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Havelland Ketzin sucht einen Bademeister
Lokales Havelland Ketzin sucht einen Bademeister
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16:09 06.01.2014
Das Strandbad Ketzin mit großen Liegewiesen ist bei schönem Wetter ein beliebter Treff für Havelländer. Quelle: Jens Wegener
Ketzin/Havel

Das Ketziner Strandbad am Friedrich-Ludwig-Jahn-Weg hat sich zwar in den vergangenen Jahren dank enormer Investitionen der Stadt zu einem Erfolgsmodell entwickelt, gleichzeitig treibt es den Verantwortlichen um Bürgermeister Bernd Lück und Bäderchef Michael Reppin jedes Jahr wieder Schweißperlen auf die Stirn.

Denn: Vor jeder Saison beginnt die Suche nach einem Bademeister neu, weil der aus dem Vorjahr auf Nimmerwiedersehen abgetaucht ist. Zuletzt war es Christian Cielek, davor schmissen Anke Kuhberg und Daniel Lahn die Brocken hin. So sucht die Kommune per Ausschreibung auch jetzt wieder einen Bademeister, der flexible Arbeitszeiten in Kauf nimmt.

Gründe für das Abwandern der Schwimmmeister gibt es viele. Alle wohnten weit weg von Ketzin - in Bad Belzig, Potsdam und Brandenburg an der Havel. Der tägliche Weg zur Arbeit war lang und teuer, blickt man auf die Benzinpreise. Dazu kommt die Tatsache, dass der Bademeister in einem kleinen Strandbad wie Ketzin während der Saison von Mai bis September so gut wie nie Urlaub machen darf, weil es keine Vertretung gibt.

Dabei hat die Stadt Ketzin/Havel in jüngerer Vergangenheit sehr viel getan, um den Arbeitsplatz des Bademeisters attraktiv zu machen als auch das Bad selbst aufzuwerten. Ein neuer Steg wurde gebaut, die Toiletten sind erneuert worden, ein Tipiplatz ist entstanden, man kann Ruderboote und Kanus ausleihen. Die Besucherzahlen steigen kontinuierlich (von Wetterkapriolen wie 2011 mal abgesehen) . Rund 9200 Gäste kamen 2012 ins Havelstrandbad, knapp 13.000 im vergangenen Jahr. "Wir sind auf einem guten Weg, auch was die personelle Ausstattung angeht", betont Bürgermeister Bernd Lück. Dem Bademeister hat man in der vergangenen Saison zwei Leute an die Seite gestellt, finanziert werden diese Stellen von der Stadt für zunächst zwei Jahre. Außerdem gaben die Stadtverordneten schon Ende 2011 ihr Einverständnis, den Bademeister nach einer gewissen Probezeit in der Stadtverwaltung einzustellen. So soll der dem im Jahr 2013 gebildeten Tourismusteam der Stadtverwaltung angehören und sich um Kontakte mit Schulen und Kitas kümmern.

Doch all das hat bisher nicht so richtig gefruchtet. Ein neuer Anlauf wird demnächst gestartet. Parallel dazu läuft bereits die Ausschreibung für den Imbiss im Strandbad. Auch in diesem für den Badebetrieb nicht unwichtigen Bereich kommt keine Kontinuität zustande. "Es ist schwierig für den Betreiber. Auch an Tagen, an denen wenig Gäste zum Baden kommen, muss der Kiosk geöffnet sein", sagt Bernd Lück. Andererseits könne er verstehen, dass sich das Geschäft für einen Imbissanbieter lohnen muss. Eine Option wäre vielleicht, mit dem benachbarten Campingplatz zu kooperieren und die Versorgung der Badegäste zu sichern.

Wer ab Mitte Mai auf dem kleinen hölzernen Wachturm sitzen und die Badenden in der Havel beaufsichtigen wird, steht noch in den Sternen. Doch die Zuversicht ist groß, auch für die kommenden Saison und vielleicht darüber hinaus jemanden zu finden, sagt der Bürgermeister. Sein anderer großer Wunsch, endlich eine Wasserrutsche im Strandbad zu haben, wird sich in 2014 aus finanziellen Gründen nicht erfüllen. Wenigstens werden die Umkleiden im Uferbereich erweitert, ein alter Holzbungalow abgerissen und eine aus Spenden bezahlte Tischtennisplatte aufgestellt. "Das sind kleine Schritte. Die großen folgen in den nächsten Jahren, wenn die Stadt nach und nach den Sportstättenentwicklungsplan umsetzt und das benachbarte Areal mit dem Sportplatz komplett umbaut. Davon wird das Strandbad profitieren", ist sich Bernd Lück sicher.

Von Jens Wegener

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