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Ketzin Fahren bald wieder Züge zwischen Ketzin und Wustermark?
Lokales Havelland Ketzin Fahren bald wieder Züge zwischen Ketzin und Wustermark?
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05:50 27.02.2019
Das alte Bahnbetriebsgelände um den Bahnhof Ketzin ist jetzt in Privateigentum, wie auch der Bahnhof selbst. Quelle: Normen Schubert
Ketzin/Havel

Nicht nur Ketzins Bürgermeister Bernd Lück und Landrat Roger Lewandowski wünschen es sich: Eine Bahnverbindung von Ketzin nach Wustermark – zumindest zu bestimmten touristischen Ereignissen. Auch beim Innovationsbündnis Havelland, in dem die Havelländische Eisenbahn als Eigentümer der Gleise auf der Straße mitwirkt, steht das Thema auf der Tagesordnung.

Doch die Wiederbelebung der Strecke ist im Moment aus Kostengründen kaum vorstellbar. Zwar sind die Gleise vorhanden, aber sie müssten genauso wie Bahnübergänge für viel Geld instandgesetzt oder erneuert werden.

Kooperationsvertrag mit der Fachhochschule Potsdam

Jetzt könnte sich eine neue Chance ergeben, um Bewegung in die Sache zu bringen. Die Stadt Ketzin/Havel hat mit der Fachhochschule Potsdam einen Kooperationsvertrag abgeschlossen und ist jetzt Praxispartner für den dualen Studiengang Bauingenieurwesen. Dual Studierende können ihre Praxiszeiten in der Bauverwaltung Ketzin/Havel verbringen.

„Es soll ab Oktober ein Projekt der Fachhochschule geben, bei dem Studenten eine Bestandsanalyse der Bahnanlagen und Gebäude in Ketzin machen. Dabei soll auch die Wirtschaftlichkeit untersucht werden“, sagt Normen Schubert. Ihm gehört der Bahnhof Ketzin, in dem unter anderem Wohnungen untergebracht sind.

Havelländische Eisenbahn ist involviert

Bereits im Vorjahr hatten sich angehenden Bauingenieure der Fachhochschule erstmals auf dem ehemaligen Bahnbetriebsgelände, das inzwischen in Privatbesitz ist, umgesehen. Es wurden grobe Schäden erfasst, erste Sanierungsvorschläge erarbeitet und die Frage untersucht, ob die Realisierung der Streckeninbetriebnahme überhaupt machbar und wirtschaftlich ist.

Dabei standen ihnen Ludolf Kerkeling, der Geschäftsführer der Havelländischen Eisenbahn, und Christian Robst, von der Landeseisenbahnaufsicht Brandenburg standen den Studierenden mit ihrem Fachwissen Rede und Antwort.

„Die Studenten haben auch den alten Bahnsteig in Augenschein genommen und geprüft, welche Möglichkeiten einer Sanierung es gibt. Dieser Baustein ist ein tragendes Element bei der möglichen Reaktivierung der Strecke Ketzin-Wustermark“, sagt Schubert. Wann dazu belastbare Ergebnisse oder Zahlen vorliegen, ist offen.

Von Jens Wegener

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