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Keine Sternschnuppen über Milow

Nacht der Perseiden Keine Sternschnuppen über Milow

Rund 40 Menschen hofften in der Nacht zu Donnerstag auf viele Sternschnuppen. Doch sie wurden enttäuscht: Der Himmel über Milow war so wolkenverhangen, dass sie kaum einen Blick auf die Sterne werfen konnten.

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40 Besucher waren nach Milow gekommen.

Quelle: Norbert Stein

Milow. In der Nacht zum Donnerstag blieb der Himmel über Milow verhangen von Wolken. Auf dem Sportplatz hoffen dennoch alle auch ein Happyend in der Nacht der Perseiden. Etwa 40 Männer, Frauen und Kinder sind mitten auf dem Platz, wo sonst Feldhandball gespielt wird. Vom Liegestuhl aus richten sie ihre Blicke gebannt und vor allem aber geduldig zum Himmel. Einige Besucher plaudern in kleinen Gruppen über Astronomie oder Entwicklungschancen im Sternenpark Westhavelland. Gemeinsam haben sie einen Wunsch an dem dunklen Mittwochabend: Sie wollen Sternschnuppen sehen.

Jedes Jahr um den 12. August herum kreuzt die Erde auf ihrem Weg um die Sonne die Umlaufbahnen eines Kometenstroms, der aus Auflösungsprodukten eines Kometen besteht. Wenn diese Objekte in einer Geschwindigkeit von 70 bis 100 Kilometern in der Stunde aus dem Weltraum in die Erdatmosphäre eindringen, verursachen sie eine Leuchterscheinung, die Sternschnuppen. Und was ist daran so imposant, um sich in der Nacht auf einem Sportplatz zu legen? „Sternschnuppen sind eine wunderbare Naturerscheinung. Das macht sie so reizvoll“, meint Rolf König, der von 1988 bis zu seinem Ruhestand das astronomische Zentrum „Bruno H. Bürgel“ in Potsdam leitete und seit etwa Jahren als Astronom die Arbeit im Sternenpark Westhavelland unterstützt.

Die 10jährigen Zwillinge Alicia und Sarah haben einen anderen Grund, weshalb sie mit ihrer Mutter Kornelia Marks auf den Sportplatz gekommen sind. „Wer eine Sternschnuppe entdeckt, kann sich etwas wünschen“ , sagen die Zwillinge, während sie weiter ihre Blicke zum Himmel richten, an dem weder Stern noch Schnuppe zu sehen sind. Aber die Mädchen beweisen Ausdauer. Auch als ihre Mutter die Zeit mit Geschichten zu Fledermäusen, die sich auch wohlfühlen in der Nähe des Sportplatzes, etwas überbrücken möchte. „Mutti, deshalb sind wir nicht hier“, machen die Mädchen klar, worauf es ihnen an diesem Abend ankommt – nämlich Sternschnuppen gucken.

Die Aussicht seiner Frau im Sternenpark Westhavelland das Naturereignis Sternschnuppen zeigen zu können, war für Alexander Janus ausschlaggebend am Mittwochabend von Berlin-Zehlendorf nach Milow zu kommen. Das Besucherzentrum des Naturparks Westhavelland hatte die Veranstaltung organisiert.

Die Astronomie ist auch das Hobby von Norvert Venz. Jeden Abend vorm Fernseher sitzen ist nichts für ihn. Seit seiner Pensionierung beschäftigt er sich gerne mit Sternen. Auf dem Sportplatz plaudert der heute 80-Jährige mit Naturparkleiterin Ilona Langgemach. Sie diskutieren, welche Chancen es gibt, den Sternenpark noch breitenwirksamer für die Entwicklung der Region zu nutzen.

Die Uhrzeiger sind mittlerweile auf 22.30 Uhr vorgerückt. Himmelsexperte Rolf König blick prüfend nach oben und geht dann zu den Liegestühlen, auf denen die Besucher weiter ausharren, um ihnen seine Erkenntnis mitzuteilen. „Die Wolken werden immer dichter. In dieser Nach bekommen wir in Milow keine Sternschnuppen zu sehen“, sagt er mit dem Trost, dass die nächsten Nächte vielleicht besser sind zum Sternschnuppen gucken. Die Besucher machten sich auf dem Heimweg. Mitnehmen konnten sie aber Wissen aus einem Vortrag Rolf König, der die Nacht der Perseiden eröffnet hatte.

Von Norbert Stein

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