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Keine Frauen-Dusche bei der Feuerwehr in Rathenow

Platzmangel in der Wache Keine Frauen-Dusche bei der Feuerwehr in Rathenow

Die sanitären Verhältnisse für die zwölf weiblichen Einsatzkräfte der Rathenower Ortsfeuerwehr sind miserabel. Keine Dusche und nur eine einzige Toilette. Doch ein Ende dieses unhaltbaren Zustands ist absehbar. Im Jahr 2019 wird im Erdgeschoss der Feuerwache ein großer Raum frei, der zum Sanitärbereich umgebaut werden soll.

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Im Erdgeschoss der Wache, wo momentan unter Leitung von Mirco Theißen die Schläuche gereinigt werden, könnte 2019 ein Sanitärtrakt untergebracht werden.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Die Rathenower Feuerwache hat ein echtes Raumproblem. Die Rede ist nicht von der Technik- und Fahrzeughalle, in welcher der Platz reichlich knapp ist. Es geht um den Sanitärbereich. Von der akuten Raumnot betroffen sind vor allem die Frauen. Für die zwölf aktiven Einsatzkräfte weiblichen Geschlechts gibt es eine einzige Toilette und keine Duschmöglichkeit. „Das sind inakzeptable Bedingungen“, sagt Rathenows Ortswehrführer Oliver Lienig. Gerade Feuerwehrleute seien extremen Belastungen durch Rauch und Schmutz ausgesetzt. Es gehöre zum Mindeststandard einer Feuerwache, dass man sich nach einem Einsatz vernünftig duschen könne.

Die Situation für die Rathenower Feuerwehrmänner ist zwar auch nicht ideal, aber um einiges besser. Immerhin gibt es je zwei Duschen und Toiletten. Was bei 62 Aktiven nicht gerade luxuriös ist. Aber mit ein bisschen Disziplin können die Männer sich nach einem Einsatz den Dreck vom Leib spülen.

Dass die Feuerwehrleitung angesichts der geschilderten Zustände nicht auf die Barrikaden geht, hat einen Grund. Es ist nämlich eine Besserung in Sicht. Im Jahr 2019 soll die Schlauchwäsche, die sich derzeit im Erdgeschoss der Wache befindet, in das im Aufbau befindliche Feuerwehrtechnische Zentrum in Friesack umgesiedelt werden. Dann würde der rund 80 Quadratmeter große Raum frei und könnte zu einer Sanitäranlage mit nach Geschlechtern getrennten Bereichen umgebaut werden. „Das wäre ideal“, sagt Oliver Lienig. „Denn dann könnten die Kameraden und Kameradinnen gleich nach dem Einsatz unter die Dusche und müssten nicht noch die Treppen zum 1. OG hochstiefeln.“

Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus hat die Angelegenheit im Blick. „Wir wissen um die nicht zeitgemäßen Bedingungen im Sanitärbereich“, sagt er. Nach dem Umzug der Schlauchwäsche werde man sich darum kümmern, dort eine Sanitäranlage einzurichten. Wie genau der Umbau erfolgen werde, müssten die entsprechenden Planungen zeigen, die man zu gegebener Zeit in Auftrag geben werde.

Die Sanitäranlage ist übrigens nicht der einzige Bereich der Rathenower Feuerwache, in der sich die beengte Lage entspannen wird. Auch für die Bekleidung der Einsatzkräfte wird bald mehr Platz zur Verfügung stehen. Derzeit befinden sich die Klamotten im Erdgeschoss in unmittelbarer Nähe der Fahrzeuge. Doch der Platz für über 80 Bekleidungssets – Ersatz- und Ausgehuniformen inklusive – ist reichlich eng.

Nicht mehr lange. Ende des Jahres wird nach Auskunft von Oliver Lienig die Hausmeisterwohnung im 2. Obergeschoss der Feuerwache frei. Die Räumlichkeiten sollen danach zur Bekleidungskammer umfunktioniert werden. Auf den rund 60 Quadratmetern wäre dann ausreichend Platz, die Kleider der Einsatzkräfte wohlgeordnet zu lagern. Vor allem wird es dann möglich sein, die beim Einsatz verdreckten und verrauchten Kleidungsstücke von der sauberen Ersatzkleidung zu trennen. „Das hilft uns sehr“, so Lienig. Das Umfunktionieren der Wohnung zur Bekleidungskammer sei übrigens keine große Sache. Das werde man in kurzer Zeit ohne viel Aufwand hinbekommen.

Von Markus Kniebeler

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