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Karls bekommt eine Achterbahn

Elstal Karls bekommt eine Achterbahn

Neue Attraktionen wachsen gerade aus dem Boden von Karls Erlebnis-Dorf in Elstal. Es entstehen eine Kartoffelmanufaktur und eine Achterbahn, laut Robert Dahl die einzige in Deutschland mit Loren aus Holz.

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Die ersten Konturen der Achterbahn bei Karls sind bereits zu sehen.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Elstal. „Es wird die einzige Achterbahn in Deutschland sein, die mit Loren aus Holz fährt“, sagt Robert Dahl über sein jüngstes Vorhaben in Karls Erlebnis-Dorf in Elstal. Die Kräne sind schon von weitem zu sehen, die Bauarbeiten haben begonnen. „Wir wollen am 21. April eröffnen“, gibt sich der Firmen-Inhaber optimistisch. Die Bahn werde etwa eine Länge von 500 bis 600 Metern haben und in einer Höhe von bis zu zwölf Metern fahren.

Insgesamt investiert das Unternehmen Karls in das neue Projekt etwa neun Millionen Euro. Dabei geht es aber nicht nur um die Achterbahn, die die Anziehungskraft des Freizeitparks weiter steigern wird. Denn auch eine neue Manufaktur entsteht. Nach Marmelade, Bonbons und Fruchtgummis geht es jetzt um Kartoffelchips.

Der Weg der Kartoffelchips soll vom Feld bis in die Tüte gezeigt werden

„Wir wollen den Gästen den Weg der Kartoffel vom Feld bis in die Chipstüte aufzeigen“, erklärt Robert Dahl. Dabei habe man sich entschieden, drei alte Kartoffelsorten zu verwenden, die das Unternehmen Karls allerdings nicht selbst anbauen, sondern von Landwirten zu kaufen wird. Es handele sich um eine rote, eine violette und eine klassisch gelbe Sorte. „Die Kartoffeln werden mit Rapsöl frittiert und mit Ostsee-Salz gewürzt, bevor sie schließlich in der Tüte landen“, so Dahl.

Der Elstaler Standort von Karls habe sich seit der Eröffnung im Mai 2014 rasant entwickelt. Im vergangenen Jahr seien mehr als eine Million Besucher in den Erlebnispark an der B 5 gekommen, also etwa 3000 pro Tag, sagt Robert Dahl.

Erfreuliche Nachrichten gibt es aus Sicht des Unternehmens und der Gemeinde Wustermark außerdem in Bezug auf die Erweiterung beziehungsweise die Errichtung des Karls-Ferienresorts „Erdbeerland“ auf dem Areal der Löwenkaserne. „Ich denke, im zweiten Quartal kann das Raumordnungsverfahren beginnen und dann hoffentlich noch in diesem Jahr abgeschlossen werden“, sagte Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) Mittwochabend in der Elstaler Ortsbeiratssitzung.

Bedenken aus dem Weg geräumt

In Vorgesprächen seien einige Bedenken von Nachbarkommunen gegen das „Erdbeerland“ ausgeräumt worden, so Schreiber. Die Stadt Potsdam hatte Sorgen, dass im neuen Ferienressort Konkurrenz für den Einzelhandel in der Landeshauptstadt entsteht. Deshalb werde Karls ein Einzelhandelskonzept erstellen, in dem genau beschrieben ist, was verkauft werden soll. „Wir werden dort nur unsere in den Manufakturen hergestellten Dinge anbieten. Dazu vielleicht noch Accessoires, aber keine Elektrowaren oder Textilien. Das ist kein Problem“, erklärt Robert Dahl.

Auch die Vorbehalte der Stadt Falkensee, die in der Gartenstadt ein Hallenbad errichten wird und im entstehenden Bad im „Erdbeerland“ einen Konkurrenten sieht, scheinen aus der Welt. „In der Projektbeschreibung zum ’Erdbeerland’ hatten wir unser Bad nicht umfassend genug beschrieben. Deshalb waren die Ängste aus Falkenseer Sicht nachvollziehbar. Aber es ist sicher, dass wir uns wirklich auf den Spaßfaktor konzentrieren, also keine 25-Meter-Bahnen für Schwimmer bauen“, versichert Dahl. Das Bad werde vorwiegend den Bewohnern des Ferienressorts zur Verfügung stehen. Schwimmunterricht für Schulklassen sei dort nicht möglich. Selbst bei der geplanten Veranstaltungshalle bestehe nicht die Gefahr, dass Karls anderen Kommunen Gäste wegnehme.

Bauarbeiten für geplanten Freizeitpark beginnen 2019

Auf dem ehemaligen Gelände der Löwenkaserne baut das Unternehmen Karls in den nächsten Jahren einen großer Freizeitpark mit mehreren unterschiedlich ausgerichteten Themenhotels und Unterkünften für bis zu 2000 Menschen. Die etwa 46 Hektar große Fläche hat Robert Dahl von der Brandenburgischen Bodengesellschaft gekauft. Beginnen sollen die Bauarbeiten frühestens 2019. In Etappen sollen bis etwa 2027 insgesamt 100 Millionen Euro in das „Erdbeerland“ fließen. Ziel sei es, zum 100. Geburtstag des Familienunternehmens im Jahr 2021 den ersten Bereich eröffnen zu können, so der Firmenchef. Vorher müssen unter anderem Bodenuntersuchungen und eine Munitionsberäumung erfolgen.

Die Mehrzahl der Kasernen, die nicht unter Denkmalschutz stehen, würden abgerissen. Der weiße, 30 Meter hohe Löwenturm soll erhalten bleiben. Eine Idee ist, dort ein Museum mit der Geschichte des Geländes einzurichten.

Einer der wichtigsten Punkte im Verfahren zur Genehmigung des „Erdbeerlandes“ wird das Verkehrskonzept. Daran sollen das Land, der Landkreis, die Gemeinde und Karls (auch das Outletcenter) mitwirken. Im Gespräch sind eine Aufweitung der Abfahrten von der B 5 und ein Ausbau des Knotens an der Straße „Zum Erlebnis-Dorf“.

Von Jens Wegener

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