Zum nächtlichen Sternegucken kommen Hobbyastronomen im Westhavelland auch in die Jagdreviere. Der Schreck bei den Jägern ist immer wieder groß, wenn sie plötzlich im Dunklen Fernrohre am Gülper Sees oder in der Großen Grabenniederung entdecken. „Es gab schon heikle Situationen“, so der Herigerings-Vorsitzende Hartmut Badtke.

15.04.2016
Havelland Havelland: Polizeibericht vom 13. April - Vorfahrt genommen

Zwei Leichtverletzte und hoher Sachschaden sind die Folgen eines Unfalles in Falkensee. Ein Kleintransporter hatte am Montagabend die Vorfahrt eines Pkws übersehen.

12.04.2016
Anzeige