Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Kanalsanierung sorgt für Verkehrsprobleme
Lokales Havelland Kanalsanierung sorgt für Verkehrsprobleme
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 08.12.2017
In den kommenden drei Wochen werden der Regenwasserkanal und die Schächte in der Falkenhagener Straße saniert. Quelle: Danilo Hafer
Anzeige
Falkensee

Um Punkt 7.45 Uhr, mitten im Berufsverkehr, wurde am Montagmorgen die Falkenhagener Straße vom Bereich der Rathauskreuzung bis zur Marwitzer Straße voll gesperrt. Damit war eine der Hauptverkehrsadern, auf der täglich rund 15.000 Fahrzeuge rollen, dicht. Die Vollsperrung, die noch bis zum 22. Dezember besteht, sorgte vor allem am Morgen zunächst für erhebliche Probleme im Verkehr. „An den Ampelanlagen entwickelte sich relativ schnell ein Rückstau, der bis in die Umfahrungen reichte und auch in der Bahnhofstraße gab es große Schwierigkeiten“, erklärte Bernd Metlitzky, Mitarbeiter des Falkenseer Tiefbauamtes. Die für die Straßensperrung zuständige Firma habe jedoch schnell reagiert und die Ampelphasen angepasst, um einen besseren Verkehrsfluss zu ermöglichen. „So konnte der Stau nach und nach abgebaut werden“, so Metlitzky.

Bis zum 22. Dezember ist die Falkenhagener Straße nur für Anlieger geöffnet. Eine Durchfahrt ist nicht möglich. Quelle: Danilo Hafer

Dennoch war es am Montag auf den Umfahrungen, aber auf im Bereich des Bahnhofes voll. Während sich ein Großteil der Autos und Lkw durch die Umleitung in der Marwitzer und Tegeler Straße quälten, suchten einige Autofahrer nach Alternativen und machten auch vor der Baustelle, die der eigentliche Grund für die Vollsperrung ist, nicht halt. Immer wieder fuhren Autos in die Straße, die nur für Anlieger weiter geöffnet ist, um dann festzustellen, dass sie nicht weiter kommen. Die Falkenhagener Straße bleibt in diesem Bereich noch bis zum 22. Dezember gesperrt.

Grund sind dringend notwendig gewordene Sanierungsarbeiten am Regenwasserkanal und den Schächten. Im Laufe der Jahre seien diese so marode geworden, dass sie nun einsturzgefährdet sind. „Wir haben keine Unterlagen zur Bauzeit der Straße, gehen aber davon aus, dass der Kanal in den 1930er Jahren gebaut worden sein muss“, erklärte Bernd Metlitzky. Seither wurde der Regenwasserkanal nicht saniert und ist nun so marode, dass eine Erneuerung unausweichlich ist.

Sanierung mit Hilfe eines Inliners

Bei der Sanierung haben sich die Tiefbauexperten für eine schnelle und kostengünstige Variante entschieden. „Wir werden das alte Rohr mit einem sogenannten Inliner stabilisieren“, so Metlitzky. Das Kunststoffrohr wird dafür in den bestehenden Kanal geschoben und aufgebläht, sodass sich das neue Rohr an das alte anschmiegt. Anschließend wird das Kunststoffmaterial mit einem Harz ausgehärtet, ähnlich wie man es auch aus dem Bootsbau kennt. „Das ist inzwischen eine gängige Methode, die neben Geld auch Zeit spart“, so Metlitzky. Ein kompletter Austausch des alten Regenwasserkanals hätte mindestens ein halbes Jahr gedauert. An einer Hauptverkehrsader wie der Falkenhagener Straße kaum denkbar.

Zeitplan muss eingehalten werden

Ob die Arbeiten bis zum 22. Dezember restlos fertiggestellt sein werden, könne heute noch nicht genau gesagt werden. „In jedem Fall wird die Straße an diesem Tag wieder für den Verkehr geöffnet, Restarbeiten können wir dann auch noch im Frühjahr erledigen“, so Metlitzky. Die Stadt Falkensee unterstützt die Bauarbeiten gemeinsam mit der Osthavelländische Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH. Die Straße liegt im Zuständigkeitsbereich des Landes.

Von Danilo Hafer

Nach einem Lkw-Unfall ist die B273 in Nauen (Havelland) am Montagabend für mehrere Stunden gesperrt worden. Ein Lastwagen ist von der Straße abgekommen und im Graben gelandet. Vor allem die Räumung der Unfallstelle hat die Helfer vor Schwierigkeiten gestellt.

04.12.2017

Der neu gegründete Verein Krea(k)tiv Stechow-Ferchesar möchte sich mit vielfältigen Ideen in das Gemeindeleben einbringen. Einmal im Monat wird gebastelt, gemalt, gestrickt und genäht. Darüber hinaus will der Verein vergessene dörfliche Traditionen wieder beleben.

27.02.2018

Der Biber knabbert und baut gerne – das hat in einer Gemeinde im Havelland für mächtig Aufregung gesorgt. Dort haben die Tiere einen rund 80 Zentimeter hohen Damm gebaut. Die Folge: in vielen Häusern liefen die Keller voll. Das brachte viele Anwohner auf die Palme. Nun ist der Damm weg – die Probleme aber nicht.

07.12.2017
Anzeige