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Ketzin Hundesteuer wird erhöht
Lokales Havelland Ketzin Hundesteuer wird erhöht
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12:49 31.10.2018
Die Hundehaltung wird in Ketzin/Havel ab Januar nächsten Jahres teurer. Quelle: Archiv
Ketzin/Havel

Die Hundehaltung wird in Ketzin teurer. Nach der Beteiligung aller Ortsbeiräte beschloss die Stadtverordnetenversammlung am Montag eine neue Hundesteuersatzung. Sie wird ab dem 1. Januar des nächsten Jahres gelten.

Moderate Steigerung

Insgesamt fallen die nunmehr beschlossenen Erhöhungen moderat aus. Für die Haltung nur eines Hundes sind ab Jahresbeginn statt 48 künftig 52 Euro zu zahlen.

Teurer wird es jedoch, wenn mehrere Hunde gehalten werden. Es bleibt zwar bei 84 Euro für den zweiten Hund, bei drei oder mehr Hunden werden ab Januar 92 Euro je Tier fällig.

Staffelung nach Rassen

Die Haltung von Hunden, deren Rasse, Gruppe oder deren Kreuzung als gefährlich eingestuft wurde, verteuert sich von 420 auf 440 Euro je Hund. Für die Ketziner Hundesteuer betrifft das immerhin 18 Rassen.

Als Begründung für diese Steuererhöhungen werden im Beschuss zwei Gründe genannt. Zum einen seien die geltenden Steuersätze angesichts der Haushaltslage der Stadt zu gering, zum anderen liegt die vier Jahre alte Satzung unter den Steuersätzen der Nachbargemeinden. Allerdings sind auch die zu erwartenden Mehreinnahmen nicht all zu üppig. Bei den derzeit rund 700 angemeldeten Hunden in der Stadt liegen die Mehrerträge bei lediglich 2800 Euro.

Ablehnung aus Etzin

Nicht alle Stadtverordneten halten die angestrebte Erhöhung für richtig. Eckehard Roß (Freie Wähler Etzin) lehnte sie nachdrücklich ab. Hunde zu halten sei die beste Maßnahme, um Einbrüche zu verhindern, begründete er seine Ablehnung. Allerdings ist für die Objektbewachung in der neuen Satzung auch eine Ermäßigung festgeschrieben. Auf Antrag braucht in diesem Fall nur die halbe Hundesteuer gezahlt werden – wenn das Gebäude mindestens 200 Meter vom nächsten bewohnten Gebäude entfernt liegt.

Sorgen mit den Kotbeuteln

Doris Radtke (SPD) meinte, dass Hunde sicher für viele wichtig seien, sie machte aber auch auf ein leidiges Problem im Stadtgebiet aufmerksam: auf den Hundekot. Es stünden zwar genug Behälter dafür bereit, Tatsache wäre allerdings, dass der Kot mitunter, wie laut Satzung vorgeschrieben, mit einem Beutel aufgesammelt werde, der gefüllte Beutel dann aber in der Gegend lande, manchmal nur wenige Meter neben dem Behälter und bereits zu Haufen getürmt. Das werde auch zu einem Problem für die Umwelt, denn die Beutel zersetzten sich nur äußerst langsam, kritisierte sie.

Angenommen wurde die ab nächstes Jahr geltende Hundesteuersatzung schließlich von den Stadtverordneten mehrheitlich, drei Abgeordnete lehnten die Neufassung ab.

Von Wolfgang Balzer

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