Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Höhe der Kitagebühren bleibt unklar
Lokales Havelland Höhe der Kitagebühren bleibt unklar
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 17.07.2015
Frühstück und Vesper gehören künftig in den Ketziner Kitas dazu. Quelle: dpa-Zentralbild
Anzeige
Ketzin/Havel

Was Eltern nach dem Sommer für die Betreuung ihrer Kinder in kommunalen Kitas bezahlen müssen, steht noch nicht fest. Denn die Stadtverordneten verweigerten am Montagabend mehrheitlich die Zustimmung zu der von der Verwaltung vorgelegten neuen Kitagebührensatzung. Es wurde entschieden, das Papier noch einmal im Sozialausschuss zu beraten und auf die soziale Verträglichkeit zu prüfen.

Mit einem eindringlichen Appell hatte sich CDU-Fraktionschef Roman Lange zuvor an die Abgeordneten gewandt und anhand konkreter Zahlen vor Augen geführt, was auf einige Familien künftig zukommt, wenn die neuen Gebühren beschlossen würden. „Ganz unten bei den Geringverdienern und ganz oben bei Jahreseinkommen über 51 130 Euro sehe ich soziale Härten“, so Lange. Einige Beispiele. So müssten Eltern, wenn ihr Krippenkind bis zu zehn Stunden täglich in der Kita ist und sie 50 000 Euro verdienen, künftig 355,20 Euro monatlich für die Betreuung zahlen. „Das sind 8,5 Prozent des Jahreseinkommens. In Falkensee müssen hingegen nur 3,2 Prozent, in Rhinow 4,3 und in Milow 6,3 Prozent aufgebracht werden“, sagte Lange. Ketzin würde dann sogar den bisherigen „Spitzenreiter“ Rathenow ablösen, wo derzeit 354 Euro verlangt würden. Noch dramatischer sei es bei kinderreichen Familien. „Wer drei Kinder in der Kitas hat, zahlt dann etwa 27 Prozent des Jahreseinkommens, bei zwei Kindern wären es etwa 18 Prozent, rechnete der CDU-Mann vor.

Einig sind sich die Stadtverordneten darüber, dass im Gegensatz zur jetzigen Kitasatzung, die Verpflegung der Kinder mit Frühstück und Vesper künftig dazugehören soll, was einen Kostenanstieg für die Eltern bedeutet.

Die weiteren Vorschläge der CDU-Fraktion zu einem möglichen geänderten Geschwisterrabatt oder für Mehrlingsgeburten sollen im Fachausschuss diskutiert werden.

Unklar blieb am Montagabend allerdings, warum Roman Lange teils andere Zahlen präsentierte als zuvor im Sozialausschuss von der Verwaltung vorgelegt wurden. „Ich vertraue doch der Verwaltung, wenn sie die Fakten vorstellt“, argumentierte Renate Donat (Linke), die den Sozialausschuss leitet. Gleichzeitig richtete sie ihr Augenmerk aber auch auf die Stadtkasse: „Wir müssen bei den Gebühren versuchen die beste Lösung für die Eltern zu finden, ohne dabei die Finanzlage der Kommune zu vergessen.“ Derzeit liegt der jährliche Zuschussbedarf für die kommunalen Ketziner Kitas bei rund 400 000 Euro. Tendenz steigend.

Von Jens Wegener

Havelland Gebietsreform im Land Brandenburg - Kreistagsbeschluss für September geplant

Die für 2019 geplante Gebietsreform im Land Brandenburg stößt auf viel Widerstand. Havellands Landrat Burkhard Schröder (SPD) hat angekündigt, dass bis zum nächsten Kreistag am 21. September eine Stellungnahme erarbeitet wird. Einen Tag später findet in Rathenow die Regionalkonferenz zur Gebietsreform statt.

17.07.2015
Havelland Neues Café in Rathenows Innenstadt - Französisch genießen in Möhrings Boulangerie

Bäckermeister Ingo Möhring hat in der Rathenower Mittelstraße ein neues Café eröffnet. In der ersten Boulangerie und Pâtisserie der Stadt gibt es ab sofort frisches Baguette, Pralinen, Café au lait und Havelwasser. „Es soll ein Ort zum Wohlfühlen sein“, sagt der Bäckermeister, der mit viel Liebe zum Detail französisches Flair in die Innenstadt bringt.

17.07.2015
Havelland Pläne zum Wustermarker Ordnungsamt - Keine 24-Stunden-Bereitschaft

Obwohl die Gemeinde Wustermark keine Hochburg der Kriminalität ist, sollen die Bürger die Mitarbeiter des Ordnungsamtes auch in den Abendstunden und an Wochenenden erreichen können. Das fordern die Wustermarker Kommunalpolitiker. Die Verwaltung arbeitet daran.

17.07.2015
Anzeige