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Ketzin Baumschule Lorberg feiert 175-jähriges Bestehen
Lokales Havelland Ketzin Baumschule Lorberg feiert 175-jähriges Bestehen
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19:18 28.09.2018
Fernsehköchin Sarah Wiener (r.) konzipierte zur Jubiläumsfeier ein Buffet aus regionalen Produkten. Quelle: Tanja M. Marotzke
Tremmen

 Mit einem Picknick unter Bäumen feierte die Baumschule Lorberg in Tremmen gestern ihr 175-jähriges Bestehen. Zahlreiche Geschäftspartner und Kunden, darunter viele Landschaftsarchitekten, waren gekommen, um gemeinsam mit Geschäftsführer Stefan Lorberg anzustoßen.

Prominenteste Gratulantin war Fernsehköchin, Autorin und Unternehmerin Sarah Wiener. Die 56-Jährige hatte zur Feier des Tages ein spezielles Buffet aus regionalen Produkten zusammengestellt, das vom Landgut Stober zubereitet wurde.

Sarah Wiener besetzt selbst viele Bäume aus Tremmen

„Als Köchin ist Nachhaltigkeit für mich ein wichtiges Thema, da bin ich mit der Baumschule Lorberg auf einer Linie“, sagte Wiener. Im vergangenen Jahr hatte sie zum ersten Mal Kontakt mit Verkaufsleiter Hanno-Friedrich Leight, als es darum ging, ihren eigenen Hof in der Uckermark etwas schöner zu gestalten. „Ich habe schnell gemerkt, dass es nicht ausreicht, einfach alle drei Meter etwas zu Pflanzen, daher habe ich mir Unterstützung gesucht“, sagte sie.

Knapp 200 Büsche und Bäume habe sie seither in die Erde gebracht, die meisten stammen von Lorberg. Das 175-jährige Bestehen sei ein Meilenstein, so Wiener, vor allem auch deswegen, weil es das Unternehmen geschafft habe, über all die Jahren stabil und nachhaltig zu bestehen.

Stefan Lorberg führt die Baumschule in sechster Generation. Quelle: Tanja M. Marotzke

Dabei steht die Baumschule auch nach 175 Jahren weiter vor neuen Herausforderungen. „Der große Unterschied zu unseren Vorfahren ist, dass sie damals noch viel mehr Zeit hatten, als wir heute“, sagte Geschäftsführer Stefan Lorberg, der das Unternehmen in sechster Generation führt. Mit Sohn Daniel arbeitet sogar schon die siebte Generation im Familienbetrieb.

Der Betrieb muss heute 120 Prozent geben

„Ich habe einen Reisebericht von Max Lorberg gefunden, der es sich noch leisten konnte vier Monate nach Österreich und Italien zu reisen und den Betrieb alleine zu lassen“, erzählte Stefan Lorberg. Das war Ende des 19. Jahrhunderts, heute sieht die Welt der Baumschulen ganz anders aus. „Wenn wir heute nicht 120 Prozent geben und etwa Anfragen per E-Mail zügig beantworten, suchen sich die Kunden einen anderen Betrieb“, so Lorberg. So macht auch die Digitalisierung vor den Baumschulen nicht halt.

Kunden kommen aus über 30 Ländern

Dabei hat sich der Betrieb seit der Übernahme von Stefan Lorberg stark internationalisiert. Bäume werden mittlerweile in über 30 Länder geliefert, etwa nach Russland. Doch auch in Deutschland sind Lorberg-Bäume gefragt. So hat der Betrieb Mitte September rund 30 Platanen mit einer stolzen Höhe von zwölf Metern für das Areal vor der Berliner Mercedes-Benz-Arena geliefert.

Betrieb bewirtschaftet über 800 Hektar

Für den heutigen Geschäftsführer war vor allem die Wiedervereinigung ein sprichwörtlicher Wendepunkt. Als Berliner Betrieb hatten wir endlich die Möglichkeit rauszukommen und uns nach neuen Flächen umzuschauen“, erklärte Lorberg. So kam das Unternehmen schließlich nach Tremmen, wo sich heute der Großteil der rund 800 Hektar Baumschulflächen befinden. Weitere Standorte befinden sich in Kleinziethen und Baden-Baden. In der Hauptsaison beschäftigt das Unternehmen rund 228 Mitarbeiter.

Von Danilo Hafer

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