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Ketzin Boccia-Bahn als Treffpunkt der Generationen
Lokales Havelland Ketzin Boccia-Bahn als Treffpunkt der Generationen
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18:21 03.12.2018
Erste Testspiele auf der Boccia-Bahn am Dorfgemeinschaftshaus hat der Seniorenverein Falkenrehde schon veranstaltet. Quelle: privat
Falkenrehde

So richtig eingeweiht ist sie noch nicht, – die Boccia-Bahn im Außenbereich am Falkenrehder Dorfgemeinschaftshaus. „Wir haben im September mal ein Probetraining gemacht, aber mehr noch nicht. Ich hoffe, ein offizieller Akt folgt noch“, sagt die Vorsitzende des Seniorenvereins Thea Hoedt.

Dabei ist der Verein für die Idee, eine sportliche Alternative für diejenigen zu schaffen, die sich nicht mehr voll körperlich betätigen können, schon geehrt worden. Gemeinsam mit drei anderen Projekten aus dem Havelland zum Aufbau und Austausch nachbarschaftlicher Strukturen wurde die Initiative Boccia-Bahn auf Landesebene von der Fachstelle „Altern und Pflege im Quartier im Land Brandenburg“ (FAPIQ) jüngst ausgezeichnet und mit 5000 Euro gefördert.

Mehr Leute können am Dorfleben teilnehmen

Der 2006 gegründete Seniorenverein Falkenrehde hat derzeit 34 Mitglieder. Sie treffen sich jeden Mittwoch im Dorfgemeinschaftshaus. Es gibt eine Kegel-,eine Gymnastikgruppe und eine Gruppe zur Sturzprophylaxe. Der Verein organisiert jedes Jahr einen Trödelmarkt und unterstützt andere Veranstaltungen im Dorf.

„Bei diesem Projekt steht die Idee dahinter, Sport- und Begegnungsmöglichkeiten für alle Generationen zu schaffen“, sagt Thea Hoedt. Das biete sich am Dorfgemeinschaftshaus Falkenrehde geradezu an, weil sich im Haus auch nicht nur die Seniorenvereinsmitglieder treffen, sondern auch der Jugendklub sein Domizil hat. Für die jungen Leute sei Boccia vielleicht auch eine Möglichkeit, sich im Freien zu betätigen. Auch an die Kegelgruppe ist gedacht worden. „Weil sich nach und nach einige Senioren das nicht mehr zutrauen, nach Ketzin zum Kegeln zu fahren, können sie jetzt im Dorf etwas für ihre Fitness tun.“ Aber auch Senioren oder Jugendliche, die sonst gar nicht oder kaum am Dorfleben teilnehmen würden, können zum Boccia-Spielen kommen. „Wir können zum Beispiel auch kleine Wettkämpfe der Generationen austragen oder gemischte Gruppen spielen lassen“, so Hoedt.

Auch Nauener Projekt bekam einen Preis

Zu den im Havelland geförderten Initiativen gehören auch „Nauen – Aktiv sein im Stadtbad“, das „Europäische Filmfestival der Generationen“ und „Aus Nachbars Garten“ im Milower Land. Die Stadt Nauen hat eine ganzjährige Nutzung des Fitnessparcours auf dem Gelände des Stadtbades Nauen für alle Altersklassen und insbesondere für Senioren eingerichtet. Zudem stand zuweilen ein Fitnesstrainer den Aktiven zur Seite. Ziele der Initiative sind die selbstständige Nutzung des Parcours in organisierten Gruppen und das Bewusstwerden über die positiven Effekte von Bewegung im Alter.

Das jüngst zum zweiten Mal ausgetragene Europäische Filmfestival der Generationen im Landkreis fördert den Dialog der Generationen auf unterhaltsame Weise. 13 Filme wurde an 23 verschiedenen Orten gezeigt.

Im Milower Land hilft sich die Nachbarschaft bei der Ernte des Obstes. Im Gegenzug geben die Älteren Tipps zum Einwecken und Einkochen. Ein Meilenstein dieses Projektes ist die Gründung der Arbeitsgemeinschaft „Aus Omas Zeit“ in der Milower Grundschule, die Schülern die Verarbeitung von Obst zu beispielsweise Marmelade und Eingewecktem näherbringt.

Landrat würdigt die Initiativen

Landrat Roger Lewandowski (CDU) würdigt nicht nur die ausgezeichneten Initiativen: „Die vielfältigen Nachbarschaftsprojekte im Landkreis leisten einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt in den Orten, sie stärken den Dialog der Generationen und fördern vor allem die Selbstständigkeit im Alter, die es letztlich ermöglicht, so lange wie möglich im vertrauten Umfeld zu leben.“

Von Jens Wegener

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