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Modernes Bauprojekt statt Schandfleck

Baubeginn für Ketziner Mehrgenerationenhaus im Herbst Modernes Bauprojekt statt Schandfleck

Das Areal, auf dem bis zum vergangenen Jahr noch die Ruine des „Roten Schlosses“ stand, ist noch unbebaut. Bis Weihnachten 2015 soll dort ein modernes Mehrfamilienhaus entstehen. 40 Bewerbungen für die 20 Wohnungen sind bereits eingegangen.

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Eine Teilansicht der Frontseite des neuen Wohnhauses.

Quelle: GWV Ketzin

Ketzin/Havel. „Der Einzugstermin Weihnachten 2015 ist möglich“, sagt Heinz Kreutzer. Der Geschäftsführer der Ketziner Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (GWV) weiß, dass das eine optimistische Prognose ist, denn im Moment ist von dem künftigen Mehrfamilienhaus an der Ecke Feld- und Rudolf-BreitscheidStraße im Ketziner Zentrum noch nichts zu sehen.

Das Areal, auf dem bis zum vergangenen Jahr noch die Ruine des „Roten Schlosses“ stand, ist geräumt und eingezäunt, mehr aber auch nicht. Darüber ist Heinz Kreutzer nicht glücklich. „Mehrere Entwürfe für das Gebäude sind mit dem Stadtverordneten und im Bauausschuss bereits diskutiert worden. Jetzt endlich scheint ein Kompromiss gefunden.“ Er rechne mit einem Baubeginn im Herbst dieses Jahres.

Viele Jahre war das einstige „Rote Schloss“, in dem ursprünglich Ziegeleiarbeiter lebten, im Besitz einer Erbengemeinschaft. Nach und nach zerfiel das Gebäude, alle Mieter waren ausgezogen. Immer wieder gab es Beschwerden über diesen Schandfleck inmitten der Havelstadt. Aber erst 2012 konnte die Kommune das Grundstück erwerben. Die Stadt schrieb das Areal zum Verkauf aus. Es begann eine Art Wettbewerb zur Gestaltung dieses zentralen Punktes, an dem sich auch die Breuninger-Stiftung beteiligte. Die wollte dort seniorengerechte Wohnungen bauen, teils in Verbindung mit Übernachtungsmöglichkeiten oder einer Praxis für Physiotherapie. Am Ende erhielt den Zuschlag das Projekt der GWV, die die 1000 Quadratmeter kaufen konnte und sofort den Abriss der Ruine in die Wege leitete.

Das Vorgängergebäude

Das „Rote Schloss“ ist 2013 nach einem 18-jährigen Leerstand abgerissen worden.
Mehr als 100 Jahre hatten dort vor allem Arbeiterfamilien ihr Zuhause, die im Zuge des Aufbaus der Ketziner Ziegeleien in die Stadt kamen.
Die Herkunft des Namens „Rotes Schloss“ ist bis heute umstritten. Heimatforscher gehen davon aus , dass er wegen der rötlichen Ziegel des Hauses zustande kam.

Ein modernes Mehrgenerationenhaus mit 20 Wohnungen soll entstehen. Der Komplex wird über einen inneren Fahrstuhl verfügen, dazu kommt ein sogenannter Laubengang auf der Hofseite, auf dem die Mieter zu ihren Wohnungen gelangen, erklärt Heinz Kreutzer. Die Ein- und Zweiraumwohnungen – etwa 30 bis 60 Quadratmeter groß – werden je nach der Wunsch mit Badewanne oder Dusche ausgestattet. „Der Kunde entscheidet. Wir legen die Anschlüsse im Bad so, dass relativ problemlos umgebaut werden kann. Zum Beispiel, wenn Nachmieter einziehen“, sagt Kreutzer.

Zu den Verzögerungen ist es gekommen, weil sich Kommune und Wohnungsunternehmen lange Zeit nicht über die Geschossigkeit, die Fassade und die Größe des Baukörpers verständigen konnten. Bürgermeister Bernd Lück sagt: „Wir müssen die Vorgaben der Ketziner Gestaltungssatzung beachten.“ Der GWV-Chef hält dagegen: „Die Wirtschaftlichkeit muss gegeben sein.“ Der Kompromiss sieht nun eine zweieinhalb-geschossige Bauweise vor.

Nach Kreutzers Aussage sollen die Netto-Kaltmieten zwischen 8 und 8,50 Euro betragen. Schon jetzt würden laut Kreutzer etwa 40 Bewerbungen für die Wohnungen vorliegen. Insgesamt investierte die GWV in das Vorhaben inklusive Abriss des „Roten Schlosses“ rund 1,7 Millionen Euro.

Von Jens Wegener

Wohnen in Ketzin und Umgebung: MAZimmo.de

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