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Havelland Keine Entscheidung zur Zukunft der RB 21
Lokales Havelland Keine Entscheidung zur Zukunft der RB 21
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00:32 05.03.2018
Die Wustermarker wehren sich dagegen, dass sie abgehängt werden. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Wustermark/Potsdam

Mit Spannung hatten die Wustermarker die Sitzung des Infrastrukturausschusses des Landes in Potsdam erwartet. Ob es was gebracht hat, wissen sie aber nicht.

Ministerin versprach weitere Prüfung

Maria Zunke von der Bürgerinitiative Wustermark gehörte zu den 15 Bürgern, die am Donnerstagabend zur Ausschusssitzung nach Potsdam gefahren waren. „Bürgermeister Holger Schreiber hat noch einmal gesprochen, er hat eine eindrucksvolle Rede gehalten“, sagte sie. Er sprach über die Bedeutung des Bahnhofs Wustermarks für die Region. Auch Maria Zunke erhielt Rederecht. Am Ende der Debatte versicherte Ministerin Kathrin Schneider, dass der Landesnahverkehrsplan immer noch in der Prüfungsphase sei. „Sie sagte: Es wird ein Lösung geben, aber keine einfache“, berichtete Maria Zunke. Was dieser Satz jedoch genau bedeutet, sei unklar. Er ist in jede Richtung interpretierbar.

Debatte über Prozedere

In der Debatte hatte Maria Zunke schon den Eindruck, dass sich die Abgeordneten den Einwänden der Wustermarker nicht verschließen. Aber dann wurde doch weniger inhaltlich, als vielmehr über das Prozedere beschlossen. Nämlich darüber, ob der Ausschuss über den Verkehrswegeplan abstimmten soll oder ob nur – wie derzeit vorgesehen – „ein Benehmen hergestellt“ wird. „Ich gehöre zu denen, die dafür sind, dass sich alle Abgeordneten des Landtages mit dem wichtigen Plan befassen“, erklärte Ausschussvorsitzender Danny Eichelbaum (CDU).

Gegen Abkopplung von Wustermark

Gegen den vorgelegten Landesnahverkehrsplan hatte es viele Proteste gegeben, besonders viele waren aus Wustermark gekommen. Nach dem neuen Plan soll die neue RB 21 von Potsdam über das Havelland nach Berlin fahren, aber nicht den Wustermarker Bahnhof anfahren. Dafür soll ein neuer Bahnhof Elstal-West mit Blick auf die Entwicklung des Outlet-Centers und von Karls Erlebnishof entstehen. „Das nützt weder Wustermark noch Elstal, an deren Bahnhöfen würde sich das Angebot für tausende Pendler verschlechtern“, kritisierte Maria Zunke noch einmal.

Dieser Kritik haben sich nicht nur 1900 Wustermarker in einer Unterschriftenliste angeschlossen, Proteste kommen auch aus dem GVZ Wustermark und aus dem Kreistag. Die Fraktion der Linken im Landtag hatte in einem Offenen Brief an die Ministerin hatte eine Korrektur der RB-21-Pläne gefordert, so dass eine Abkopplung der Bahnhöfe Wustermark und Elstal von der RB 21 nicht erfolgt.

„Der Bürgermeister und die Vertreterin der Bürgerinitiative haben ihre Argumente sehr sachlich und konstruktiv vorgebracht“, meinte Danny Eichelbaum. Mehrere Abgeordnete des Ausschusses haben sich in den letzten Wochen in Wustermark direkt ein Bild gemacht, um nicht am grünen Tisch über die Sorgen der Havelländer zu diskutieren. „Die Ministerin versprach eine Prüfung, wir werden nachhaken und nicht lockerlassen“, versprach Eichelbaum, „das war nicht die letzte Diskussion zu dem Thema.“

Von Marlies Schnaibel

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