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Ketzin Städtische Bäume werden erfasst
Lokales Havelland Ketzin Städtische Bäume werden erfasst
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18:07 26.09.2018
Schäden durch die Windhose im Sommer in Falkenrehde. Quelle: privat
Ketzin/Havel

Die Herbststürme im vergangenen Jahr und die Windhose im Sommer in Falkenrehde hätten noch mal unterstrichen, wie wichtig es sei, möglichst viel über die Bäume auf städtischen Grund zu wissen. „Auf Schadensmeldungen schneller reagieren zu können und zu wissen, wann bestimmte Arten ersetzt werden müssen, deshalb werden wir das Baumkataster in den nächsten Jahren präzisieren und vervollständigen“, sagte die Ketziner Umweltbeauftragte Franziska Röth in der jüngsten Bauausschusssitzung.

Ein Kataster ermöglicht konkrete Aussagen über Anzahl und Alter der Bäume, ihre Standorte und den Pflegezustand, so dass Schlussfolgerungen zur Lebensdauer oder Verkehrssicherheit getroffen werden können.

Begutachtung und Kennzeichnung

Erste Schritte auf dem Weg sind bereits erfolgt. Von 2006 bis 2012 wurden 2616 Bäume in der Stadt Ketzin/Havel erfasst, begutachtet und deren Standort zum Teil in Lageplänen festgehalten. Notwendige Pflegemaßnahmen seien nach entsprechenden Kontrollen festgehalten und dann an Firmen vergeben worden, so Röth.

Um noch effizienter arbeiten zu können, erfolge seit diesem Jahr neben der Begutachtung die weitere Erfassung und die Kennzeichnung der Bäume. „Vor allem auf Sportplätzen, Spielplätzen, in Parkanlagen und öffentlichen Objekten hat ein Gutachter viele Baumbestände kontrolliert und eine Maßnahmenliste an die Stadtverwaltung übergeben. Als eine der ersten Reaktionen darauf wurden jetzt Pappeln am Havelkanal in Falkenrehde so beschnitten, dass von ihnen keine Gefahr mehr ausgehen kann“, sagte die Umweltbeauftragte.

Insgesamt etwa 3300 städtische Bäume

Der Ortsteil Falkenrehde sei abgearbeitet. Von den 1069 erfassten Bäumen hätten 280 eine Nummer bekommen. „Das geschieht, damit wir bei Schadensmeldungen sofort wissen, welcher Baum betroffen ist“, erklärt Röth. Ähnlich solle nun der Gutachter in den anderen Ortsteilen vorgehen, „wobei in kleinen Waldstücken natürlich nicht jeder Baum gekennzeichnet werden kann.“ Insgesamt rechnet die Stadtverwaltung mit 3300 Bäumen auf städtischen Grund.

Wann das Ketziner Baumkataster komplett sein soll, kann noch niemand sagen. Denn: „Es muss in den folgenden Jahren dafür mehr Geld ausgegeben werden“, sagte Franziska Röth. Darüber werden die Stadtverordneten entscheiden.

Von Jens Wegener

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