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Havelland Kakaobäume, Herkuleskeulen und alte Apfelsorten
Lokales Havelland Kakaobäume, Herkuleskeulen und alte Apfelsorten
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13:10 29.09.2014
Rosemarie Goldhorn aus Tremmen mit einer Herkuleskeule aus eigenem Anbau. Quelle: Hans-Peter Theurich
Falkensee

Mit einem voll beladenen Kinderbuggy kam Klaus-Werner Spengler schon kurz nach der Eröffnung am Sonnabendmorgen von der Pflanzenbörse hinterm Falkenseer Gutspark. Astern, Rittersporn und Lampionblumen finden eine neue Heimat im Garten der Familie in Finkenkrug.

Zwei Pflanzenbörsen gibt es jedes Jahr, veranstaltet von der Lokalen Agenda 21. „Sie sind immer gut besucht, im Frühling platzt die Wiese sogar aus allen Nähten“, sagte Günther Knöppler. Allerdings kritisierte Ursula Müller, dass die Börse in diesem Herbst zu spät kommt: „Die Wachstumsperiode ist so gut wie vorbei. Wenn man die Pflanzen setzt, besteht die Gefahr, dass sie nicht mehr richtig wurzeln“, meinte die Frau, die früher einen großen Garten hatte.

Ganze Bäume warteten auf neue Besitzer. Sabine Klaaßen nennt ein weitläufiges Grundstück in Dallgow-Döberitz ihr Eigen. Aber selbst 1000 Quadratmeter sind irgendwann einmal voll. So brachte sie jede Menge überzähliger Pflanzen mit, darunter auch eine üppige Hängeweide mit einer respektablen Krone.

Die Baumschutzgruppe Finkenkrug war mit einem Stand vertreten: „Wir wollen mehr in die Öffentlichkeit treten“, sagte Martina Dahms. Die Initiative setzt sich unter anderem dafür ein, dass nicht alle Bäume auf einem Baugrundstück gefällt werden.

Exotisches kam aus Tremmen. Rosemarie Goldhorn hatte riesige, hellgrüne gurkenartige Gewächse dabei. „Das sind Herkuleskeulen, eine Rankepflanze. Die Früchte werden mannshoch und hängen von den Ranken herunter“, erzählte die Hobbygärtnerin. Die Herkuleskeulen gehören zur Familie der Kalebassen oder Flaschenkürbisse und sind essbar, solange sie jung sind.

Kakaopflanzen, Butternusskürbisse, Zitronenbäumchen, Narzissen, die einen halben Meter hoch werden, das waren nur einige Exoten, die es neben Erdbeeren, Mädchenauge und vielen anderen Stauden zu verkaufen, zu tauschen und auch zu verschenken gab. Hans-Joachim Föhlisch bot eine ganze Palette leckerer Honigsorten an. Der Finkenkruger besitzt zwanzig Bienenvölker in der Nähe von Rohrbeck.

Aus Brieselang hatte Hildegard Möllenbeck einige alte Apfelsorten im Angebot. Ihr Stand war umlagert von fachsimpelnden Hobbygärtnern. „In unserem Garten stehen viele alte Apfelbäume, darunter ein Kaiser Wilhelm und ein Danziger Kantapfel. Für Allergiker sind die alten Sorten oft viel bekömmlicher als die Äpfel aus dem Supermarkt“, erklärte sie.

Thomas Lenkitsch von der Lokalen Agenda 21 führte den neuerlichen Erfolg der Börse auf die heimische Umgebung der Pflanzen zurück. „Die Stauden bleiben in der Gegend, sie sind an den Boden und das Klima gewöhnt. Sie gehen meistens besser an als die Pflanzen aus dem Gartencenter, die aus einer ganz anderen Umgebung stammen“, sagte er.

Hobbygärtner dürfen sich schon mal notieren: Die nächste Pflanzenbörse in Falkensee ist am 25. April 2015 geplant.

Von Judith Meisner

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