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Karibu-Schule komplettiert Ganztagsangebot

Paulinenaue Karibu-Schule komplettiert Ganztagsangebot

Zum Beginn des Schuljahres hatte die Karibu-Grundschule Paulinenaue ihr Ganztagsangebot gestartet, in den Winterferien folgte auch der Hort. Dort werden momentan 44 Kinder betreut, Platz ist für 60. Bisher waren die Hortkinder in den Kindertagesstätten in Paulinenaue, Pessin und Retzow untergebracht.

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Die Kinder im Hort in Paulinenaue werden auch von Erzieher Rainer Kleinbaum betreut, nicht nur beim Spielen. Er hilft zudem jenen Schülern, die bei der Erledigung der Hausaufgaben nicht ganz so schnell sind.
 

Quelle: Andreas Kaatz

Paulinenaue.  Mit den ersten Wochen ist Andreas Maaß zufrieden. „Die Zusammenarbeit mit der Schule ist hervorragend, wir begegnen uns auf Augenhöhe“, sagt der Hortleiter der Karibu-Grundschule. Eine Funktion, die es erst seit den Winterferien gibt. Denn da nahm der Hort erstmals seine Arbeit auf. Grund ist das Konzept als Verlässliche Halbtagsgrundschule (VHG), das bereits seit Schuljahresbeginn im vorigen Jahr praktiziert wird. Weil die Genehmigung vom Ministerium aber erst relativ spät kam, wurde das Hortprojekt verschoben. So blieben die Kinder vorerst weiter in den Kindertagesstätten in Paulinenaue, Pessin und Retzow. Das aber ist nun Geschichte.

44 Kinder haben Maaß und seine drei Kollegen unter ihren Fittichen, Platz ist für 60. Nicht alle Kinder, die bisher in den Kitas betreut wurden, besuchen aber den neuen Hort in Paulinenaue. Mehr als zehn wurden vor dem Umzug von ihren Eltern abgemeldet. Die jetzt in Paulinenaue sind, haben mit dem Ortswechsel aber kein Problem, wie Maaß meint. „Das gesamte System Hort hier wurde von den Kindern schnell angenommen.“ Der 45-Jährige, der aus Mecklenburg-Vorpommern stammt, ist seit März 2016 im Amt Friesack angestellt. Wie er sagt, war er zuvor an der Käthe-Kollwitz-Grundschule in Nauen, sammelte dort Erfahrungen in Sachen VHG, die er schon beim Aufbau des Hortes in der Kooperationsschule Friesack einbringen konnte und nun in Paulinenaue.

Zwei Räume stehen ausschließlich dem Hort zur Verfügung, weitere sind in Doppelnutzung. Dort findet vormittags Unterricht statt. Aber auch die Bibliothek, den WAT-Raum und die Turnhalle kann der Hort, der sich in Trägerschaft der Kommune befindet, mitnutzen. In den Osterferien soll noch mal investiert werden. Dann sollen je ein Klassen- und ein Hortraum renoviert und modernisiert werden – als Musterräume. Einer erhält eine Trittschalldämmung. Anschließend soll geschaut werden, wie strapazierfähig der Belag ist, um später gegebenenfalls weitere Räume damit auszustatten. Vorgesehen sind auch neue Tische und Stühle sowie klappbare Arbeitsflächen, die an die Wand kommen. Nicht zuletzt ist geplant, in Kürze die Außenspielfläche und den Schulhof neu zu gestalten.

Mit dem Hort an der Schule kann das VHG-Konzept jetzt besser umgesetzt werden, wie Schulleiterin Grit Stolle sagt. Ein anderes Problem bildete zu Beginn des Schuljahres noch der Bus um 13.20 Uhr. „Es gab keine Möglichkeit, dass er zehn Minuten später fährt, damit wir das vorgeschriebene Mittagsband von 50 Minuten haben“, sagt die Schulleiterin. Doch seit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember klappt dies nun. Allerdings stellte man fest, dass ein Bus Richtung Nauen nur montags bis Donnerstag am Nachmittag fährt, freitags nicht. Was ein Problem für eine AG darstellt. Hier hofft die Schule auf den nächsten Fahrplanwechsel.

Zum Ganztagskonzept gehören neben Blockunterricht, Mittagsband und Hausaufgabenzeit auch die Arbeitsgemeinschaften (AG). Vierzehn Stück an der Zahl gibt es derzeit – von Trommeln über Tischtennis und Schülerzeitung bis hin zu Kochen, Gitarre und Holzbearbeitung. Bestritten werden diese von Eltern, Lehrern und Kooperationspartnern. „Wir würden uns gerne noch mehr Kooperationspartner wünschen“, so Grit Stolle. Sie selber schätzt auch ein, dass der Hort gut gestartet ist, nachdem der Weg bis dahin nicht einfach gewesen war. „Die Schüler fühlen sich wohl.“ Zum Schuljahresende ist geplant, eine Elternbefragung durchzuführen, um zu erfahren, wie das Halbjahr bei ihnen angekommen ist.

Grit Stolle befürchtet aber, dass die derzeit zur Verfügung stehenden 60 Hortplätze auf lange Sicht nicht ausreichen werden. „In die Zukunft geschaut wird es eng.“ Schon jetzt liegen ihr 35 Neuanmeldungen vor, auch von außerhalb, so dass die 25 Plätze für die Erstklässler für das Schuljahr 2017/18 auf jeden Fall ausgebucht sein werden. „Und ich denke, in den Jahren danach auch“, meint sie.

Von Andreas Kaatz

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