Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Kai Fritz ist Ortschronist in Brädikow
Lokales Havelland Kai Fritz ist Ortschronist in Brädikow
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:05 29.02.2016
Kai Fritz mit dem polnischen Brädikow-Büchlein. Quelle: Norbert Stein
Anzeige
Brädikow

Kai Fritz fühlt sich wohl in seinem Heimatdorf. Der 27- Jährige ist schon stolz, Brädikower zu sein. Ein Dorf, das sich für ihn durch eine Kombination von freundlichen Menschen, schöner Natur und reicher Geschichte auszeichnet. Pure Leidenschaft entwickelt der junge Mann aus der Blumenstraße für das Historische. Kai Fritz ist Ortschronist von Brädikow. Er wälzt historische Aufzeichnungen, geht in Archive und spricht mit den älteren Einwohnern im Dorf. Er möchte wissen, wie einst das Leben war in Brädikow, wovon die Menschen lebten , wie sich das Dorf in seiner Jahrhunderte währender Geschichte entwickelte.

Sonnabendvormittag feilte er noch an einem Vortrag über die Geschichte des Dorfes Brädikow von der ersten urkundlichen Erwähnung bis heute. Am Abend hielt er den mit alten Bildern und Fotos angereicherten Vortag vor fast 100 Besuchern im Gerätehaus der Ortsfeuerwehr. Er berichtete vom Aufbäumen der Bauern im 16. Jahrhundert wegen zu hoher Abgaben, dem Beginn des Schulwesens, dem Wirken mehrerer Pfarrer im Dorf und wie Botaniker um 1751 in der Natur um Brädikow nicht nur seltene Pflanzen entdecken, sondern auch Schwärme von fliegenden Armeisen. Der Vortragende zeigt ein kleines Büchlein „Die Schlacht um Brädikow“, in dem ein ehemaliger polnischer Offizier die Ereignisse zum Ende des Zweiten Weltkrieges im havelländischen Luch schildert. Das Buch lässt Kai Fritz ins Deutsche übersetzen, wie schon zuvor andere historische Dokumente.

Kai Fritz vermittelt seinen Zuhörern unterhaltsam Regionalgeschichte. Die Leidenschaft in ihm geweckt haben die Eltern. Seine Mutter war viele Jahre Bürgermeisterin in Brädikow. Der junge Ortschronist kann erzählen. Er ist von Beruf Lehrer und unterrichtet an einem evangelischen Gymnasium in Neuruppin Religion und Geografie. Lehramt studiert hat er von 2008 bis 2015 in Hamburg. Ohne das Studium zu vernachlässigen, hat er sich schon damals statt über Lehrbüchern zu hocken viel lieber mit der Brädikower Geschichte befasst. Für seine Recherchen genutzt hat er Bibliotheksarchive. Aus Hamburg zurück, intensivierte er in Brädikow die ehrenamtlichen Geschichtsforschungen. Seine Chronistenarbeit sei für Brädikow ein Segen, sagt Bürgermeister Frank Donner.

Kai Fritz ist Mitglied im Heimatverein Friesack und der Schützengilde Friesack.

Von Norbert Stein

Havelland Stalin kannte alle Kuh-Geburtstage - Nauener Veterinär liest Tiergeschichten

„Das Telefon klingelte…“ So beginnen die meisten Geschichten von Dirk Bausch. Der Tierarzt aus Nauen las in der fast voll besetzten Stadtbibliothek Falkensee aus seinem Buch „Wie Stalin zum Kalb kam“.

29.02.2016
Havelland Der „Traumzauberbaum“ im Rathenower Kulturzentrum - Kinder feierten auf der Bühne mit

Das Reinhard-Lakomy-Ensemble machte schon mehrfach mit dem „Traumzauberbaum“ Station im Kulturzentrum. Am Samstag war es wieder so weit. Und es war eine besondere Vorstellung: Aus Anlass des 35. Jubiläums des „Traumzauberbaums“ durften Kinder auf der Bühne mitfeiern.

28.02.2016
Havelland Spende aus dem Havelland für Bayern - Falkensee hilft Feldkirchen

Dass Länder wie Bayern und Baden-Württemberg regelmäßig den nord- und ostdeutschen Bundesländern finanziell unter die Arme greifen, ist nichts Ungewöhnliches. Umso erstaunlicher, dass die Initiative Willkommen in Falkensee nun zu einer Hilfsaktion für das Bayerische Feldkirchen aufgerufen hatte.

28.02.2016
Anzeige