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Keine schnelle Lösung für Motorboote

Ketziner Bürgerinitiative ist enttäuscht Keine schnelle Lösung für Motorboote

Die Hoffnung der Ketziner Bürgerinitiative, bei einem Gespräch im Ministerium, die Schiffbarkeit der Gewässer am Brückenkopf sofort erreichen zu können, ist geplatzt. Der Kreis wird entscheiden.

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Bootskorso auf der Ketziner Havel Anfang August.

Quelle: Wolfgang Balzer

Ketzin/Havel. Der Landkreis Havelland ist für Genehmigungen zum Befahren der zahlreichen Kanäle und Gewässer in Ketzin-Brückenkopf zuständig. Das sagte Egbert Neumann, Referatsleiter im Potsdamer Infrastrukturministerium, während eines Gesprächs mit Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP), Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Tschirch (SPD) und dem Sprecher der Bürgerinitiative (BI) gegen das Verbot des Befahrens dieser Gewässer mit motorgetriebenen Booten, Thomas Witkowski. Damit steht fest, eine schnelle und generelle Lösung zur Schiffbarkeit der Gewässer wird es nicht geben. Zwar hat die Stadt Ketzin/Havel die Verbotsschilder für Motorboote am Brückenkopf vor einigen Tagen wieder entfernen lassen, so dass im Moment alle Motorboote dort fahren dürfen, womit allerdings das Problem auf Dauer nicht gelöst ist.

Zur Rechtsgültigkeit des Vertrages von 1922 zwischen der Kanalbaugesellschaft und Ketzin/Havel, in dem sich die Stadt verpflichtet, den Kanal „zur öffentlichen Nutzung stets freizugeben“, wurde im Infrastrukturministerium keine Aussage getroffen. Witkowski sagte, dass die Gültigkeit auf Veranlassung der BI juristisch geklärt werde.

Man habe im Ministerium Verständnis für den Unmut der betroffenen Ketziner Wassergrundstücksbesitzer und der Mitglieder der Bürgerinitiative, so Thomas Witkowski. Aber mehr als die Zusage, den Landkreis mit der Klärung des Konfliktes zu beauftragen, sprang für Motorbootfreunde nicht heraus.

Rückblende: Im Jahre 1994 teilte die Brandenburger Landesregierung die Landesgewässer in schiffbar und nicht schiffbar ein. Offiziell besteht seither auf den Ketziner Gewässern am Brückenkopf wegen der Einstufung als nichtschiffbar ein Fahrverbot, was aber mehr als 20 Jahre keine Beachtung fand. Bis plötzlich die Kommune im Mai dieses Jahres entsprechende Verbotsschilder an den stadteigenen Einfahrten von der Havel zum Ziegeleikanal und zum Schleiloch aufstellen ließ. Es bildete sich die Bürgerinitiative mit inzwischen etwa 400 Mitgliedern, die mehrere Protestaktionen initiierte.

Nun hofft Thomas Witkowski, dass in Gesprächen mit dem Landkreis eine für alle befriedigende Lösung gefunden wird. Gleichzeitig kündigte er an: „Bis zu einer Entscheidung wird es keine weiteren Protestaktionen geben.“ Anfang August hatten mehrere hundert Betroffene auf der Havel und an Land gegen ein Fahrverbot von Motorbooten am Brückenkopf demonstriert. Die BI sei froh, jetzt die Unterstützung des Bürgermeisters und des Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung zu haben.

Von Wolfgang Balzer

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