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Kaltes Wetter lässt Besucherzahlen einbrechen

Naturbad Premnitz Kaltes Wetter lässt Besucherzahlen einbrechen

Das Naturbad Premnitz beendet mit dem letzten Öffnungstag am 3. September seine diesjährige Saison. Die Bilanz fällt wie das Wetter durchwachsen aus. Im Mai und Juni waren die Besuchermengen sehr gut. Im Juli brachen die Zahlen dann ein, weil das Wetter viel schlechter geworden ist.

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Im Naturbad hat Erik Zimmermann mit dem letzten Schwimmkurs dieses Sommers begonnen.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Die Saisonbilanzen des Premnitzer Naturbades sind wie das Wetter. Ist es schön, strömen die Leute ins Bad. Ist es schlecht, fallen die Gästezahlen weniger schön aus. Die diesjährige Saison, die mit dem letzten Öffnungstag am Sonnabend, dem 3. September, beendet wird, war gekennzeichnet von einem anfänglichen Hoch, gefolgt von einem Tief. „Im Mai und Juni hatten wir 55 Prozent mehr Besucher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres“, berichtet Mathias Hohmann, der Vorsitzende des Betreibervereins Naturbad Premnitz. Im Juli sei das Wetter dann schlechter geworden, und die Besucherzahlen seien eingebrochen.

2014 waren im Naturbad 11 249 Gäste gezählt worden, 2015 war die Zahl um 13 Prozent auf 12 757 Besucher gestiegen. „Wenn wir in diesem Jahr noch 10 000 Gäste schaffen, müssen wir zufrieden sein“, resümiert Mathias Hohmann. „Die ewig angekündigten Regenschauer halten die Leute natürlich fern.“ Dass es vom Mittwoch an erheblich wärmer werden soll, hebt seine Stimmung nicht wirklich an. Wie immer werde das Bad am ersten Septemberwochenende schließen. Das Personal habe ohne größere Pausen die Saison durchgezogen, viele Wochenenden inbegriffen. Die Beschäftigten müssten ihre wohlverdiente Ruhe bekommen. Fünf Rettungsschwimmer waren dieses Jahr im Einsatz. 15 Minijobber haben täglich die Grünbereiche gepflegt, die Sanitäranlagen gereinigt und am Morgen vor der Öffnung die Fliesen geschrubbt.

Erstmals gab es drei statt der sonst zwei Schwimmlernkurse

Erstmals hat es dieses Jahr drei statt der sonst zwei Schwimmlernkurse für Kinder gegeben, weil die Nachfrage so groß war. Sie gehen über zwei Wochen, jeweils von Montag bis Freitag, 16.30 bis 17.30 Uhr. Die Erfolgsquote ist hoch. Es gibt so gut wie nie ein Kind, das bei den Fachkräften im Bad nicht das Schwimmen erlernt. Am Montagnachmittag hat der letzte Schwimmkurs dieses Jahres begonnen. Insgesamt nehmen an den drei Kursen 19 Kinder teil. Außerdem haben die Rettungsschwimmer in dieser Saison noch die Prüfungen für 22 Schwimmpässe in Bronze, Silber und Gold sowie acht Seepferdchen abgenommen. Das Bad hat seit Schuljahresende auch zwei einwöchige Durchgänge von Schwimm-Feienspielen organisiert. Daran haben 16 Mädchen und Jungen teilgenommen.

Es kann keine Saisonbilanz des Bades geben, ohne über Beachvolleyball zu berichten. Neun Turniere sind ausgerichtet worden, sieben hat der Kreissportbund organisiert. Eines war die Kreisolympiade und eines organisieren seit Jahren die Sportfreunde Brandenburg 94 aus der gleichnamigen Stadt. Mit vier Spielfeldern bietet das Naturbad gute Voraussetzungen. Weil die Netzanlagen in die Jahre kommen, sollen jeweils zwei in 2016 bzw. 2017 durch neue ersetzt werden. Fördermittel des Landkreises und eine Spende der Stadtwerke Premnitz machen es möglich.

Wasseraufbereitung durch die Kraft der Natur

Im Jahr 2013 hat die Stadt Premnitz für ihr Freibad eine neue Wasseraufbereitungsanlage installieren lassen, die nur auf die Kraft der Natur setzt.

Hauptbestandteil ist ein Filter, der mit 260 Kubikmetern Natursplitt gefüllt ist. Darin leben Bakterien, die das Badewasser reinigen.

Mit feinen Düsen wird das in einem Umlauf geführte Wasser oben auf dem Filter verteilt, durch den es dann hindurch sickert.

Hinter dem Filter gibt es ein Reinigungsbecken, in dem Phosphor abgetrennt wird. Dieses Element würde die Algenbildung fördern.

Die Investition zur Umwandlung in ein Naturbad kostete 300 000 Euro.

Die auf natürlichen Prozessen basierende Wasseraufbereitung habe tadellos funktioniert, teilt Mathias Hohmann. Das hätten die wöchentlichen Proben im Auftrag des Gesundheitsamtes bestätigt. Über Winter bleibt das Wasser in den beiden Becken drin. Alle Jahre wieder wird kurz vor Beginn der neuen Saison das Wasser aus den Becken abgelassen, um sie reinigen zu können. Anschließend wird das große Becken dann mit 2 000 Kubikmetern Wasser und das kleine Becken mit 500 Kubikmetern wieder gefüllt. Das Nass im Naturbad ist indes nicht so sehr „natürlich“, dass es aus der Havel kommt. Es wird immer aus dem Trinkwassernetz bezogen. Betreiberchef Mathias Hohmann ist mit der Saison 2016 zufrieden. „Wir haben das Bad für 13 Jahre von der Stadt gepachtet“, verrät er, „drei Jahre haben wir jetzt herum, und zehn weitere Jahre wollen wir es noch machen.“

Von Bernd Geske

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