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Havelland Kaffeeliebhaber eröffnet Falkensees 1. Rösterei
Lokales Havelland Kaffeeliebhaber eröffnet Falkensees 1. Rösterei
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00:16 28.03.2017
Kai Scharlach in seiner kleinen Kaffeerösterei, wo er Bio-Kaffee aus Mexiko und Indonesien verarbeitet. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Frisch gebrühter Kaffee hat einen markanten Duft. Frisch gemahlener Kaffee lockt noch mehr. Aber frisch gerösteter Kaffee ist dann der Gipfel, eine Geruchsexplosion. Kai Scharlach kennt das. Er hat jetzt die 1. Falkenseer Kaffeerösterei gegründet. Die kleine Manufaktur betreibt der 51-Jährige im Keller seines Hauses als Hobby.

Anfang war frustrierend

Wenn Kai Scharlach röstet, dann durchzieht ein würziger Duft das ganze Haus. Ehefrau und Tochter mögen das, mögen auch seinen Kaffee. Dabei war der Anfang ziemlich frustrierend, erinnert sich Kai Scharlach lachend. Die ganze Bude war mit blauem Dunst vollgezogen, Gesicht und Hände waren schwarz. Aber schon beim zweiten Mal ging es besser. Angefangen hatte alles vor vier Jahren. Kai Scharlach hatte so einen Röster gesehen und wollte das auch probieren.

Ein Gerät, hergestellt in Taiwan in Handarbeit, steht jetzt in seinem Haus. Scharlach las sich im Internet und in Büchern Wissen an, probierte Kaffeesorten und Röstzeiten aus. Die Begeisterung am selbst gerösteten Kaffee kam schnell. Auch seine Frau, die früher schon mal über Magenschmerzen nach dem Kaffeegenuss klagte, konnte er überzeugen. „Der Kaffee schmeckt besser, ist schonend geröstet“, ist er überzeugt.

Schonend wird geröstet

Aus dem Rösten für den Privatgebrauch ist jetzt die Falkenseer Kaffeerösterei geworden. Kai Scharlach hat ein Nebengewerbe angemeldet, musste das vom Zoll prüfen lassen. Der sah sich das kleine Röstlabor genau an. „Die Frau vom Zoll wollte den Raum sehen, wo der Steuerakt – wie sie sagte – stattfindet“, erzählt er und amüsiert sich über das Wort „Steuerakt“. Das hört sich sehr nüchtern an, steht aber hier für eine dufte Sache.

Die Bohnen kommen bei ihm bei 290 Grad in den Trommelröster, werden nicht so heiß geröstet wie in großen Industrieanlagen, werden auch nicht so schnell abgekühlt. Für alles zeigt der Rechner neben dem Röster genaue Verlaufskurven an – auch daran hat der Diplomingenieur Kai Scharlach seine Freude. Im Hauptberuf ist er nach wie vor im Produktmanagement einer großen Firma tätig, die früher zu Siemens gehörte.

Vertrieb über die Biofreunde

Die Arbeit bei Siemens hatte Kai Scharlach und seine Familie einst nach Berlin gebracht. „Aber die Großstadt war nicht so unser Ding“, sagt er. Er hatte vorher in einem kleinen Weinort gelebt, nun also Falkensee. „Das ist nicht vergleichbar, hat aber auch schöne Ecken“, sagt er, vor allem bei Radwegen tut sich viel, freut er sich. Aber bei der Kaffeekultur könnte sich schon noch etwas tun, findet er und leistet seinen Beitrag. Er bietet den Kaffee im Falkenseer Laden der „Biofreunde“ an. Dabei weiß er auch, dass der selbstgeröstete Kaffee seinen Preis hat.

„Kaffee ist ein Luxusgut“, sagt er, deshalb soll er auch besonders gut schmecken. Seinen bio-zertifizierten Kaffee bezieht er über ein Hamburger Kontor Zwei Sorten aus Indonesien und aus Mexiko hat er im Angebot. Beide wachsen in einer Höhe von 1100 bis 1600 Metern. „Der Kaffee hat einen mittleren Körper mit einem schokoladigen Geschmack und einer feinen Säure“, beschreibt der Kaffeefreund die Bohnen. „Aber ich will da keine Wissenschaft mit Fachchinesisch draus machen“, sagt er, „der Kaffee muss schmecken. Das ist das Maß der Dinge.“

Von Marlies Schnaibel

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