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Havelland Käufer für ehemaligen Fliegerhorst gefunden
Lokales Havelland Käufer für ehemaligen Fliegerhorst gefunden
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02:15 20.08.2017
Von vielen Gebäuden ist nur noch die Hülle vorhanden. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Schönwalde-Glien

Der Name des Käufers für den ehemaligen Fliegerhorst Schönwalde ist noch geheim. „Erst muss das Prüfverfahren des potenziellen neuen Inhabers und Investors durch sein, dann wird das dem Haushaltsausschuss des Landtages vorgelegt“, sagte Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) am Donnerstag bei einem Besuch in Schönwalde. Er rechne mit einem Ergebnis im Herbst.

67 Hektar des ehemals militärischen genutzten Areals wollte die Brandenburgische Boden Gesellschaft für Grundstücksverwaltung und –verwertung (BBG) seit vielen Jahren schon verkaufen und damit wieder der zivilen Nutzung zuführen. Jetzt endlich hat es geklappt. Der Grund liegt für Geschäftsführerin Andrea Magdeburg auf der Hand: „Die Nachfrage nach Flächen für Wohnraum ist im Berliner Umland enorm gestiegen.“ Es habe beim letzten Ausschreibungsverfahren für den Fliegerhorst sogar mehrere Interessenten gegeben, so Andrea Magdeburg. Ausgewählt wurde jetzt jemand, der in Brandenburg schon ähnliche Gebiete entwickelte habe.

Die wichtigeste Vorgabe der Gemeinde Schönwalde-Glien war und ist, „dass dort Wohnraum entsteht“, sagte Bürgermeister Bodo Oehme(CDU). Er rechne mit einem Einwohnerzuwachs von 500 bis 1000, so dass Schönwalde „ganz locker die 10000er-Marke erreichen werde. Derzeit hat die Gemeinde bereits 9760 Einwohner. Oehme weiter: „Ich freue mich, wenn hier praktisch ein neuer Ortsteil entstehen würde. Aber ich weiß auch: Wir als Gemeinde müssen uns dann um die Infrastruktur kümmern. Heißt: neue Kita, Einkaufsmöglichkeiten, Begegnungsstätte und bessere Anbindung der Busverkehre nach Berlin.“

Nachdem auf dem Gelände bis zum Kriegsende eine Flugschule der Wehrmacht untergebracht war, nutzten bis 1993 sowjetische Truppen das Areal. Bis zu 8000 Soldaten lebten in dem Teil von Schönwalde. „Die haben von hier aus alles überwacht, was drüber geflogen ist“, erzählte Bodo Oehme.

Zum Glück für die Gemeinde und den Käufer: Die Belastung des Bodens mit Altlasten hält sich nach ersten Untersuchungen in Grenzen. Hauptsächlich Munition wird vermutet. Die meisten der noch stehenden 190 Gebäude allerdings sind zerfallen oder drohen einzustürzen. Die könnte der neue Eigentümer bis auf zwei Flugzeug-Hangar, die unter Denkmalschutz stehen, abreißen. „Er will aber wohl im Bestand bauen“, deutete Bodo Oehme an.

Auf jeden Fall hat die Gemeinde Schönwalde-Glien die Planungshoheit auch für ehemaligen Fliegerhorst. Es gibt einen gültigen Bebauungsplan von 2005. Der sieht die Entwicklung eines Wohn- und Mischgebietes vor. Von dem rund 67 Hektar großen Areal, das mit Ausnahme einiger Kleinbetriebe aktuell ungenutzt ist, können maximal 25 Hektar bebaut werden.

Über die Höhe des Kaufpreises für den Fliegerhorst gibt es von Seiten der BBG noch keine Auskunft.

Der Finanzminister zeigte sich zufrieden, weil „mit diesem Filetstück hier in Schönwalde fast alle militärischen Altflächen im Landkreis Havelland verkauft sind. Lediglich zwei Kasernen in Rathenow warten noch auf Interessenten. „Aber“, so Görke weiter: „Ich bin zuversichtlich, dass die BBG auch für diese Liegenschaften noch jemanden finden wird. In Berlin ist wenig Platz, deshalb gehen Investoren heute schon 60 bis 70 Kilometer ins Brandenburger Land, um Wohnraum zu schaffen.“

Von den 100 000 Hektar, die das Land Brandenburg 1992 von den Russen übernommen habe, so Görke, seien bis jetzt mehr als 90 000 Hektar verwertet worden.

Von Jens Wegener

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