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Ketzin Ketzin im Wandel der Zeit
Lokales Havelland Ketzin Ketzin im Wandel der Zeit
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11:31 28.11.2018
Die erste Badeanstalt in Ketzin wurde 1903 gebaut. Quelle: Helmut Augustiniak
Ketzin/Havel

Ketzin/Havel ist eine Kleinstadt, deren geschichtliche Entwicklung durch ihre Lage am Fluss in nicht geringem Maß bestimmt wurde. 1197 schenkte der Markgraf von Brandenburg Otto II. die Einkünfte der Kirche dem Domkapitel von Brandenburg. Dieses Jahr der Ersterwähnung des Ortes wird als Gründungsjahr angenommen.

Der Blick auf historische Ansichtskarten und andere Fotos zeigt, was sich in den Städten und Gemeinden des Havellandes verändert hat, in Nauen und Ketzin zum Beispiel. Manches jedoch hat die Zeiten überdauert.

1255 wurde der Ort das erste Mal als Stadt erwähnt. Aus einem jahrhundertelangen Schlaf erwachte die Stadt 1860, als Tonvorkommen in ihrer Umgebung entdeckt wurden. Aus der Fischer- und Ackerbürgerstadt wurde ein zentraler Standort der Ziegelproduktion im Havelland. Die Bevölkerung wuchs vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis zum Jahrhundertende auf das Siebeneinhalbfache.

Mit dem Niedergang der Ziegelindustrie wurde es notwendig, andere Betriebe anzusiedeln. Doch die Anzahl der Arbeitslosen konnte dadurch nur in geringem Maße verringert werden. Der Magistrat setzte auf die Entwicklung des Tourismus. Die Havel und die in der Umgebung von Ketzin infolge des Tonabbaus entstandenen kleinen Seen waren dafür die Grundlage.

Daneben gab es auch ein florierendes Gaststättengewerbe. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entstanden im Ort 21 Betriebe. Nach der Wende blieben davon fünf übrig. Viele verschwanden, einige wurden in verkleinertem Umfang privatisiert, neue kamen hinzu. Der Tourismus soll wie vor fast 100 Jahren der Stadt wieder einen wirtschaftlichen Aufschwung bringen.

Historische Bilder gesucht

Wenn Sie, liebe Leser, Ansichtskarten und Fotos aus vergangenen Tagen haben und diese gern anderen Lesern zeigen möchten, schicken Sie uns gern Ihre Bilder. Wir sind gespannt auf Ihre Fotoschätze. Senden Sie Ihre Post bitte per Email an brandenburg-stadt@maz-online.de

Von Helmut Augustiniak

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