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Ketzin Zu klein: Heimatverein will neuen Museumsstandort nicht
Lokales Havelland Ketzin Zu klein: Heimatverein will neuen Museumsstandort nicht
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18:00 25.02.2019
Der Vorstand des Heimatvereins: Elisabeth Kohn-Schulze, Serena Kotte, Waltraud Plenzke und Torsten Augustiniak (v. l.). Quelle: Helmut Augustiniak
Ketzin/Havel

Der Heimatverein Ketzin hat den Vorsitzenden Torsten Augustiniak im Amt bestätigt. Auch im Vorstand hat sich personell nach der Wahlversammlung nichts geändert: Elisabeth Kohn-Schulze, Serena Kotte und Waltraud Plenzke gehören außerdem dazu.

Der alte und neue Chef legte gleich den Finger in die aktuelle Wunde, die da heißt: Museum Ketzin. Geplant ist seit langem, dass der Heimatverein ehrenamtlich das künftige Museum in der Rathausstraße 24 betreuen sollen. Nur scheint es in der Kommunikation zwischen Stadt und Verein einige Lücken zu geben.

Verein beklagt fehlendes Konzept

„Das bisherige Museum in der Touristinformation in der Rathausstraße 18 ist aufgelöst worden. Die Exponate sind im Keller gelagert. In absehbarer Zeit ist die Einrichtung eines neuen Stadtmuseums nicht vorgesehen, weil keine Fördermittel genehmigt wurden“, informierte Torsten Augustiniak die Vereinsmitglieder. Das löste empörte Diskussionen aus, denn der Raum in der Rathausstraße 24, ein ehemaliges Ladenlokal, wird wegen seiner zu geringen Größe von den Vereinsmitgliedern als ungeeignet für die Einrichtung eines Museums angesehen. Außerdem fehle das Konzept für das Museum.

Deshalb beauftragte man den Vereinsvorstand, eine Anfrage an den Bürgermeister und den Ausschuss für Bildung, Soziales, Sport, Jugend und Kultur der Stadtverordnetenversammlung Ketzin zu erarbeiten, in der eine Aussprache mit allen Beteiligten gefordert wird.

Lück: Fördermittel kommen vom Kreis

Gegenüber der MAZ äußerte sich Bürgermeister Bernd Lück (FDP) zum Stand beim Museum: „Leider sind viele unserer Vorhaben von Fördermitteln abhängig, so dass wir zu dem Museum in der Rathausstraße 24 noch keine zeitliche Planung vorweisen können. Aber: Der Landkreis Havelland hat uns für den Umbau beziehungsweise die Einrichtung des Museums Fördermittel in Aussicht gestellt. Die können allerdings erst ausgereicht werden, wenn der Kreishaushalt im März genehmigt wird.“ Im Ketziner Haushalt 2019 seien einige Eigenmittel für das Museum eingestellt worden.

In Fachausschüssen alles besprochen

Bei der inhaltlichen Gestaltung des Museum, so Lück weiter, orientiere man sich an dem Grobkonzept, das von Karsten Grenzel, der als Student ein Praktikum im Rathaus absolviert hat, in Zusammenarbeit mit Franziska Leibnitz von der Stadtverwaltung entworfen wurde. „Das ist in den Fachausschüssen vorgestellt und sehr gut aufgenommen worden. Mein Eindruck war und ist, dass auch die Resonanz des Heimatvereins nicht ablehnend war.“

Von Helmut Augustiniak

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