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Karateschule sucht Trainingsräume – dringend

Rathenow Karateschule sucht Trainingsräume – dringend

Weil ein Haus in Rathenow nach und nach abgerissen wird, steht eine Karateschule bald ohne Trainingsräume da. Ein Ersatz ist bisher nicht in Sicht. Entweder die Räume eignen sich nicht oder sind schlicht zu teuer. Dem Trainer der Schule läuft nun die Zeit davon, der Druck steigt.

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Hier trainierten Cheungs Schüler bisher. Doch das Haus in der Curlandstraße wird vom neuen Investor abgerissen.

Quelle: Josephine Mühln

Rathenow. Die Zukunft der Kimura Karateschule in Rathenow ist noch ungewiss. Bisher fand das Training in einem Gebäude in der Curlandstraße statt – dieses lässt der neue Investor jetzt aber nach und nach abreißen. „Wir haben uns geeinigt, dass ich bis 31. Dezember dort ausziehe“, sagt Chao Cheung, Leiter der Schule. Sein Problem: „Man bekommt in Rathenow keine vernünftigen Räume zu einem guten Preis.“

Seit April wisse Cheung bereits, dass er die Trainingsstätte früher oder später räumen müsse – nur wurde dem Investor erst jetzt sein Bauantrag genehmigt. Genau so lange sei er auch auf der Suche nach alternativen Räumen für seine Schule, sagt der 44-Jährige. „Hier regiert das Prinzip ’Friss oder Stirb’ – alle wollen nur Kohle abgreifen. Ich finde es traurig, dass man keine Räume für einen vernünftigen Preis findet.“

Seit 2007 an dieser Stelle

Der Berliner und seine Karateschüler trainieren seit 2007 in der Curlandstraße. Insgesamt ist Cheung schon 16 Jahre in Rathenow tätig, kommt immer für das Training am Montag und Samstag ins Havelland. Seine Karateschule hat auch schon WM-Teilnehmer aus Rathenow hervorgebracht – „das gibt man nicht so einfach auf, die positiven Rückmeldungen sind ja da“. Cheung betreut immer 30 bis 50 Schüler, die zwischen fünf und 18 Jahre alt sind.

Ideal wären für den Karatelehrer 70 bis 80 Quadratmeter Trainingsfläche, dazu Toiletten und Duschen. Am Mittwoch war er bei Jörg Visintin in der Musikbrauerei – auch dort wurden ihm Räumlichkeiten angeboten. „Die Räume sind aber frühestens im Februar fertig und der Komplettausbau wirkt sich natürlich auch auf die Miete aus“, sagt Cheung.

Räume in der Musikbrauerei

In der Musikbrauerei würden dem 44-Jährigen 150 -160 Quadratmeter Gesamtfläche zur Verfügung stehen – „allerdings unter dem Dach, also muss man ein bisschen was abziehen“. „Vom Prinzip her wäre das aber in Ordnung und ich hoffe, dass sich die Tatsache, dass ich lange in den Räumen bleiben will, positiv auf die Mietkosten auswirkt“, ergänzt Cheung und lacht. Er wolle nun in den nächsten Tagen seine Vorstellungen zu Papier bringen und sich noch mal mit Visintin zusammensetzen. Ein weiterer Vorteil: Bis Februar könnte er trotzdem schon in der Musikbrauerei trainieren.

Stadt kann nicht weiterhelfen

Auch die Stadt hatte Cheung ihre Hilfe angeboten. Aber die Turnhallen seien voll. Außerdem könne er es seinen Schülern nicht zumuten, ständig die Trainingsstätte zu wechseln. Er lobt das Engagement der Eltern – „die sind wirklich sehr engagiert, halten die Ohren offen und haben auch schon beim Grundbuchamt nach Möglichkeiten gefragt“.

Die Zeit drängt, in drei Wochen muss Cheung eine Lösung gefunden haben. Bis dahin findet das Training aber weiterhin zweimal wöchentlich in der Curlandstraße statt.

Von Josephine Mühln

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