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Havelland Keine Bedenken wegen des Lärms
Lokales Havelland Keine Bedenken wegen des Lärms
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00:19 08.12.2017
Solche roten und halbrunden Erdbeer-Verkaufsstände von Karls lagern in Börnicke. Quelle: privat
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Börnicke/Nauen

„Aus Sicht des Immissionsschutzes und aufgrund der im Umfeld vorhandenen Nutzungen kann davon ausgegangen werden, dass einer Festsetzung des Plangebiets als Gewerbegebiet nichts entgegensteht.“ Zu dieser Erkenntnis kommt ein Fachbüro, das im Auftrag der Karls Markt OHG erste Untersuchungen zum Schallschutz für ein künftiges „Gewerbegebiet Börnicke“ am Mühlenweg erstellt hat.

So sprachen sich die Nauener Stadtverordneten Montagabend einstimmig dafür aus, das Verfahren fortzusetzen und den Entwurf des Bebauungsplanes jetzt öffentlich auszulegen. Das bedeutet, dass sich alle Träger öffentlicher Belange, also Behörden und Institutionen, sowie die Bürger beteiligen und ihre Einwände geltend machen können. Dann entscheiden die Stadtverordneten und der Landkreis, ob das Gewerbegebiet kommt oder nicht. „Man sollte so fair sein und einem potenziellen Investor die Chance auf ein faires Verfahren geben“, hatte Nauens Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD) argumentiert, weil im Saal einige Börnicker Anwohner vertreten waren, die dieses Gewerbegebiet aus Lärmschutzgründen nicht wollen

Seit vielen Jahren lagert die Firma Karls Markt OHG ihre roten Erdbeer-Verkaufsstände für Berlin und Brandenburg in einer Halle in Börnicke. Jetzt soll (oder muss) aus der Nutzung ein rechtssicherer Zustand gemacht werden. „Deshalb der Bebauungsplan zu einem Gewerbegebiet“, sagte Robert Dahl. Er war Montagabend nach Nauen gekommen, um auf die zu erwartenden Proteste und Einwände von Börnicker Bürgern reagieren zu können, die sich bereits im Nauener Bauausschuss angedeutet hatten.

Anwohner Ulrich-Michael Peeters wiederholte seine Bedenken gegen ein Gewerbegebiet in der Nähe der Wohnhäuser, weil er eine zu große Lärmbelästigung befürchtet. „Wir sind nach Börnicke gezogen, weil wir Ruhe haben wollen. Wenn jetzt dort Gewerbe hinkomme, sei es wohl mit der Ruhe vorbei. Bereits in den letzten Jahren wäre es sehr laut gewesen, wenn vor und nach der Erdbeersaison die Stände abgeholt oder wieder angeliefert wurden. Das sei oft nachts geschehen oder an Wochenenden, sagte Peeters.

Nach der Wende hat das Unternehmen Karls das 50 000 Quaderatmeter große Grundstück in Börnicke gekauft, um in einer Halle die Erdbeerverkaufsstände unterbringen und reparieren zu können. Nun sollen sich im Zuge des Gewerbegebietes aber auch noch andere Firmen auf dem Areal ansiedeln, die „ein leises Gewerbe ausüben“, so Dahl. „Konkretes kann ich noch nicht sagen, weil das Gewerbegebiet ja erstmal ausgewiesen werden muss.“ Was die zu erwartende Lärmbelästigung angehe, sei man an die Vorgaben der TA Lärm gebunden. „Bisher lagen wir beim Lärm mit 39 Dezibel tagsüber weit unter dem Erlaubten für ein Wohngebiet“, so Dahl. Außerdem soll die Zufahrtsstraße, die noch eine unbefestigte Hoppelpiste ist, durchgängig asphaltiert werden. Angeboten hat der Karls-Chef auch, den Grünstreifen hin zu den etwa 90 Meter entfernten Wohnhäusern zu verbreitern, so dass weniger Lärm durchdringt.

Der Ortsbeirat Börnicke hat dem Vorhaben und dem Planentwurf zugestimmt. „An diesem Votum müssen wir uns als Stadtverordnete auch orientieren“, sagte SPD-Stadtverordneter Dirk Buge.

Von Jens Wegener

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