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Ketzin Stadtfeuerwehrtag in Tremmen
Lokales Havelland Ketzin Stadtfeuerwehrtag in Tremmen
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00:34 30.05.2018
Die Kameraden demonstrierten das Bergen eines Verletzten, der in einem Auto eingeklemmt ist. Quelle: Wolfgang Balzer
Tremmen

Während sich bei drückender Hitze am Sonnabend noch die zwölf Einsatzfahrzeuge der Ketziner Feuerwehren vor dem Sportplatz in Tremmen formierten, tobten auf dem Gelände selbst die Kinder schon längst auf der Hopseburg oder bastelten mit Peter Gorka lustige Hampelmännchen.

Kurz nach 10 Uhr dann traten die Kameraden der Ketziner Feuerwehren zu ihrem nun schon 7. Ketziner Stadtfeuerwehrtag an. Lobende Worte gab es von Bürgermeister Bernd Lück. Sie seien im Alarmfall in ihrer wertvollen Freizeit uneigennützig und mit hoher Einsatzbereitschaft für das Gemeinwohl tätig, sagte er.

Ausbildungsstand sehr gut

Der Ausbildungsstand der insgesamt 106 in den Ortswehren aktiven Frauen und Männer sei überdurchschnittlich gut, konnte Stadtbrandmeisterin Elke Lemke bilanzieren. Und das bewiesen sie an diesem heißen Sommertag auch gleich den dann doch nicht so zahlreich wie erhofft erschienenen Tremmener Einwohnern. Ein Skoda stand zu Übungszwecken auf einer dichten Plane bereit.

Mit einem Vorschlaghammer wurde zuvor die Karosserie bearbeitet. „Ich wusste gar nicht, dass das Auto vorher weich geklopft werden muss“, frozzelte ein Zuschauer, denn daneben lagen das pneumatisch betriebene Schneidgerät, ein Feuerlöscher und andere technische Utensilien sowie eine Krankentrage.

Anweisung zum Einsatz der Schneidtechnik

Ulf Rautschke stellte die Aufgabe, die Verletzten mittels dieser Schneidtechnik so schonend wie möglich zu bergen. Er gab die notwendigen Anweisungen und den Zuschauern nebenbei fachliche Informationen. Die zwei Kameraden hatten sichtlich Mühe, auch mit bester Schneidtechnik die verklemmten Türen rauszuschneiden. „Es wird wegen der Konstruktion der Fahrzeuge und der härteren Materialien immer schwieriger“, begründete Rautschke.

Inzwischen war Hochbetrieb am kleinen Brandhäuschen. Mittels Druckspritze galt es, die imitierten Flammen zu löschen. Benni (5) sah sich die Spritze erstmal an und war prompt geduscht. Aber Feuerwehrmann will er trotzdem unbedingt werden. Lukas (3) auf dem Arm von Mama Sarah Kreß aus Tremmen war ganz aufgeregt. Kein Wunder. Ihn begeistere alles bei den Feuerwehren, vielleicht werde er ja selbst ein Feuerwehrmann, meinte sie.

Tremmens Wehrleiter Norman Horvath sagte zur aufwendigen Organisation der Veranstaltung: „Wir möchten im Ort zeigen, dass hier unsere zehn aktiven Kameraden und auch Ehrenamtliche mitwirken. Wir hatten viel Unterstützung von den anderen Wehren der Stadt“, lobte er. Angesichts der langanhaltenden Trockenheit war die Stadtbrandmeisterin froh, dass es bisher noch keine hitzebedingten Brände im Stadtbereich gab.

Am Tage Probleme mit der Einsatzbereitschaft

Sie machte am Rande der Veranstaltung aber auch auf ein Problem aufmerksam. Auch wenn der Ausbildungsstand sehr gut sei und der Fuhrpark modern und zeitgemäß wäre, gäbe es zu den üblichen Arbeitszeiten am Tage Probleme, die personelle Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.

Eine zweite spektakuläre Übung, ein brennendes Auto zu löschen, konnte angesichts der hohen Waldbrandgefahr eher nur symbolisch erfolgen. Auf die Flammen wurde verzichtet. Zoey (4) interessierte sowieso mehr das kleine Brandhäuschen. Sie hatte gerade die imitierten Flammen gelöscht. „Jetzt brennt es wieder“, so ihre Enttäuschung – jemand hatte die Klappscheiben wieder hochgestellt.

Etziner richten den Stadtfeuerwehrtag 2019 aus

„Nein, hungern muss hier niemand“, meinte der Tremmener Ortswehrführer. Dafür sorgten die örtlichen Sportler mit allerlei vom Grill und an dem Tag willkommenen kalten Getränken.

Interessiert verfolgte Etzins Ortsvorsteherin Nicole Fritz das Geschehen. Nicht ohne Grund. 2019 ist die Etziner Feuerwehr Gastgeber des nächsten Stadtfeuerwehrtages. Am gleichen Tag soll dann endlich – mit rund zwei Jahren Verspätung und erheblich teurer als einst bestellt – das neue Löschfahrzeug übergeben werden.

Von Wolfgang Balzer

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