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Havelland Katja Schönitz setzt auf digitale Kommunikation
Lokales Havelland Katja Schönitz setzt auf digitale Kommunikation
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11:18 27.02.2018
Katja Schönitz Quelle: Tanja M. Marotzke
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Wustermark

Als sie vom Wustermarker Gemeindevertreter Tom Karrei gefragt wurde, ob sie sich vorstellen könne, als Bürgermeister-Kandidatin für Bündnis 90/Die Grünen anzutreten, war Katja Schönitz erstmal überrascht. „Mein anspruchsvoller Beruf, dann ziehe ich einen neunjährigen Jungen groß und habe bis vor Kurzem ein Familienmitglied gepflegt – da war nicht viel Zeit, um auf der politischen Bühne in Wustermark zu agieren“, beschreibt die 35-Jährige ihre Lage. Doch nach einigem Überlegen sagte sie Ja. Nun ist Katja Schönitz die einzige Frau unter den sechs Kandidaten für den Bürgermeisterposten.

In Staaken geboren lebt Katja Schönitz inzwischen in Elstal. Ihre berufliche Tätigkeit als Projektleiterin im Gesundheitsmanagement eines Unternehmensteils der Deutschen Bahn erledigt die studierte Soziologin in Berlin. In ihrer Freizeit stehen ausgedehnte Spaziergänge, gern in der Döberitzer Heide, Reisen, um die Welt zu entdecken, und viel lesen auf ihrem Plan. „Es sind vor allem psychologische und soziologische Fachbücher sowie Werke über die Gesundheit des Menschen, die mich faszinieren“, sagt die Elstalerin und ergänzt, dass sie auch sehr gern näht.

Politisch aktiv war die junge Frau bisher nicht. Parteizugehörigkeit habe sie nie interessiert. Aber: „Von der Lebensweise her bin ich grün.“ Deshalb auch ihr Einverständnis zur Nominierung. „Ich wohne im Umland von Berlin, weil ich die Ruhe und das Grün genieße. Umso schlimmer, dass hier immer mehr zugebaut und abgeholzt wird. Manchmal ist weniger mehr“, sagt Schönitz und spricht die weitere Verdichtung der Eisenbahnersiedlung in Elstal an. „Im April 2017 habe ich mit Freunden in kürzester Zeit mehr als 140 Unterschriften gegen die Bebauung der Gärten dort gesammelt. Das war ein wichtiger Impuls für mich, weil wir verhindern konnten, dass mehr als fünf zusätzliche Häuser entstehen.“

Neben dem Erhalt der Bäume in der Gemeinde will Katja Schönitz sich für regelmäßige Lärm– und Schadstoffmessungen rings um das Outletcenter einsetzen, um den jetzt schon „überdimensionalen Autoverkehr“ eindämmen zu können. „Die Belastung für die Anwohner ist hoch, deshalb muss ein Verkehrskonzept her, das schnell den Individualverkehr sinken lässt und den Öffentlichen Personennahverkehr stärkt“, so die 35-Jährige. Als unverzichtbar wichtig sieht sie an, dass jetzt ein Pool für potenzielle Ausgleichsflächen in der Gemeinde geschaffen wird, damit Nach- beziehungsweise Ersatzpflanzungen für Baumaßnahmen ortsnah erfolgen können. „Zudem dürfen trotz aller Bauanfragen nicht alle Erholungsflächen verloren gehen.“

Auch wenn sie sich in den kommunalpolitischen Abläufen noch nicht so genau auskennt, hätte sie im Fall einer Wahl zur Bürgermeisterin keine Sorgen, dieses Amt zu meistern. Dank ihrer beruflichen Tätigkeit weiß sie mit Mitarbeitern umzugehen. „Ich freue mich auf die Menschen in der Verwaltung und will mich der Verantwortung stellen“, sagt sie.

Ändern würde sie einiges im Rathaus. Zuerst sei es geboten, die digitale Kommunikation zu erweitern, die Homepage der Gemeinde zu verbessern, „damit die Bürger auch finden, was sie suchen.“ Sie weiß, dass das nicht von heute auf morgen geschehen kann, will es aber zügig angehen: „Damit würde man auch die Bürgerbeteiligung an der Kommunalpolitik erhöhen.“

Ob sie Bürgermeisterin wird? „Ich hoffe, in eine mögliche Stichwahl zu kommen. Schon aus dem Grund, weil dann die Frauen mehr Beachtung finden. Schließlich sind im Wustermarker Gemeindeparlament gerade mal drei weibliche Vertreterinnen. Das sollte sich ändern.“ Selbst wenn sie es nicht auf den Rathausstuhl schaffen sollte, will Katja Schönitz weiter politisch aktiv sein und sich „für die Themen des Miteinanders, der Lebensqualität und der Ökologie eintreten. In welcher Form das sein wird, kann ich jedoch noch nicht sagen.“

Von Jens Wegener

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