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Havelland Kastanien müssen Straße weichen
Lokales Havelland Kastanien müssen Straße weichen
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17:12 18.04.2018
Hinter Rhinow wurden 40 Bäume gefällt. Quelle: foto: Norbert Stein
Rhinow

Entlang der Bundesstraße 102 vom Kreisel Rhinow aus in Richtung Altgarz wurden in der vergangenen Woche 40 alte Kastanienbäume gefällt.

Bevor an den Bäumen mit Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde die Säge angesetzt wurde, hatten Experten ein Gutachten erstellt. Die Fachleute begutachteten die Vitalität und den Gesamtzustand der Kastanien Die Bäume seien „stark abgängig“, erklärt Karsten Ziehm, Leiter der Straßenmeisterei Rathenow das Ergebnis der Einschätzung der Baumgutachter.

Wie marode die Bäume gewesen sind, ist an den Stämmen sichtbar, die nun in einzelne Stücke gesägt, neben der Straße liegen. Die Stämme sind im Kern schon morsch oder teilweise sogar schon hohl. Das Holz und das Buschwerk der Bäume werden nun weggeräumt und die Stumpen gerodet.

Damit wird Baufreiheit geschaffen, wie es im Amtsdeutsch heißt. Die Bundesstraße soll vom Kreisel aus bis zur Dossebrücke vor Altgarz verbreitert werden. Die Bundesstraße werde in diesem etwa einen Kilometer langen Teilabschnitt auf acht Meter Breite ausgebaut, erklärt Karsten Ziehm. Verbreitert wird die Straße auf der Radwegseite.

Der Ausbau auf eine für Bundesstraßen vorgesehen Regelbreite war seitens des Landesamtes für Straßenwesen schon lange beabsichtigt, konnte aber wegen der Kastanien nicht realisiert werden. Nun, da die Bäume morsch sind und gefällt werden mussten, kann die Straße nun verbreitert werden.

Die Planungen sind bereits erledigt. Derzeit werde die Ausschreibung zur Vergabe der Aufträge vorbereitet, erklärt Karsten Ziehm den derzeitigen Arbeitsstand. Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2017 würden die Bauarbeiten zur grundhaften Verbreiterung des Straßenabschnitts beginnen können, so der Leiter der Straßenmeisterei Rathenow. In der Ortslage von Altgarz wird die Straße nicht verbreitert. Dort bleiben auch die alten Eichenbäume erhalten. Bereits 2015 zur Bundesgartenschau im Havelland wurde der Kreisel Rhinow ausgebaut und im Inneren vom Otto-Lilienthal-Verein Stölln mit einem Lilienthal-Flugmodell gestaltet.

Nachdem ein Leser vor einiger Zeit Beschwerde geführt hatte, es würden zu viele Bäume gefällt, hatte Karsten Ziehm aufgezeigt, wie akribisch das Baumklataster für die einzelnen Straßen geführt wird. Jeder Baum hat sozusagen seine eigene Akte. Und ohne Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde kann an den Bäumen nichts verändert werden.

Von Norbert Stein

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