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Ketzin Neue Buslinie 642 ist am Netz
Lokales Havelland Ketzin Neue Buslinie 642 ist am Netz
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17:03 15.04.2019
Neue Buslinie 642 Ketzin-Wustermark Quelle: Jens Wegener
Ketzin/Havel

„Zweimal nach Wustermark und zurück!“ Das Ketziner Ehepaar Christa und Gerhard Holz stieg Montag um kurz vor 11 Uhr in den Bus der neuen Linie 642 in Ketzin, Am Markt ein. „Wir wollen ausprobieren, wie die Tour nach Wustermark klappt und wie der Anschluss an die Bahn nach Berlin funktioniert“, sagte Christa. Die Rentner haben zwei Tageskarten gelöst für je 4,40 Euro. „Das ist immer noch preiswerter und bequemer, als irgendwo Parkgebühren zu zahlen“, erklärte Gerhard Weiß.

Teil des Konzeptes „Weiteres Havelland

Bereits um kurz vor 5 Uhr am Morgen war der Startschuss für die neue Buslinie von Ketzin nach Wustermark gefallen. Größtenteils stündlich bis 22 Uhr sind die Bussen in beiden Richtungen unterwegs, an den Wochenenden wird zudem der Ketziner Ortsteil Zachow mit angebunden.

„Diese Linie 642 ist Teil des Konzeptes ’Weiteres Havelland’, mit dem der Landkreis mehr Schwung ins Busnetz bringen und den Öffentlichen Personennahverkehr attraktiver machen will, sagte Landrat Roger Lewandowski (CDU), der die Linie gemeinsamen mit den Bürgermeistern beider Gemeinden einweihte.

Der offizielle Akt: Ketzins Bürgermeister Bernd Lück, Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber und Landrat Roger Lewandowski (v.l.). Quelle: Jens Wegener

Bereits im September 2017 hatte der Landkreis des Buskonzept Falkensee und Umgebung ins Laufen gebracht. Jetzt folge der nächste Schritt, so der Landrat. Wobei längst noch nicht alle Wünsche und Vorgaben berücksichtigt werden konnten: „Es ist leider so, dass wir einige Dinge nicht umsetzen können, weil schlicht die Busfahrer fehlen. Wir versuchen inzwischen sogar, im Ausland nach diesem Personal zu suchen.“

Havelbus-Geschäftsführer Mathias Köhler bestätigte: „Derzeit sind bei uns etwa 20 Leute in der Ausbildung zum Busfahrer. Das wird noch bis Juli/August dauern. Aber auch dann ist nicht gesagt, dass alle bei uns bleiben.“

Ein Glücksfall für Ketzin

Für die Ketziner jedenfalls sei die neue Linie ein Glücksfall, gerade für die ältere Generation, ließ Seniorenbeiratsvorsitzende Thea Hoedt wissen. „Diejenigen, die kein Auto haben, kommen nun auf schnellem Weg zum Bahnhof Wustermark.“ Das sei schon ein Wunsch in dem Projekt „Aktiv im Alter“ gewesen, das der Seniorenbeirat 2010 aufgestellt hatte. Auch Ketzins Stadtoberhaupt Bernd Lück (FDP) erinnerte an den langen Weg bis zum Erfolg: „16 Jahre habe ich diese Busverbindung schon auf dem Schirm. Das war eine Forderung meines ersten Wahlkampfes für das Bürgermeisteramt“. Zwar sind die Ortsteile Etzin und Tremmen an die Linie 642 nicht angebunden, aber an Wochenenden wird nun die Linie 658 Tremmen häufiger anfahren, so dass auch das Dorfmuseum profitieren könnte.

Fahrgastzahlen werden ermittelt

Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Tschirch (SPD), der eine Unterschriftensammlung in Ketzin für die Linie 642 initiiert hatte, forderte die Bürger auf, dieses Busangebot auch regelmäßig zu nutzen. Denn: Nach anderthalb bis zwei Jahren zieht Havelbus eine Bilanz. „Sollten die Fahrgastzahlen zu gering sein, werden wir wieder Einschränkungen vornehmen, was aber für alle Linien gilt“, so der Landrat.

Von der „Schließung einer Infrastrukturlücke“ sprach Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos). Besonders freue er sich, dass Hoppenrader und Buchow-Karpzower jetzt auf kurzem Weg ohne Auto nach Wustermark gelangen und dort Einkäufe und Behördengänge erledigen können.“ Dafür habe die Gemeinde am Brunnenplatz eine neue Haltestelle eingerichtet.

Neue Haltestelle am Brunnenplatz. in Wustermark Quelle: Jens Wegener

Neu ist außerdem eine dynamische Fahrgastinformation am Bahnhof Wustermark, so dass die Busreisenden sofort erkennen, wann der nächste Zug in Richtung Berlin oder Rathenow fährt.

Von Jens Wegener

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