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Havelland Dem Grundwasser auf der Spur
Lokales Havelland Dem Grundwasser auf der Spur
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02:11 22.02.2018
Der Gutachter Stephan Hannappel (re.) mit Mitgliedern der Arbeitsgruppe Grundwasser beim ersten Treffen in Rathenow. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Im politischen Jargon würde man das, was am Donnerstag im Rathenower Rathaus stattfand, als konstituierende Sitzung bezeichnen. Weniger offiziell ausgedrückt war es ein Kennenlerntreffen. Erstmals saßen der Diplom-Geologe Stephan Hannappel aus Berlin und die Mitglieder der projektbegleitenden Arbeitsgruppe zum Grundwasser-Gutachten an einem Tisch.

Hannappel hat Ende des vergangenen Jahres von der Stadt Rathenow den Auftrag erhalten, ein Grundwasser-Gutachten zu erstellen. Ziel seiner Untersuchung ist es, die Ursachen für die hohen Grundwasserstände rund um Rathenow ausfindig zu machen. Und dann, in einem zweiten Schritt, Maßnahmen zu benennen, die eine Senkung des Pegels bewirken könnten.

Der Termin im Rathaus hätte nicht besser gewählt sein können, um die Dringlichkeit eines solchen Gutachtens zu illustrieren. Nach Auskunft von Rolf Ursinus von der Bürgerinitiative Grundwasser, der mit BI-Mitstreiter Uwe Berner zur Arbeitsgruppe gehört, hat sich die Situation in den letzten Wochen verschärft. Die ersten Keller im Osten Rathenows seien wegen des drückenden Grundwassers bereits feucht. Und wenn der Winter so niederschlagsreich bleibe, werde sich die Situation noch verschärfen.

In schlechter Erinnerung werden Anwohner aus Rathenow-Ost den Winter 2010/11 haben, als wegen des hohen Grundwasserpegels Dutzende Keller absoffen und Leitungsschächte der Rathenower Wärmeversorgung geflutet wurden. „Mit dem Gutachten wollen wir Wege finden, solche Situationen künftig zu vermeiden“, sagt Rathenows Erster Beigeordneter Hans-Jürgen Lemle, der die projektbegleitende Arbeitsgruppe leitet.

65 000 Euro hat der Kreis der Stadt zur Finanzierung des Gutachtens bewilligt. In den kommenden Wochen wird Stephan Hannappel Messstellen installieren, um das Grundwassergeschehen beobachten zu können. An rund 50 Punkten werden zu diesem Zweck Rohre in die Erde getrieben, mit deren Hilfe der Grundwasserstand ermittelt werden kann.

Die Datenerhebung ist das A und O des Gutachtens. Denn nur die systematische und regelmäßige Pegelkontrolle kann Aufschluss darüber geben, was die unterirdischen Wasserströme beeinflusst. Diese Grundwasserziffern müssen darüber hinaus in Beziehung gesetzt werden zu weiteren Daten: den Niederschlagsmengen, dem Havelpegel, den Abflussvolumina in den Entwässerungsgräben. „Das ist ein hochkomplexes System, in dem sich viele Faktoren gegenseitig beeinflussen“, sagt Lemle. Mit dem Gutachten verbinde sich die berechtigte Hoffnung, Licht in dieses System zu bringen. Und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten, mit denen nasse Keller künftig vermieden werden können.

Das erste Treffen zwischen dem Gutachter und der Arbeitsgruppe, der neben den BI-Mitgliedern zwei Stadtverordnete, der Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes, der Rathenower Bauamtsleiter sowie ein Vertreter des Umweltamtes angehören, sei sehr konstruktiv verlaufen, sagt Lemle. „Alle Beteiligten haben ein großes Interesse daran, eine Lösung für das Problem zu finden.“ Er sei zuversichtlich, dass man dieses Ziel mit dem Gutachten erreiche.

Von Markus Kniebeler

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