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Ketzin Denkmal im Schlosspark vor der Wiedergeburt
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18:07 17.05.2018
Archäologin Daniela Sigl informierte 2013 über die Ergebnisse der Ausgrabungen am Paretzer Grottenberg. Quelle: Wolfgang Balzer
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Paretz

Die bedeutende Gartenstaffage im Schlosspark Paretz wird wiederhergestellt. „Im Juni beginnen die Arbeiten“, sagt Schlossbereichsleiterin Evelyn Friedrich. Vor fünf Jahren waren die Grabungen am Grottenberg im Park des Schlosses abgeschlossen worden. Seither herrschte Ruhe auf dem Areal.

Das Denkmalensemble entstand im Wesentlichen in den Jahren 1797 und 1798. Die aus Bruchsteinen gemauerte Grotte mit dem darüber errichteten japanischen Haus bildete einst den zentralen architektonischen Schwerpunkt. Es handelte sich um ein Tonnengewölbe, geschmückt mit Ornamentbändern sowie einer Mittelrosette im Scheitelpunkt des Gewölbes und einem Fächermuster auf der Rückwand des Grottenraumes. Die Dekorationen bestanden aus verschiedenen Materialien – Moosen, Steinblumen, Tannenzapfen, Muscheln, Spiegelglas, aber auch Eichen- und Birkenborke.

Die Inschrift am Tempel wurde geändert

Am westlichen Rand des Grottenberges wurde eine Ruine mit einer versunkenen toskanischen Tempelfront an den Hang angelehnt. Dazu kamen seitliche Stützmauern aus Bruchsteinen. Eine eichene Brücke mit Knüppelgeländer überspannte den Tempel. Der direkte Zugang vom japanischen Haus zur Tempelruine erfolgte über eine am Austritt überwölbte Treppe.

Die Inschrift im Giebelfeld der Tempelfront „Er ist nicht mehr“ bezog sich auf den frühen Tod von Friedrich Ludwig Karl von Preußen (1773-1796), Bruder von Friedrich Wilhelm III. Nach dem Tod der Königin Luise wurde sie durch die verallgemeinernde Inschrift „Gedenke der Abgeschiedenen“ auf einer Marmorplatte überdeckt.

Auf dem linken Säulenstumpf veranlasste der König die Aufstellung einer Friedensgöttin. Über der Grotte stand das achteckige japanische Haus. „Das japanische Haus kann im ersten Schritt noch nicht aufgebaut werden. Dafür fehlt das Geld“, begründet Evelyn Friedrich.

Erhaltungszustand der alten Gebäude ist sehr gut

Voraussetzung für die Wiederherstellung des Ensembles aus Grotte, Tempelruine und des Weges über den Hügel ist der gute Erhaltungszustand der Gebäude. Selbst Experten waren überrascht, als die Überreste 2013 bei den Ausgrabungen freigelegt wurden. Sowohl der von großen Kalksteinblöcken eingefasste Baukörper der Grotte bis in eine Höhe von 2,5 Metern konnte gesichert werden, als auch im Inneren einige Teile des angebrachten Schmucks aus Muscheln.

In den Resten der Tempelruine fand man den fast vollständigen Architekturschmuck. Es sind sogar die große Giebelfront aus Sandstein zusammen mit den toskanischen Säulen und der in Art einer Felsenlandschaft gestalteten Fassadeneinfassung erhalten geblieben.

Wie Evelyn Friedrich sagt, wird die Wiederherstellung eines Teils des bedeutenden historischen Bauensembles überwiegend aus Spenden finanziert. Hauptsponsoren seien die Reemtsma-Stiftung und der Verein „Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten“ .

Von Wolfgang Balzer

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