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Kai Gersch: Ein Bus in jede Stadt und jedes Dorf

Landratswahl Kai Gersch: Ein Bus in jede Stadt und jedes Dorf

In wenigen Wochen wird im Havelland ein neuer Landrat gewählt. Am 10. April sind die Bürger erstmals direkt aufgerufen, einen neuen Kreischef zu bestimmen. Die MAZ hat allen Kandidaten dieselben Fragen zur Person und aktuellen Themen der Kreispolitik gestellt. Diesmal antwortet Kai Gersch, 45, von der Alternative für Deutschland (AfD).

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Mobilität ist für Kai Gersch ein wichtiges Thema.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Havelland. In wenigen Wochen wird im Havelland ein neuer Landrat gewählt. Am 10. April sind die Bürger erstmals direkt aufgerufen, einen neuen Kreischef zu bestimmen. Die MAZ hat allen Kandidaten dieselben Fragen zur Person und aktuellen Themen der Kreispolitik gestellt. Diesmal antwortet Kai Gersch, 45, von der Alternative für Deutschland (AfD).

Warum halten Sie sich für den geeigneten Kandidaten für den Posten des Landrats?

Kai Gersch: Mein Herz schlägt für die Menschen im Havelland, für ihre Sorgen und Nöte. Politik heißt, die Probleme der Mensch ernst zu nehmen und sie zu lösen. Ein Landrat muss Politiker aus Leidenschaft sein, kein Bürokrat. Er muss mehr sein als ein Verwaltungsbeamter. Um das Havelland erfolgreich in die Zukunft zu führen, ist politische Erfahrung nötig. Diese habe ich in 20 Jahren als Kommunal- und Landespolitiker gesammelt. Ich bringe sie täglich in meine Arbeit als AfD-Kreisvorsitzender, als Fraktionsvorsitzender im Kreistag, der Stadtverordnetenversammlung in Falkensee und als Referent im Landtag ein. Als Familienvater weiß ich, wo den Menschen der Schuh drückt. Gerade in diesen Zeiten des gesellschaftlichen Umbruches.

Wie soll der Landkreis Havelland nach einer möglichen Kreisgebietsreform aussehen?

Gersch: Als Havelland. So wie er jetzt ist. Ich bin gegen die Kreisgebietsreform, weil sie unter falschen Voraussetzungen geschieht. Die Landesregierung unter SPD und Linken will Kritik aus den Kreisen und Städten begrenzen. Besser nur Widerspruch von zehn Landräten und Oberbürgermeistern als von 18 wie derzeit. Das ist das Denken in Potsdam.

Für mich zeugt das von einer ziemlichen Verachtung gegenüber den Bürgern. Auch ohne Kreisgebietsreform gibt es für das Havelland schon genügend Herausforderungen. Wir sollten besser Lösungen für sichere Arbeitsplätze und mehr Geld für die Städte und Dörfer finden, als über die Entmachtung der Landkreise nachzudenken. Havelländer sollen Havelländer bleiben.

Viele Havelländer klagen über schlechte Bus- und Bahnverbindungen. Was wollen Sie in diesem Bereich unternehmen?

Gersch: Für mich ist wichtig, dass in jede Stadt und in jedes Dort ein Bus fährt. Wir sind im Havelland gut aufgestellt mit unserem landkreiseigenen Busunternehmen. Das müssen wir weiter fördern und nicht nur auf die Wirtschaftlichkeit schauen. Mobilität ist heute wichtig für jede Generation. Wir müssen sicherstellen, dass alle Altersgruppen nach ihren individuellen Bedürfnissen jeden Ort erreichen können. Und auch der Schulbusverkehr ist unabdingbar für eine Region wie das Havelland. Alle Mädchen und Jungen in unserem Landkreis müssen die Schulen problemlos erreichen können, die für unsere Kinder die optimalen Bedingungen bieten. Das darf keine Frage des Wohnortes sein.

Wie kann der Landkreis die Flüchtlingsfrage bewältigen?

Gersch: Mit mir wird es keine weiteren Notunterkünfte in Traglufthallen oder ähnlichem geben. Ich bin gegen Massenunterkünfte. Wir dürfen wegen der Asylkrise nicht weiter finanziell ausbluten. Ich werde es nicht zulassen, dass die Havelländer den jahrzehntelang aufgebauten Wohlstand innerhalb von Monaten für eine falsche Bundespolitik verpulvern müssen. Abgelehnte Asylbewerber müssen deutlich schneller abgeschoben werden. Ich lehne die Ideologie der Willkommenskultur ab. Asylbewerber sind Gäste auf Zeit. Wir gewähren Schutz und Unterkunft, solange nötig. Nur, wer politisches Asyl zugesprochen bekommt, soll die volle Unterstützung für seine Integration in unsere Gesellschaft erhalten.

Von Philip Häfner

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