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Havelland Kauf des Sportplatzgeländes weiter offen
Lokales Havelland Kauf des Sportplatzgeländes weiter offen
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18:15 30.11.2016
ESV-Platzwart Enrico Lüdke kreidet die Linien nach. Quelle: Foto: Tanja M. Marotzke
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Elstal

Enttäuscht verließen die Vertreter des ESV Lok Elstal am Dienstagabend die Aula der Oberschule in Elstal. Hatten doch die Wustermarker Gemeindevertreter die eigentlich anstehende Entscheidung über einen finanziellen Zuschuss an den Sportverein zum Kauf der Sportanlage im Ernst-Walter-Weg in Elstal vertagt. Im Dezember wollen sich die Kommunalpolitiker nun in einer Sondersitzung mit dem Thema befassen.

Zuvor hatte Andreas Stoll von der Wustermarker Wählergemeinschaft (WWG) den „in dieser Angelegenheit handelnden Personen“ schwere Versäumnisse vorgeworfen und damit Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) dazu bewegt, die von der Verwaltung eingebrachte Beschlussvorlage zurück zu ziehen. „Alle unsere seit Oktober gestellten Fragen zu dem Grundstückskauf, zu möglichen Folgekosten, zu Konsequenzen, sollte der Sportverein irgendwann nicht mehr existieren, wurden nicht beantwortet. Es gibt nichts Schriftliches. Wir können doch nicht 110 000 Euro einfach freigeben, ohne Sicherheiten zu haben“, argumentierte Stoll. Gleichzeitig räumte er ein, dass auch die WWG den Ankauf der Sportanlage durch den ESV Lok Elstal unterstützt. Deshalb soll die Gemeindeverwaltung nun Unterlagen vorlegen, um eine Abstimmung im Dezember zu ermöglichen.

Es drängt die Zeit, denn das Bundeseisenbahnvermögen als Eigentümer des Sportgeländes will den Verkauf noch in diesem Jahr über die Bühne bringen. „Eigentlich sollte der Kaufvertrag am 19. Dezember unterschrieben werden“, sagte ESV-Vorsitzender Axel Demitrowitz der MAZ.

Nach jahrelangen Verhandlungen besteht jetzt die Möglichkeit, dass der Elstaler Sportverein die Fläche von etwa 44 000 Quadratmetern zu einem Sonderkaufpreis von 101 080 Euro zuzüglich etwa 9000 Euro Nebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Eintragungsgebühren in das Grundbuchamt) erwerben kann. Der Verkauf des Grundstückes an die Gemeinde Wustermark oder an Dritte würde mindestens den dreifachen Kaufpreis erfordern, da die Sonderkondition nur für Sportvereine besteht.

Da der Verein über keine ausreichenden finanziellen Mittel verfügt, hatte die CDU-Fraktion in der Septembersitzung der Gemeindevertreter den Antrag gestellt, dass die Gemeinde Wustermark die Kosten für den Grunderwerb übernehmen soll. Die Mehrheit der Kommunalpolitiker befürwortete das mit der Maßgabe an die Verwaltung, bis zur Novembersitzung entsprechende Unterlagen vorzubereiten.

Zwar konnte die Finanzierung der 110000 Euro aus dem laufenden Haushalt der Gemeinde abgesichert werden – Wustermark erhielt 2016 gut 320 000 Euro mehr Allgemeine Schlüsselzuweisungen vom Land als geplant – aber das Vertragswerk mit dem ESV Lok Elstal zum Kauf des Grundstückes ist noch nicht fertig. Bürgermeister Holger Schreiber erklärte: „Die Abstimmungen zwischen den drei Beteiligten laufen noch.“ Trotzdem unterstütze er den Kauf des Sportplatzes durch den Verein mit Hilfe eines Zuschusses der Gemeinde, „weil es dazu keine Alternative gibt“, so Schreiber.

Von Jens Wegener

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