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Keine Entscheidung zur Grundschule

Wustermark Keine Entscheidung zur Grundschule

Der Umfang der Erweiterung der Grundschule „Otto Lilienthal“ in Wustermark steht noch immer nicht fest. Weil am Dienstagabend keine konkreten Zahlen zu den Kosten vorlagen, wurde die Entscheidung auf September verschoben. Sicher scheint aber, dass eine Turnhalle gebaut wird.

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Die Grundschule muss wachsen. Nur ist noch nicht klar, wie groß der Neubau werden soll.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Wustermark. Auch nach einer fast zweistündigen, teils kontroversen Diskussion und zwei Unterbrechungen haben die Wustermarker Gemeindevertreter am Dienstagabend keine Entscheidung zum Ausbau der Grundschule „Otto Lilienthal“ getroffen. Zu viele ungeklärte Fragen, zu wenig Fakten – so begründeten fast alle Politiker ihre Position zu der von der Gemeindeverwaltung vorgelegten Beschlussvorlage.

Es hagelte Kritik an Verwaltung und Planungsbüro

Es hagelte vor allem von der Zählgemeinschaft aus CDU, SPD und Grünen massive Vorwürfe an die Verwaltung und das verantwortliche Planungsbüro Sander & Hofrichter aus Berlin. Auf den Punkt brachte es Grünen-Abgeordnete Ingeborg Kalischer: „Wir wissen doch gar nicht, über welche Summen wir abstimmen sollen. Es liegen keine Kostenvarianten zur Erweiterung vor. Das wäre aber die Aufgabe des Planungsbüros gewesen.“ Ihr Parteilkollege Andreas Türk beklagte sich darüber, dass es keine Aussage zu einer möglichen Förderung der neuen Turnhalle gibt. An Bürgermeister Holger Schreiber gewandt sagte Türk: „Sie sollten im Vorfeld klären, ob es für die Halle auch Fördermittel vom Land geben kann, wenn wir die Halle kleiner bauen als es die DIN-Norm vorsieht. Das ist nicht passiert.“

Alle sind sich einig, dass eine neue Turnhalle nötig ist

Fakt ist, dass sich alle Abgeordneten einig sind, dass für die Grundschule eine neue Turnhalle nötig ist. Einig ist man sich auch darin, dass diese Halle parallel zu dem neuen Schulerweiterungs- und Hortgebäude gebaut werden soll. „Aber wir dürfen den ursprünglich mal gesetzten Kostenrahmen nicht wesentlich überschreiten, damit die Gemeinde finanziell nicht handlungsunfähig wird und wir wieder in die Haushaltssicherung fallen“, argumentierte CDU-Fraktionschef Oliver Kreuels. Besagter Kostenrahmen für beide Bauten liege bei etwa sieben Millionen Euro, so Kreuels. Er beantragte deshalb im Namen der Zählgemeinschaft, dass bis zur nächsten Sitzung im September zwei Kostenvarianten für die Schulerweiterung mit Turnhalle auf dem Tisch liegen sollen: „Wir brauchen scharfe Zahlen und eine Raumoptimierung genau auf das Mindestmaß, das vom Bildungsministerium für Grundschulen vorgeben ist.“

Kostensteigerung konnte nicht erklärt werden

Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) versuchte wiederholt, die Position der Verwaltung zu erklären. Er könne doch nicht ohne Beschluss der Gemeindevertreter einfach Räume rausnehmen oder die Turnhalle in den Abmaßen verändern. Eine klare Begründung, warum der finanzielle Rahmen von sieben Millionen Euro von der Planern weit überschritten wurde und die Bausumme zwischenzeitlich bei mehr als 10 Millionen Euro lag, konnte Hubertus Sander von der Geschäftsführung des Planungsbüros Sander & Hofrichter nicht liefern. Allerdings sei bei den ersten Kostenschätzungen nicht die Technik und der Sanitärbereich der Gebäude enthalten gewesen.

Klar ist jetzt, es wird beim Schulerweiterungsgebäude die Möglichkeit einer späteren Aufstockung weggelassen. Genauso wie eine Tribüne für die Turnhalle.

Von Jens Wegener

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