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Ketzin und Schönwalde im Förderprogramm

Auf dem Weg zur 2.0-Schule Ketzin und Schönwalde im Förderprogramm

Bisher gibt es ander Ketziner Europaschule nur einige Computer und eine interaktive Tafel mit Internetzugang. Im Zuge eines neues Projektes soll die Medienbildung verstärkt werden.

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Elias Kaatz übt Geografie am Whiteboard unterstützt von Lehrerin Edina Bognar.

Quelle: Jens Wegener

Ketzin/Havel. Kreide braucht Elias Kaatz aus der Klasse 3b der Europaschule Ketzin nicht, um die verschiedenen Dreiecke oder Vierecke an die Tafel zu malen. Dafür genügt ein spezieller Stift. Der gehört zum Zubehör der bisher einzigen interaktiven Tafel mit Internetzugang (Whiteboards) an der Grundschule in Ketzin. „Das soll und wird sich ändern“, gibt sich Rektor Andreas Theylich optimistisch. Denn er hat jetzt die Gewissheit, dass die Ketziner Grundschule für die nächsten zwei Jahre über das neue Programm Medienbildung des Brandenburger Bildungsministeriums gefördert wird.

„Wir freuen uns sehr, dass wir zu den Auserwählten zählen und sehen jetzt eine große Chance auf dem Weg zur Schule 2.0“, so Theylich. Ebenso in das Förderprogramm aufgenommen wurde aus dem Schulamtsbezirk Neuruppin die Schule „Menschenskinder“ in Schönwalde-Glien. Insgesamt werden in Brandenburg acht Grundschulen mitmachen.

Auf einer Konferenz für Lehrer zur Medienentwicklung in den Schulen Brandenburgs im März hatte Andreas Theylich von dem Projekt erfahren. „Es wird im Land an einem Rahmenplan für die verbindliche Einführung von Medienbildung in der Schulen gearbeitet. Die Ergebnisse, Erfahrtungen und Erkenntnisse, die in den teilnehmenden acht Grundschule gesammelt werden, sollen dann für alle abrufbar und umsetzbar sein“, so der Ketziner Rektor. Schönwalde und Ketzin könnten dann Referenzschule für Medienbildung werden. In Aussicht gestellt sind etwa 30 000 Euro pro Schule. Von diesem Geld werden aber nicht nur Tablets und Whiteboards angeschafft. „Es kommt auch darauf an, diese Medien im Unterricht richtig, zielgenau und verantwortungsbewusst einzusetzen.

Deshalb ist es wichtig, dass zwei Lehrer darin geschult werden, sowohl hier vor Ort als auch extern bei Fortbildungen.“ Wie viele Geräte gekauft werden können, weiß noch niemand. „Ich hoffe auf etwa 30, dazu ein mobiler Ladewagen, so dass die Tablets schnell aufgeladen und in anderen Klassenräume gebracht werden können.“ Zwingend erforderlich sei auch die Installation eines passwortgeschützten W-Lan-Netzes in der Europaschule. Dazu gebe es Gespräche mit der Stadt Ketzin/Havel, die Schulträger ist.

Die Grundschule Ketzin, die seit 17 Jahren Europaschule ist und seit 20 Jahren Austausche mit Partnereinrichtungen in Nordirland und Frankreich veranstaltet, erhofft sich mit dem neuen Projekt auch, „den technischen Abstand zu unseren Partnern zu verringern“, sagt Theylich. Die ersten Schritte haben die Ketziner bereits absolviert: Das Kommunikationsmanagement der Schule funktioniert komplett online. Eltern können sich mit einem speziellen Zugangscode auf den internen Bereich der Schule einloggen, können alle Noten ihres Kindes erfahren, werden über alle Veranstaltungen informiert. Sogar die Termine für ein Gespräch mit dem Klassenlehrer können die Eltern per Internet buchen.

Von Jens Wegener

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