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Havelland Keine weiteren 200-Meter-Windräder
Lokales Havelland Keine weiteren 200-Meter-Windräder
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22:10 07.03.2018
Windkraftanlagen bei Hoppenrade. Neue Windräder sollen nicht dazukommen, erhofft sich die Gemeinde. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Wustermark

30 Windkaftanlagen stehen im Moment in der Gemarkung der Gemeinde Wustermark – drei im Ortsteil Wustermark, zwölf in Hoppenrade und 15 in Wernitz. Weitere sollen nicht hinzukommen, jedenfalls wenn es nach den Wünschen und Ansichten der Gemeindevertreter geht.

Deshalb hat die Gemeinde vom Berliner Planungsbüro „Stadt, Land, Fluss“ einen Teilflächennutzungsplan „Windenergienutzung“ erarbeiten lassen, der sich an den Vorgaben des Windeignungsgebietes 13 „Nauener Platte Ost“ des Regionalplanes Havelland-Fläming 2020 orientiert. Das Papier lag im Sommer 2016 erstmals öffentlich aus. Inzwischen erfolgte die Abwägung der Einwände der Träger Öffentlicher Belange, Bürger und potenzieller Investoren. Jetzt wurde der überarbeite Entwurf von den Gemeindevertretern gebilligt und kann erneut öffentlich ausgelegt werden, bevor er zur Genehmigung eingereicht wird.

Neue Ablagen nur, wenn alte verschwinden

Unterm Strich lässt sich sagen: Die Gemeinde Wustermark hält an der Höhenbegrenzung für Windenergieanlagen von 150 Metern fest. Außerdem stimmt sie dem Aufstellen neuer, modernder Windräder nur dann zu, wenn parallel ältere Modelle abgerissen werden.

Wie Planer Samir Hamzeh im jüngsten Bauausschuss erklärte, seien neue Anlagen außerhalb des festgelegten Windeignungsgebietes rechtlich ausgeschlossen. „Maximalvorgaben zur Gesamthöhe von Windenergieanlagen oder Höhenbegrenzungen sieht der Regionalplan nicht vor.“

Obwohl zuletzt drei Windkraftanlagen mit einer Höhe von etwa 200 Metern in der Gemarkung Wustermark vom Landesumweltamt genehmigt und diese inzwischen aufgestellt wurden, „wolle man der Entwicklung zu immer höheren Anlagen begegnen“, so der Planer. Die drei Anlagen hätten Abstände von mindestens 1800 Metern zur Wohnbebauung in Wernitz, Wustermark und Hoppenrade.

Auch kleinere Anlagen sind leistungsstark

Die Höhenbegrenzung auf 150 Meter erfolge, weil die überwiegende Mehrheit der Bestandsanlagen innerhalb des Eignungsgebietes diese Höhen habe. Zudem sollten höhere Anlagen aus Gründen des vorbeugenden Immissionsschutzes und in Hinblick auf die Akzeptanz der Bevölkerung vermieden werden. Nicht zuletzt diene eine Höhenbegrenzung auch dem Schutz des Landschaftsbildes.

Auch in Bezug auf ein Repowering folgt die Gemeinde nicht den Argumenten potenzieller Investoren, die die Auffassung vertreten, dass nur höhere Anlagen effizient arbeiten würden. Es zeige sich, so Samir Hamzeh, „dass auch Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe bis 150 Meter und einer Nennleistungen von 2,3 bis 3,5 Megawatt gleichwohl deutlich leistungsstärker sind als bestehende Anlagen.“

Abstand zur Wohnbebauung bleibt 1000 Meter

Einwände von Bürgern, die den Abstand von Windkraftanalgen zur Wohnbebauung auf 1600 Meter erweitern wollen, wurden nicht berücksichtigt. „Der Vorsorgeabstand von 1000 Metern und die festgelegte Höhenbegrenzung sind unter den gegebenen rechtlichen Rahmenbedingungen ausreichend, um die Belange des vorbeugenden Immissionsschutzes hinsichtlich möglicher Beeinträchtigungen durch Lärmemissionen, Licht- und Schattenwurf oder optische Bedrängungswirkung zu berücksichtigen“, argumentieren die Planer.

Von Jens Wegener

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